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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Hunde, Krabben, Küken: Warum viele Roboter aussehen wie Tiere
Kultur

Hunde, Krabben, Küken: Warum viele Roboter aussehen wie Tiere

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 28. November 2025 16:48
Von Uta Schröder
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2 min. Lesezeit
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Mark Tildens Spielzeugroboter „Roboquad“ von 2007 sieht aus wie eine Krabbe mit Periskop-Kopf. „Keepon“ von BeatBots erscheint wie ein quietschgelbes Küken ohne Schnabel. Und selbst gängige Staubsaugerroboter ahmen Tiere nach: Ihre runde Scheibenform ist dem Trilobit nachempfunden, einem Urzeitkrebs, der vor Millionen von Jahren auf dem Meeresboden nach Nahrung suchte, so wie die Staubsaugerroboter von Heute in unseren Wohnungen nach Staub.

Während die Scheibenform vor allem praktische Gründe hat – keine scharfen Kanten und so flach, dass sie auch unters Sofa passen – hat die Tierform so vieler Roboter noch andere Gründe: Sie soll die Akzeptanz von Robotern fördern, sagt Kuratorin Caroline Fuchs: „Weil wir Menschen Haustiere gewohnt sind und dann eher gewillt sind, Roboter in unserem Haushalt aufzunehmen und mit ihnen zu interagieren.“

Da ist etwa „Aibo“, ein Spielzeugroboter in Hundeform von Sony aus dem Jahr 1999. Aibo konnte bellen, mit dem Schwanz wedeln, Beine und Ohren bewegen und sorgte damit bei Markteinführung für einen Verkaufsrekord. Und der pinguinartige „Lovot“ von 2018 hat sogar sein eigenes Stühlchen – mit Lüftungsschlitz in der Lehne.

Hunde, Krabben, Küken: Roboter in Tierform

Die Neue Sammlung ist kein Technik-, sondern ein Designmuseum, deshalb geht es in der neuen Dauerausstellung vor allem um das Aussehen von Robotern: Wie stellen wir Menschen uns Roboter vor, was sollen sie können und wie haben sich die Vorstellungen von unseren mechanischen Gefährten über die letzten Jahrzehnte verändert?

Antworten darauf geben in der Ausstellung nicht nur echte, sondern auch Spielzeug-Roboter und Plakate mit Roboterfiguren etwa aus japanischen Mangas. „Man sieht es an den Spielzeugfiguren ganz gut: Das sind Spielzeuge aus den 60er- bis 80er-Jahren und die sind fast alle eckig“, erklärt Kuratorin Caroline Fuchs. „Die Roboter sehen alle aus wie kleine Fernseherköpfe und sie haben eine Fernsehbauch, das ist alles rechteckig oder quadratisch.“ Die echten Roboter würden häufig aussehen wie Lebewesen, entweder wie Tiere oder auch heute häufig wie Menschen. „Da hat man eine ganz andere Ästhetik“, so Fuchs.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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