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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Bilanz vom Münchner Filmfest: „Kino ist unser Fußball“
Kultur

Bilanz vom Münchner Filmfest: „Kino ist unser Fußball“

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 8. Juli 2024 10:48
Von Uta Schröder
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4 min. Lesezeit
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Publikumspreise national und international

Auch das Publikum durfte zwei Preise vergeben: Die Audience Awards, unterstützt von den Medienpartnern BR und Süddeutsche Zeitung gingen in der Kategorie national an „Führer und Verführer“ von Joachim A. Lang und international an „Samia“ von Yasemin Samdereli.

Inhaltsübersicht
Publikumspreise national und internationalFörderpreis Neues Deutsches KinoGutes MiteinanderKino am Königsplatz

In „Führer und Verführer“ spielt Robert Stadlober den Propagandaminister Joseph Goebbels. Der Film blickt hinter die Kulissen der NS-Zeit zwischen 1938 und 1945 und montiert Spielszenen mit Dokumentar-Aufnahmen. Am 11. Juni startet er in den deutschen Kinos.

Das Drama „Samia“ handelt von der somalischen Leichtathletin Samia Yusuf Omar, die 2008 bei den Olympischen Spielen in Peking antrat und vier Jahre später bei ihrer Flucht nach Europa im Mittelmeer ertrank. Regie führte Yasemin Samdereli, eine Absolventin der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film.

Dass das vorrangig in somalischer Sprache gedrehtes Drama den internationalen Publikumspreis bekommt, freut die künstlerische Leiterin des Filmfests Julia Weigl besonders: „Samia“ wird wahrgenommen als internationaler Film. Aber Yasemin Samdereli ist natürlich eine Regisseurin, die hier lebt, die auch deutsches Kino macht. Solche Filme hier zeigen zu können und zu sagen: ‚Hey Leute, auch das ist ein deutscher Film‘ – das ist uns total wichtig.“

Förderpreis Neues Deutsches Kino

Bereits am Freitag wurden außerdem deutsche Nachwuchstalente mit dem begehrten Förderpreis Neues Deutsches Kino ausgezeichnet. Der Preis wird von der Bavaria Film, der DZ Bank und dem Bayerischen Rundfunk in den Kategorien Regie (30.000 Euro), Produktion (20.000 Euro), Drehbuch (10.000 Euro sowie Mentoring-Programm der Bavaria Fiction) und Schauspiel (10.000 Euro) verliehen.

Fabian Stumm wurde als bester Regisseur für seinen Film „Sad Jokes“ ausgezeichnet. Semih Korhan Güner sicherte sich den Preis in der Kategorie „Produzentische Leistung“ für das Drama „Milch ins Feuer“. Aaron Arens und Lukas Loose haben für ihr Drehbuch zu „Sonnenplätze“ den Preis in der Kategorie „Bestes Drehbuch“ sowie das Mentoring-Programm der Bavaria Fiction gewonnen. Für die „Beste Schauspielerische Leistung“ wurde Atika Jumaih Bashiru für ihre Leistung im Film „O Chale“ ausgezeichnet.

Gutes Miteinander

Was der neuen Filmfestleitung ebenfalls wichtig und sehr gut gelungen ist, ist das Miteinander. Filmschaffende diskutierten auf der Bühne und den vielen Partys, das Publikum hatte oft Gelegenheit, direkt mit den Kreativen ins Gespräch zu kommen. Eine Zwanglosigkeit, die auf viel Zuspruch traf.

Schauspieler und Regisseur Fabian Stumm, dessen Tragikomödie „Sad Jokes“ gleich zwei Preise erhielt (den FIPRESKI und den Förderpreis Neues Deutsches Kino), richtete seinen Dank deswegen nicht nur an sein Team, sondern „vor allem an das Publikum. Das hat mich kalt erwischt, aber es hat mich sehr warm erwischt. Es war wirklich eine Woche voller Begegnungen und Tränen und Lachen und so viel Liebe für diesen Film. Ich bin ganz baff und ganz glücklich, das werde ich glaube ich nie vergessen.“

Kino am Königsplatz

Noch in diesem Sommer, vom 23. Juli bis zum 1. August, werden ausgewählte Filme vom 41. Filmfest München beim „Kino am Königsplatz“ zu sehen sein. Welche, das wird noch bekannt gegeben.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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