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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > UN-Gipfel endet ohne Einigung: Artenschutz im Realitätsschock
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UN-Gipfel endet ohne Einigung: Artenschutz im Realitätsschock

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 4. November 2024 08:51
Von Michael Farber
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6 min. Lesezeit
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Die Beschlüsse vom Weltnaturgipfel 2022 (Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework, GBF) waren noch als ambitionierter Erfolg gefeiert worden. Bei der Folgekonferenz jetzt in Cali haben sich die Staaten aber in Finanzierungsfragen zerstritten. Am Ende gab es nach einem stundenlangen Verhandlungsmarathon durch die ganze Nacht und Verlängerung über das geplante Konferenzende hinaus keine Einigung, wie künftig mehr Gelder für den Artenschutz gesammelt und unter welchem Fond diese in Zukunft verteilt werden sollen.

Inhaltsübersicht
Schutzgebiete: Es fehlen Flächen so groß wie RusslandStaaten tun sich schwer mit den Nationalen BiodiversitätsstrategienFällt deutsche Strategie der Regierungsabstimmung zum Opfer?Finanzierung reicht bei weitem nicht ausGlobaler Süden fordert mehr MitbestimmungTrotzdem Verhandlungserfolge in CaliIm Video: BR-Experte Simon Plentinger erklärt die Knackpunkte des Gipfels (1.11.2024)

Nachdem die ersten Delegationen am Samstagmorgen Ortszeit bereits abreisen mussten, war die Konferenz nicht mehr beschlussfähig. Der Gipfel wird damit ohne Einigung im strittigsten und vielleicht wichtigsten Punkt, der globalen Finanzierung des Artenschutzes, unterbrochen und muss laut UN zu einem späteren Zeitpunkt zu Ende geführt werden. Doch schon die Bestandsaufnahme der Konferenz hat gezeigt, wie schlecht es um die globalen Anstrengungen steht.

Schutzgebiete: Es fehlen Flächen so groß wie Russland

Allein beim prominentesten Ziel, bis 2030 30 Prozent der weltweiten Flächen an Land und in den Meeren unter Schutz zu stellen, zeigt sich, wie weit die Welt von den gesteckten Zielen entfernt ist. Laut dem „Protected Planet Report 2024“ des UN-Umweltprogramms UNEP stehen derzeit 17,4 Prozent der Flächen an Land und 8,4 Prozent der Meere unter Schutz.

Die bis 2030 noch fehlenden Flächen sind in Summe größer als die Fläche Russlands, in den Meeren fehlt eine Fläche so groß wie die des Indischen Ozeans. In Deutschland sind bisher etwa 18 Prozent der Landesfläche geschützt.

Staaten tun sich schwer mit den Nationalen Biodiversitätsstrategien

Es sind noch riesige Anstrengungen notwendig, wenn die 196 Vertragsstaaten des UN-Abkommens zur biologischen Vielfalt (CBD) ihre Ziele bis 2030 erreichen wollen. Doch dafür läuft nun die Zeit davon. UN-Generalsekretär António Guterres sagte in Cali, die Welt könne nicht länger auf die Umsetzung warten.

Doch, dass bis zum Ende der Konferenz erst 44 Staaten ihre anhand der Ziele überarbeitete Nationale Biodiversitätsstrategie vorgelegt haben, zeigt, wie schwierig der Schutz der Artenvielfalt in der Realität ist. Vertreter der CBD geben sich dennoch optimistisch, dass die meisten Staaten ihre Strategie bis Ende des Jahres vorlegen werden.

Fällt deutsche Strategie der Regierungsabstimmung zum Opfer?

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Die Grünen) war zwar mit dem Entwurf einer aktualisierten Strategie nach Cali gereist, diese ist jedoch noch nicht final mit den anderen Ressorts abgestimmt. Das fordern die internationalen Vorgaben aber eigentlich. Denn die Maßnahmen für den Artenschutz greifen einschneidend auch in andere Bereiche wie beispielsweise die Landwirtschaft, den Bausektor und die Haushaltspolitik ein.

Umweltschützer wie etwa der WWF Deutschland bezeichnen den Entwurf als „vielversprechend“. Schwerpunkte liegen dabei auf der Renaturierung von Mooren und Flussauen. Der WWF befürchtet jedoch, dass die Strategie „in den Mühlen der Regierungsabstimmung zerrieben werden“ könnte.

Finanzierung reicht bei weitem nicht aus

Vor allem klafft nach wie vor eine riesige Finanzierungslücke: Laut dem Abkommen von Montreal sollen die weltweiten Ausgaben zum Schutz der Biodiversität bis 2030 auf 200 Milliarden US-Dollar pro Jahr gesteigert werden. Davon sollen die reichen Industriestaaten 30 Milliarden (20 Milliarden bis 2025) Dollar aufbringen, um die Biodiversität in ärmeren Ländern zu schützen.

Zusammengekommen ist diese Summe aber noch lange nicht. Ziel und Wirklichkeit gehen weit auseinander. Ganz zu schweigen davon, dass einige Experten davon ausgehen, dass für einen wirksamen Schutz der Artenvielfalt weltweit pro Jahr nicht 200 Milliarden, sondern die vier bis fünffache Summe notwendig wäre.

Globaler Süden fordert mehr Mitbestimmung

Der Gipfel in Cali hat einmal wieder die massive Konfliktlinie zwischen den reichen Industriestaaten und dem globalen Süden offenbart. Besonders eine von Brasilien angeführte Gruppe von Staaten fordert nicht nur mehr finanzielle Zusagen, sondern auch mehr Einfluss auf die Verteilung der Gelder. Darum haben sich diese Länder für die langfristige Ablösung der bisherigen bei der Weltbank angesiedelten Strukturen eingesetzt.

Die Länder des globalen Südens erhoffen sich zum einen mehr Einfluss, aber auch eine effizientere Verteilung der Gelder. Bisher werden die Gelder von der sogenannten „Global Environmental Facility“ (GEF) verwaltet. Nach einem Kompromissvorschlag der kolumbianischen Gipfel-Präsidentschaft sollte nach 2030 ein solcher neuer Fond gebildete werden. In diesem Punkt gab es aber schließlich keine Einigung.

Trotzdem Verhandlungserfolge in Cali

In einigen zentralen Punkten gab es jedoch Einigungen: So wurden die Mitbestimmungsmöglichkeiten der indigenen Völker institutionell gestärkt. Bundesumweltministerin Lemke nannte das einen „historischen Durchbruch“. Darüber hinaus sollen Klima- und Artenschutz Maßnahmen besser verknüpft werden. Außerdem sollen Unternehmen ab einer gewissen Größe, die mit digital verfügbaren Gen-Informationen von Organismen zum Beispiel Medikamente oder Getreidesorten entwickeln, in Zukunft 0,1 Prozent ihrer Gewinne abtreten und in einen Fond für den Artenschutz und die Unterstützung Indigener einzahlen. Die nächste UN-Biodiversitätskonferenz soll 2026 in Armenien stattfinden.

Im Video: BR-Experte Simon Plentinger erklärt die Knackpunkte des Gipfels (1.11.2024)

 

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Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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