Ohne Schneekanonen geht vielerorts nichts mehr: Naturschnee ist nicht mehr überall in ausreichender Menge vorhanden. Und das hat Folgen – nicht zuletzt für die bayerischen Alpen und die dortigen Wintersportgebiete.
Was macht der Klimawandel mit den bayerischen Alpen? Wie viel Naturschnee gibt es in den beliebtesten Wintersportgebieten noch? Darüber sprechen wir mit Constanze Bayer von BR Data, die die exklusive BR-Datenrecherche mit betreut hat. Das Video zum Livestream finden Sie oben eingebettet über diesem Artikel.
Folgen für deutschen Alpenraum
BR Data hat auf Basis von Klimaprojektionen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) berechnet, wie sich die durchschnittliche winterliche Nullgradgrenze verändert. In den Jahren zwischen 1961 und 1990 lag sie in den Alpen bei rund 1.100 Metern. Bei einer globalen Erwärmung von zwei Grad steigt sie auf etwa 1.500 Meter, bei drei Grad sogar auf rund 1.700 Meter. Den Vereinten Nationen zufolge steuert die Erde bis zum Ende des Jahrhunderts auf eine Erwärmung von 2,8 Grad zu.
Bei einer Erderwärmung von knapp 3 Grad sind die Folgen für den deutschen Alpenraum gravierend: Nur noch etwa zehn Prozent der Skipisten werden dann oberhalb der Nullgradgrenze liegen.

