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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Lage am bayerischen Arbeitsmarkt bleibt angespannt
Wirtschaft

Lage am bayerischen Arbeitsmarkt bleibt angespannt

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 30. Juni 2026 13:48
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Die Arbeitslosigkeit in Bayern ist im Juni im Vergleich zum Mai annähernd gleichgeblieben. 312.927 arbeitslos gemeldete Menschen im Juni sind zwar 630 weniger als im Mai, aber 7.220 mehr als im Juni 2025. Die Arbeitslosenquote verharrt auf dem Vormonatsniveau von 4,0 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 3,9 Prozent gelegen.

Inhaltsübersicht
Immer weniger sozialversicherungspflichtig BeschäftigteVollbeschäftigung ist vielerorts noch möglichDemographischer Wandel ist die größte Herausforderung

Immer weniger sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

Besonders auffällig ist der Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Nach Angaben der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit (BA) sank die Zahl im Vergleich zum Juni 2025 um 14.300 auf nun 5,95 Millionen. Der Chef der bayerischen Arbeitsagenturen, Markus Schmitz, spricht von einer weiterhin angespannten Lage. Zwar würden die Weiterbildungsangebote der Arbeitsagenturen sehr gut angenommen, doch die Gesamtsituation bleibe schwierig. Einen „kleinen Hoffnungsschimmer“ sieht er darin, dass der Rückgang bei neu gemeldeten Stellen mit minus zwei Prozent nicht mehr so stark ausfällt wie zuvor. Dennoch fasst Schmitz zusammen: „Konjunkturkrise und Demographie wirken weiter auf die Beschäftigtenzahlen ein: Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sinkt im Vergleich zum Vorjahr um rund 15.000 Personen.“

Vollbeschäftigung ist vielerorts noch möglich

Die regionalen Unterschiede in Bayern sind nach wie vor erheblich. Schwaben weist mit 3,6 Prozent erneut die niedrigste Arbeitslosenquote auf, während Mittelfranken mit 4,6 Prozent am Ende der Skala liegt. Die Oberpfalz liegt mit 3,7 Prozent unter dem bayerischen Durchschnitt von 4,0 Prozent. Oberbayern und Unterfranken befinden sich im Schnitt. Oberfranken liegt mit 4,2 Prozent knapp über dem bayerischen Schnitt.

Insgesamt erreichen 21 der 96 bayerischen Landkreise und Städte eine Quote von unter drei Prozent, was als Vollbeschäftigung gilt. Die Spreizung reicht von 2,3 Prozent im Landkreis Roth bis zu 7,6 Prozent in den Städten Hof und Aschaffenburg. Auch in der Städten Coburg, Schweinfurt (jeweils 7,3 Prozent) und in Nürnberg liegt die Quote über der 7-Prozent-Marke. Besonders gute Werte haben abgesehen vom Landkreis Roth auch die Landkreise Bad Tölz – Wolfratshausen, Donau-Ries (jeweils 2,5 Prozent) und Unterallgäu (2,4 Prozent) vorzuweisen.

Demographischer Wandel ist die größte Herausforderung

Die Agentur zieht bei der Bewertung der aktuellen Situation auch externe Studien heran. So zeige der ifo-Geschäftsklimaindikator schwache Werte und sei so negativ wie zuletzt im Herbst 2022. Eine Prognos-Studie im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft kommt zu dem Schluss, dass künftig weniger die Konjunktur, sondern der demografische Wandel mit dem einhergehenden Fachkräftemangel das größte Problem sein wird.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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