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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Kellner im Hotel – Lohnt sich das?
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Kellner im Hotel – Lohnt sich das?

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 19. Januar 2026 15:11
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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Gregor (22) arbeitet in einem Vier-Sterne-Hotel als Servicekraft. Im hoteleigenen Restaurant betreut er Gäste und erfüllt ihre Wünsche – ganz egal, ob mit einem Aperol, einem Kuchen oder nur einem kurzen Gespräch. Das Hotel hat sich auf Tagungen spezialisiert: Unternehmen buchen hier über mehrere Tage ihre Workshops inklusive Bewirtung. Zusätzlich können auch Individualgäste ins Restaurant kommen und dort à la carte essen.

Inhaltsübersicht
Vom Minijobber zur ServicekraftPersonalmangel in der GastronomieDas verdient eine Servicekraft im Hotel

„Jeder Tag ist unterschiedlich, denn jeden Tag hast du andere Gäste“, sagt Servicekraft Gregor. Egal welcher Gast, sein Ziel bleibt es, dass dieser zufrieden das Restaurant verlässt. Wie in der Branche üblich, arbeitet Gregor oft am Wochenende, an Feiertagen und auch an Silvester. Über Silvester ist das Hotel fast komplett ausbucht und Gregor wird als Servicekraft dringend benötigt. Meistens übernimmt er Nachmittags- und Abendschichten und arbeitet beispielsweise von 16:00 bis 1:00 Uhr.

Vom Minijobber zur Servicekraft

Gregor fing schon früh an, Erfahrung im Gastgewerbe zu sammeln: Mit 14 Jahren jobbte er das erste Mal in einem Café. Besonders gefiel ihm damals der Kundenkontakt, denn für Gregor ist der Beruf nicht nur stumpfes Servieren von Getränken und Mahlzeiten. „Es war schön zu sehen, dass ich mit meiner Tätigkeit Menschen glücklich machen kann. Dafür auch noch ein bisschen Trinkgeld zu bekommen, war ein schönes Gefühl“. In Zukunft plant Gregor seine Ausbildung als Hotelfachmann in der Gastronomie nachzuholen. Mit der abgeschlossenen Ausbildung dürfte sich auch sein Gehalt noch einmal steigern.

Personalmangel in der Gastronomie

Während Gregor im Kellnern seinen Traumberuf gefunden hat, verlassen viele andere Arbeitnehmer seit Beginn der Pandemie die Gastronomie: Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga schätzt die Zahl der fehlenden Beschäftigten in der Gastronomie in Bayern auf mindestens 40.000 (Stand Dezember 2025). Gleichzeitig werden auch Restaurantbesuche seltener. Laut dem Statistischen Bundesamt (externer Link) sank im 1. Halbjahr von 2025 der reale Gastgewerbeumsatz um 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In der Gastronomie zeigte sich ein realer Umsatzrückgang von 4,1 Prozent.

Das verdient eine Servicekraft im Hotel

Kellnerinnen und Kellner erhalten laut dem Entgeltatlas der Agentur für Arbeit ein Mediangehalt von 2.401 Euro brutto. Gregors Bruttogehalt liegt mit 2.759 Euro also in den oberen 25 Prozent. Sein Netto beläuft sich auf 1.951 Euro. Davon werden Sachbezüge, unter anderem sein Essensgeld abgezogen, somit bleiben ihm im Monat 1.808 Euro. Trinkgeld von Tagungen wird gesammelt und durch alle Mitarbeitenden des Hotels geteilt. Von diesem Tagungstrinkgeld bekommt er zweimal jährlich eine Ausschüttung in Höhe von durchschnittlich 125 Euro pro Halbjahr. Das Abendtrinkgeld liegt innerhalb der Saison zwischen 10 und 20 Euro pro Arbeitstag, in der Nebensaison ergeben sich Beträge zwischen 5 und 10 Euro. Gregor bekommt außerdem 250 Euro Urlaubsgeld und eine Jahressonderzahlung von 500 Euro.

Gregor schätzt die Abwechslung und den zwischenmenschlichen Kontakt bei seiner Arbeit sehr: „Auch ohne Trinkgeld würde ich sagen, ist es ein super Job und ein super Gehalt.“

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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