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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Emojis: Die Ideologie hinter den freundlichen Bildchen
Kultur

Emojis: Die Ideologie hinter den freundlichen Bildchen

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 17. Februar 2026 11:50
Von Uta Schröder
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4 min. Lesezeit
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Es gibt alle Hautarben, es gibt alle Familienmodelle, es gibt alle Funsportarten, alle Obstsorten. Wer Moby Dick lesen will, kann zur digitalen Ausgabe greifen, die Satz für Satz in Emojis übersetzt wurde.

Inhaltsübersicht
Care-Arbeit bleibt bei Emojis weitgehend ausgeklammertIm Emoji-Kosmos wird Individualismus großgeschriebenEmoji-Welt: Freundlichkeit Hand in Hand mit einer rückwärtsgewandten Moderne

Care-Arbeit bleibt bei Emojis weitgehend ausgeklammert

Jeder Büroklammertyp ist dabei, und doch wird manches ausgeklammert, beobachtet der Berliner Publizist Holm Friebe: „Es gibt keinen Staubsauger, es gibt keine Waschmaschine, die ganze Care-Arbeit bleibt weitgehend ausgeblendet. Und natürlich gibt es Bauarbeiter, und es gibt auch Bauern, das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass der Klassenfokus auf der Professional Managerial Class liegt, also den Laptop-Arbeitern, deren Arbeitsgeräte und Büroaccessoires umfangreich vorhanden sind. Das heißt, die Leute, die in Kalifornien über diese Dinge entscheiden, setzen sich selbst ins Bild.“

Die Entscheidung darüber, welches Emoji dem Bildkanon beigesteuert wird und welches nicht, trifft das sogenannte Unicode Consortium. Es hat seinen Sitz in Mountain View, einer Stadt im Herzen des Silicon Valley. Der bayerische Löwe wurde beispielsweise mit dem Argument abgelehnt, dass Bayern ein Bundesland sei und kein Staat. Bemerkenswert ist allerdings, dass auch der Staat in der Emoji-Welt gar nicht stattfindet.

Im Emoji-Kosmos wird Individualismus großgeschrieben

„Die auffälligste Leerstelle ist die Abwesenheit von Politik, jenseits der Ebene von kommunaler Einrichtung. Es gibt Schulen, es gibt Polizei, es gibt Gerichte, aber es gibt kein Parlament, es gibt kein Staatsoberhaupt. Wenn man ‚Staat‘ eingibt, dann kommt die amerikanische Flagge.“

Tatsächlich ist der Emoji-Kosmos eine possierliche Hygge-Welt. Jeder realisiert sich hier selbst – Individualismus wird großgeschrieben, vor allem bei den Sportarten. Tippt man „Kunst“ ein, ploppt indes ein altbackener Malertypus aus dem 19. Jahrhundert auf sowie eine goldgerahmte Landschaftsmalerei.

Gesichtsemojis wiederum, und sie sind die beliebtesten Bildzeichen, sind kleine Affektballons. Jede Nachricht ein bisschen Liebe, ein bisschen „kein Bock“, ein bisschen Totlachen, ein bisschen Kotzen, ein bisschen Hass, ein bisschen Wut.

Emoji-Welt: Freundlichkeit Hand in Hand mit einer rückwärtsgewandten Moderne

Damit spielen sie einer Affektpolitik zu, die ununterbrochen Intensität arrangiert und erzeugt. Fragen der Regelung von Zusammenleben indes tauchen in der Emoji-Welt gar nicht erst auf. Holm Friebe: „Die Emoji-Welt ist der perfekte Nachtwächterstaat, wie ihn die kalifornische Ideologie sich erträumt, also von Ayn Rand bis Peter Thiel. Ein Staat findet nicht statt. Und da treffen sich die kalifornischen Hippies mit ihren anarcho-libertären, auf Gemeinschaften ausgerichteten Gedanken mit den Tech-Bros aus dem Silicon Valley, die auch den Staat möglichst abschaffen wollen und vor allem den Einfluss des Staates auf die Wirtschaft minimieren.“

Radikale persönliche Freiheit und Ultra-Individualismus haben tatsächlich die Hippies in Kalifornien eingeübt. Den Aufbruch zu neuen Ufern vollzog schließlich auch die Wirtschaft. Sie ersetzte fast mit einem Schlag Bürokratismus, aber auch soziale Absicherung durch Eigenverantwortung und Entschlusskraft, die Dinge, wenn nötig, auf den Kopf zu stellen.

Die lustige Frische geht jedoch Hand in Hand mit einer rückwärtsgewandten Moderne – all das spiegelt die Emoji-Welt und das setzt sie auch freundlich durch.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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