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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Schattenräuber im Biergarten – Kampf gegen Kastanienminiermotte
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Schattenräuber im Biergarten – Kampf gegen Kastanienminiermotte

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 8. September 2025 15:50
Von Michael Farber
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4 min. Lesezeit
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Mehr als 100 Jahre alte Kastanien stehen im Biergarten Hirschau im Englischen Garten in München. Eigentlich sollen sie Schatten spenden. Doch stattdessen sind große Sonnenschirme aufgespannt, denn an den Kastanienbäumen hängen kaum mehr Blätter. Die übrig gebliebenen sind ohne Ausnahme braun und verwelkt. Ein Anblick wie im Spätherbst, doch hier und auch an vielen anderen Orten Bayerns sehen die Bäume der weißblühenden Rosskastanie bereits ab Juli so aus.

Inhaltsübersicht
Acht Millimeter Durchmesser, große WirkungBiergartenbetreiber sind ratlosRosskastanienminiermotte hat hier keine natürlichen FeindeMiniermotte wird bleiben

Acht Millimeter Durchmesser, große Wirkung

Grund ist weder Trockenheit noch plötzlicher Herbsteinbruch, sondern die Rosskastanienminiermotte. Acht Millimeter Flügelspannweite, braun mit weiß-schwarzen Querstreifen. Wie ein Minenarbeiter frisst die Larve Gänge in die Blätter der weißblühenden Rosskastanie und verpuppt sich dort in silbrigen Kokons.

Dort schlüpfen nach zwei Wochen geschlechtsreife Falter, die wiederum Eier in die Blätter legen. Dieser Zyklus kann sich bis zu vier Mal im Jahr wiederholen. Mit Hohlräumen versetzt, vertrocknet das Kastanienblatt und fällt schließlich ab.

Biergartenbetreiber sind ratlos

Wirtin Stephanie Spendler weiß darüber Bescheid – und ist dennoch machtlos: „Ich wäre dankbar, wenn ich von jemanden einen Tipp kriegen könnte. Man hört, man muss das Laub wegtun, das machen wir die letzten fünf Jahre konsequent, jedes runtergefallene Blatt, aber es bringt nichts.“

Dabei macht Stephanie Spendler schon das Richtige: Laub entfernen und am besten verbrennen gilt als die effektivste Methode, die Population der Motte zu minimieren. Wichtig dabei ist laut Ludwig Straßer, Waldschutzexperte bei der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, jedoch, die Blätter nicht einfach auf den Kompost zu werfen, sondern heiß kompostieren zu lassen oder zu übererden – also mit einer Schicht Humus zu überdecken. „So stirbt die Puppe ab und kann nicht mehr schlüpfen“, so Straßer. Bleibt das Blatt am Boden, kann die Puppe schlüpfen, überwintern und im nächsten Jahr die Kastanie erneut befallen.

Rosskastanienminiermotte hat hier keine natürlichen Feinde

Heimisch ist die Miniermotte in Bayern eigentlich nicht. Vor etwa 20 Jahren kam sie aus Griechenland nach Mitteleuropa. Dank der immer wärmeren Sommer fühlt sie sich aber auch hier wohl – zumal natürliche Feinde fehlen.

Nun gibt es Versuche, die Motte mit Insektiziden zu bekämpfen. Diese seien grundsätzlich auch erfolgreich, meint Waldschutzexperte Straßer, aber: Es ist aufwendig und teuer. „Das wird normalerweise nicht gemacht, vielleicht mal beim Einzelbaum“, so Straßer.

Miniermotte wird bleiben

Damit werden Biergartenbesitzer auch in den nächsten Jahren mit der Motte leben müssen. Um sie wirklich loszuwerden, könnte Wirtin Stephanie Spendler die weißblühende Kastanie durch eine rotblühende ersetzen. Diese wird von der Motte zwar angeflogen und mit Eiern belegt, doch die meisten Junglarven sterben ab. Für die Wirtin ist das aber nur eine theoretische Überlegung. Denn dafür die alten Bäume fällen – undenkbar für sie.

Letztlich bleibt die Miniermotte vor allem ein Problem der Ästhetik: denn der Baum und seine Früchte sterben ihretwegen nicht ab – und bildet im nächsten Jahr zunächst wieder gesunde, hellgrüne Blätter aus.

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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