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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Wasserwacht rettet Leben mit KI
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Wasserwacht rettet Leben mit KI

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 20. Mai 2026 09:49
Von Michael Farber
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3 min. Lesezeit
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Wissenschaftler der Technischen Hochschule Nürnberg testen das neue Sonar am Happurger Baggersee im Nürnberger Land. Ein rotes Rettungsschlauchboot fährt auf die Seemitte, und die Wasserwacht wirft eine lebensgroße, schwarze Puppe ins Wasser. Der Dummie geht unter und verschwindet auf dem Grund des Sees. Am Ufer macht sich ein weiteres Wasserwacht-Team bereit für den Übungseinsatz, der gleich stattfinden soll. Mit neuester KI-Technik wollen die Männer und Frauen die Puppe im Wasser aufspüren und bergen.

Inhaltsübersicht
Alte Technik setzt viel Erfahrung vorausSchnelle und präzise Suche im Wasser dank KITrefferquote: 92 ProzentWeltweites Interesse an neuer KI-Technik

Alte Technik setzt viel Erfahrung voraus

Bisher hatte die Wasserwacht für solche Rettungsaktionen ein einfaches Echolot mit Sonartechnik im Einsatz. Kevin Olearczyk von der Wasserwacht Hersbruck erklärt, dass die Ortung der vermissten Personen mit Schallwellenimpulsen funktioniert.

Das Problem: Die Auswertung des Signals sei bisher komplex gewesen und habe viel Erfahrung vorausgesetzt. Nicht einfach in Notfallsituationen, in denen es um Menschenleben geht und jede Sekunde zählt, so der Wasserwachtler.

Schnelle und präzise Suche im Wasser dank KI

Die Neuheit: Laut der Bayerischen Wasserwacht kann die KI jetzt eigeständig große Gegenstände unter Wasser erkennen und die Einsatzkräfte zur Rettungsstelle lotsen. Wissenschaftler der Technischen Hochschule Nürnberg haben zusammen mit der bayerischen Wasserwacht das neue KI-gestützte System entwickelt, das Personen unter Wasser zuverlässig finden soll.

In der Handhabung sei es ähnlich wie ein Navi. Auf einem von zwei Bildschirmen ist die Umgebung zu erkennen, auf dem anderen das Sonarbild unter Wasser. Die KI erkennt größere Gegenstände, wertet sie aus und umrandet das Zielobjekt mit einem grünen Kasten, so Benedikt Schlereth-Groh von der Georg Simon Ohm-Hochschule. Die künstliche Intelligenz sei sogar in der Lage, größere Hölzer oder Steine von Personen zu unterscheiden. Dadurch können Suchprozesse beschleunigt und Rettungsmaßnahmen schneller eingeleitet werden, sagen die Experten.

Trefferquote: 92 Prozent

18 Monate haben die Wissenschaftler an dem System gearbeitet, immer mit dem Ziel, den Rettern zu helfen. Ausgestattet mit der neuen Technik macht sich der Rettungstrupp auf die Suche nach der versenkten Puppe. Bei früheren Tests erreichte das intelligente Sonarsystem eine Trefferquote von erstaunlichen 92 Prozent. Und auch hier funktioniert es – der grüne Kasten zeigt die Puppe. Sie kann geborgen werden.

Weltweites Interesse an neuer KI-Technik

Wasserwachten aus ganz Bayern haben an der Entwicklung mitgearbeitet. Bei den verschiedenen Tests haben sie Daten gesammelt, mit denen der Algorithmus gefüttert wurde. Seit einigen Wochen ist das System bei allen beteiligten Ortsgruppen für Testzwecke im Einsatz.

Noch ist das KI-gestützte Sonar-Ortungssystem ein Pilotprojekt, aber bald schon könnte es deutschlandweit Menschenleben retten. Sogar internationale Anfragen hätten die Wissenschaftler schon erhalten, heißt es.

 

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Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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