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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Fossiler Schädel: Homo sapiens viel älter als angenommen?
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Fossiler Schädel: Homo sapiens viel älter als angenommen?

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 13. Oktober 2025 09:48
Von Michael Farber
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4 min. Lesezeit
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Zerquetscht und versteinert: So sah der Schädel aus, den Forschende 1990 in China entdeckt haben. Das Alter: rund eine Million Jahre. Deshalb dachte man lange, der Schädel sei der eines Homo erectus. Doch eine aktuelle digitale Rekonstruktion des Fossils namens Yunxian 2 (externer Link) zeigt nun Merkmale, die anderes nahelegen.

Inhaltsübersicht
Komplexe VerwandtschaftsverhältnisseErbgutanalysen widersprechen den FossildatenUrsprung in Asien statt Afrika?Wissenschaftliche Erkenntnis und politisches KalkülPuzzleteil menschlicher Geschichte

Komplexe Verwandtschaftsverhältnisse

Paläoanthropologe Chris Stringer vom Naturhistorischen Museum in London war beteiligt an der Studie. Auf seinem Youtube-Kanal (externer Link) beschreibt er, dass Größe und Schädelbasis zwar der des Homo erectus ähneln. Aber Gesicht und etwa auch die Weisheitszähne unterscheiden sich stark. Stringer und seine chinesischen Kollegen ordnen das Fossil nun als frühen Vertreter einer anderen Hominiden-Art ein, dem erst 2021 beschriebenen Homo longi.

Für Laien eine verwirrende Namensvielfalt. Wichtig ist die Schlussfolgerung der Forschenden: Weil Homo longi als Schwestergruppe von Homo sapiens gilt, müssten mit dem Yunxian 2-Schädel auch die Wurzeln für Homo sapiens viel weiter zurückreichen. Beide Linien, ebenso wie Neandertaler und Homo heidelbergensis hätten sich schon vor mehr als einer Million Jahre von einem gemeinsamen Vorfahren abgespalten – gut 400.000 Jahre früher als bisher angenommen.

Erbgutanalysen widersprechen den Fossildaten

Würde sich die These bestätigen, könnte das einen bisher wenig verstandenen Abschnitt menschlicher Evolution erhellen. Einen, den die Wissenschaftler scherzhaft „muddle in the middle“ nennen. Der Tübinger Paläoanthropologe Manuel Will übersetzt das als „Schlamassel im mittleren Pleistozän“, also der Zeit von etwa 800.000 bis 130.000 Jahren vor heute: „Da haben wir weltweit eine Fülle an menschlichen Fossilien. Die zeigen eine hohe Variationsbreite. Und oft ist nicht klar, wie sie miteinander verwandt sind.“

Viele Fossilien würden durch die neue Studie nun eingeordnet in die Schublade „Homo longi“. Doch so einfach ist das nicht, sagt Paläoanthropologe Philipp Gunz vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Denn aus genetischen Daten sei klar, dass sich die Linien vor rund 600.000 Jahren aufgespalten haben – eben nicht so früh, wie die Studienautoren aus dem Yunxian 2-Schädel ableiten. Dass die Diskussion von DNA-Daten in der Studie so gut wie keine Rolle spielt, kritisieren im Netz auch mehrere andere Fachwissenschaftler wie John Hawks von der Universität Wisconsin-Madison oder Michael Petraglia von der Griffith Universität in Brisbane (externe Links).

Ursprung in Asien statt Afrika?

Ein weiteres Problem ist, wie die mediale Berichterstattung vielfach die Studie aufgegriffen hat: dass dadurch sogar der Ursprung des modernen Menschen im heutigen China liegen würde (externe Links). Doch auch dagegen spricht vieles, so Manuel Will: „Alle anderen Beweislinien, andere menschliche Fossilien oder DNA zeigen weiterhin auf einen afrikanischen Ursprung des Homo sapiens.“

Wissenschaftliche Erkenntnis und politisches Kalkül

Philipp Gunz glaubt, dass derartige Berichte – vom angeblichen Ursprung des Homo sapiens in China – politisch durchaus gewollt sind. In China sei man parteipolitisch sehr bestrebt, die gängige Out-of-Africa-Theorie anzuzweifeln: „In China ist die Idee en vogue, dass moderne Chinesen quasi ihren Ursprung im asiatischen Homo erectus haben und nicht in Bevölkerungen und Fossilien, die wir aus Afrika kennen.“

Puzzleteil menschlicher Geschichte

Spannend für die Forschung sei die Studie trotz allem, urteilt Manuel Will. Sie mache die Suche nach Antworten zwar nicht einfacher. Ihre Ergebnisse und das Wissen aus Erbgutanalysen würden sich aber nicht kategorisch ausschließen. Möglich sei zum Beispiel, dass Fossilien Anpassungen an unterschiedliche Ökosysteme zeigen, die die DNA nicht abbildet.

Wichtig ist aus Sicht der Forscher: Letztlich liefern die Fossilien immer nur einen winzigen Ausschnitt von einst. Was wir über unsere vor vielen hunderttausend Jahren lebenden Vorfahren wissen, ändert sich immer wieder: Und jeder neue Fund hilft, das Bild weiter zu verfeinern.

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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