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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Immobilien in Bayern: Preiswerter, aber nicht günstig
Wirtschaft

Immobilien in Bayern: Preiswerter, aber nicht günstig

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 12. November 2025 08:50
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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München ist seit Jahrzehnten die teuerste Stadt in Deutschland. Das ändert sich auch 2025 nicht. Der Immobilienboom bis 2022 hat auch in anderen Städten zu Höchstpreisen geführt, zum Beispiel im Ballungsraum Nürnberg. Die Preise sind zwar seit 2022 wieder gefallen. Doch auf einem niedrigeren Niveau ziehen sie wieder an.

Inhaltsübersicht
München seit Jahrzehnten die teuerste Stadt in DeutschlandKleinere und mittlere Städte deutlich günstigerIVD: Immobilienpreise werden weiter steigen

München seit Jahrzehnten die teuerste Stadt in Deutschland

An der Spitzenreiterrolle Münchens hat sich seit Jahrzehnten nichts geändert, auch weil sich an den Gründen nichts geändert hat. Die Stadt ist attraktiv, bietet gut bezahlte Arbeitsplätze und lockt viele Menschen an. Aktuell hat sie 1,6 Millionen Einwohner. Tendenz steigend. Jeder zweite Einwohner ist Single, mit wachsenden Raumansprüchen.

Es wird gebaut, aber zu wenig, um dem Ansturm gerecht zu werden. Im Winter 2022/2021 kostete ein Einfamilienhaus 2,2 Millionen Euro. Bei durchschnittlichen Eigentumswohnungen stieg der Quadratmeterpreis nach Erhebungen des Immobilienverbands Deutschland (IVD) schnurstracks Richtung 10.000 Euro pro Quadratmeter. Die Preise sind nach der Zinswende der EZB im Jahr 2022 gesunken. Doch können sich momentan 1,8 Millionen Euro für ein Haus und 7.750 Euro pro Quadratmeter für eine Wohnung nur die Wenigsten leisten.

Kleinere und mittlere Städte deutlich günstiger

Nürnberg, die zweitgrößte bayerische Stadt, ist deutlich günstiger als die Landeshauptstadt. In der Frankenmetropole kostete ein Einfamilienhaus während des Booms nach Angaben des IVD über 750.000 Euro. Aktuell ist es für rund 90.000 Euro weniger zu haben.

Interessant ist die Entwicklung in Würzburg. Die Studentenstadt und ihr Umland sind attraktiv. Sie liegt in einer Kessellage. Das macht Baugrund wertvoll, betont Stephan Kippes vom Maklerverband IVD im Gespräch mit BR24. Würzburg ist die einzige Großstadt, die derzeit mit Preisen von 733.000 Euro für Häuser sogar die alten Bestmarken von 2022 übertrifft.

Bei Rosenheim ist deutlich die Nähe zu München, aber auch zu den Bergen spürbar. In der Boomphase lagen die Häuserpreise über der Millionengrenze. Aktuell liegen sie über 900.000 Euro und machen Rosenheim im Vergleich der größeren Städte zum „zweitteuersten Pflaster“ im Freistaat.

IVD: Immobilienpreise werden weiter steigen

Häuser und Eigentumswohnungen werden auch in den nächsten Jahren teurer werden, ist Kippes überzeugt. Die Preise dürften moderat, aber kontinuierlich steigen, schätzt er. Bayern ist ein Zuzugsland, vor allem in München und seinem Speckgürtel.

Im Freistaat ist die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in diesem Jahr von Januar bis September auf 41.237 Wohnungen geklettert. Über das Plus von 13,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, freut sich Bauminister Christian Bernreiter (CSU). Er will „noch eine Schippe“ drauflegen.

Stephan Kippes begrüßt diesen Trend. Aber aus langjährigen Erfahrungen mit politischen Programmen bleibt er skeptisch. „Ich bin erst überzeugt von solchen Initiativen, wie dem ‚Bauturbo‘ der Bundesregierung, wenn ich tatsächlich mit Schutzhelm und Schutzstiefel in einem Neubau stehe,“ betonte er gegenüber dem BR.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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