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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Black Friday: So schützt man sich vor Fake-Shops und Betrug
Wirtschaft

Black Friday: So schützt man sich vor Fake-Shops und Betrug

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 28. November 2025 10:49
Von Christin Freitag
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5 min. Lesezeit
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Rabatte, Prozente und Schnäppchen soweit das Auge reicht: Online-Shops sind in diesen Tagen voll mit vermeintlichen Angeboten. Denn zur Black Week und dem Black Friday buhlen Händler um Kundinnen und Kunden. Bundesweit prognostiziert der Handelsverband Deutschland für dieses Jahr einen Umsatz von 5,8 Milliarden Euro.

Inhaltsübersicht
Fakeshop-Finder: URL mit einem Klick überprüfenSchufa-Umfrage: Jeder Vierte wurde bereits einmal betrogenBetrüger wollen auch Kundendaten ausspionierenEin Anhaltspunkt für Fake-Shops: KI-generierte InhalteKauf auf Rechnung schütz vor Betrug am Black FridayGefahr bei Vorkasse: Geld weg, aber keine WareKreditkartendaten nicht leichtfertig eingeben

Wo viel Geld umgesetzt wird, wittern auch immer Betrüger ihre Chance. Mit einigen einfachen Tipps lassen sich jedoch auch im Kaufrausch gefälschte Webseiten und andere Fallen schnell enttarnen.

Fakeshop-Finder: URL mit einem Klick überprüfen

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann mit dem Fakeshop-Finder (externer Link) ein einfaches Tool des Verbraucherzentrale Bundesverbands nutzen. Dort muss man nur Internetadresse des Online-Shops eingeben – und mit einem Mausklick sollte ein brauchbares Ergebnis vorliegen darüber, ob es sich bei der gewählten Adresse um einen seriösen Anbieter oder eine Fälschung handelt.

Schufa-Umfrage: Jeder Vierte wurde bereits einmal betrogen

Jeder Vierte in Deutschland ist beim Kauf im Internet schon einmal abgezockt worden, wie eine Umfrage im Auftrag der Schufa zeigt. Jeder Dritte fiel dabei auf das vorgegaukelte Angebot eines Fakeshops herein.

Die Betroffenen verloren dabei zum Teil viel Geld: Der Schaden bewegte sich in 62 Prozent der Fälle im Bereich bis 250 Euro. Bei 17 Prozent lagen die Verluste der Umfrage zufolge zwischen 251 und 500 Euro und bei sieben Prozent sogar darüber, einige verloren sogar mehr als 1.000 Euro bei einem einzigen Einkauf.

Nur in wenigen Fällen haben Geschädigte laut Schufa die Vorfälle gemeldet, vielleicht aus Scham oder auch nur aus Nachlässigkeit.

Betrüger wollen auch Kundendaten ausspionieren

Der boomende E-Commerce lockt immer mehr Kriminelle an, die zunehmend auch international agieren. Laut Polizeistatistik haben die bekannten Fälle beim Online-Betrug in zehn Jahren um etwa zwei Drittel zugenommen.

In ganz Deutschland soll es rund ums Internet im vergangenen Jahr Schäden von mehr als 200 Milliarden Euro gegeben haben. Dabei geht es neben Fake-Shops mit gefälschten Daten auch um das Ausspionieren von Bankverbindungen und Kreditkarten.

Ein Anhaltspunkt für Fake-Shops: KI-generierte Inhalte

Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Nachbildung von realen Angeboten sind Fakeshops immer schwerer zu erkennen – sie gleichen den Originalen auf verblüffende Weise. Auch Simone Bueb von der Verbraucherzentrale Bayern beobachtet, dass kopierten Adressen und KI-generierten Fotos immer besser würden.

Verdächtige Fotos können ein Anhaltspunkt für einen Fake-Shop sein. Allerdings greifen auch seriöse Anbieter zum Teil auf KI zurück, um ihre Produkte zu präsentieren.

Kauf auf Rechnung schütz vor Betrug am Black Friday

Auch bei der Bezahlmethode kann man sich gegen Betrug schützen. Am sichersten ist der Kauf auf Rechnung. Dabei kann man vor dem Bezahlen die Ankunft des Pakets abwarten, den Inhalt anschließend prüfen und notfalls zurückschicken.

Eine Online-Rechnung, die per Mail vor der Warensendung eintrifft, darf man zunächst ignorieren, um den Empfang der Ware abzuwarten.

Gefahr bei Vorkasse: Geld weg, aber keine Ware

Am riskantesten ist die Lieferung gegen Vorkasse, von der die Polizei abrät. Das Geld kann weg sein, auch wenn die Ware nicht kommt, beschädigt oder fehlerhaft ist. Bei Privatverkäufen gibt es aber meist nur Vorkasse, weil der Verkäufer seinem Geld nicht hinterherlaufen will.

In dem Fall ist ein Käuferschutz wie bei Paypal oder Zahlungsdienstleistern wie Mollie eine Option. Dabei lässt man sich dort registrieren, sodass der Zahlungsdienstleister anschließend als neutraler Vermittler den Kauf zwischen beiden Seiten möglichst sicher abwickeln kann.

Kreditkartendaten nicht leichtfertig eingeben

Zweifelhaft bleibt die Zahlung mit Kreditkarte: Hier besteht die Gefahr, dass deren Daten ausgespäht und anschließend missbraucht werden. Vorsichtsmaßnahmen von Banken und Kartenanbietern sind zu beachten, wie beispielsweise eine Mehrfaktor-Authentifizierung, um zumindest bei der Bezahlung auf der sicheren Seite zu sein.

Generell sollten Online-Shopper misstrauisch werden, wenn ein Produkt, dessen Preis sie gut einschätzen können, auf einmal überraschend billig ist. Genau mit solchen Lockvogel-Angeboten versuchen viele Fake-Shops ihre Opfer zu finden.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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