Ostern – Urlaubszeit. Eines der beliebtesten Reiseländer von Deutschen ist nach wie vor Italien. Wer seine Ferien in Neapel bzw. in der Region Kampanien verbringen will, sollte derzeit besondere Vorsicht walten lassen beim Essen. Die Zahl von Hepatitis-A-Fällen hat in Neapel und Umgebung überdurchschnittlich zugenommen. Ursache sind nach Angaben lokaler Gesundheitsbehörden wohl kontaminierte Muschelzuchtanlagen in der Gegend. In die Anlagen soll verunreinigtes Abwasser gelangt sein. Noch sei aber die Suche nach der Infektionsquelle nicht abgeschlossen.
Italienische Behörden raten derzeit vom Verzehr roher Meeresfrüchte ab, Neapels Bürgermeister erließ ein absolutes Verzehrverbot für rohe Meeresfrüchte in allen öffentlichen Lokalen. Nach Angaben des ADAC [externer Link] ist aktuell die Rede von 65 bestätigten Erkrankungen mit Hepatitis A in Kampanien – Tendenz steigend.
Wie Hepatitis übertragen wird
Hepatitis-A-Viren vermehren sich in der Leber und verursachen eine Entzündung des Organs. Das Virus ist ansteckend und kann nicht nur durch den Verzehr kontaminierter Muscheln, sondern auch durch Schmierinfektionen übertragen werden. Besonders gefährdet sind ältere oder vorerkrankte Menschen. Anders als bei Hepatitis B gibt es keine chronische Verlaufsform.
Was Reisende beachten müssen
In den Osterferien müssen sich Reisende in Kampanien auf Einschränkungen in der Gastronomie einstellen. Wichtig ist der Verzicht auf rohe oder nicht durchgegarte Speisen. Zu empfehlen ist regelmäßiges und gründliches Waschen der Hände.
Gegen die Gelbsucht: Reise-Impfung gegen Hepatitis A
Hepatitis A ist auch als Reise-Gelbsucht bekannt. An sich ist eine Infektion mit Hepatitis A eher harmlos und heilt meist problemlos aus – für Menschen mit Leberschäden kann sie jedoch lebensgefährlich werden. Bei Fieber, Gelbsucht oder Magen-Darm-Beschwerden empfiehlt sich während bzw. nach dem Urlaub ein Arztbesuch. Vor Reiseantritt sollte man den Hepatitis-A-Impfschutz prüfen.

