Darum geht’s:
- Ursache einer Erkältung sind immer Erreger wie Viren oder Bakterien, nicht Klimaanlagen.
- Klimaanlagen können eine Atemwegserkrankung höchstens begünstigen. Experten sagen, zu niedrige Temperaturen und zu trockene Luft können die Immunabwehr bei Menschen beeinträchtigen.
- In seltenen Fällen können Klimaanlagen, etwa bei schlechter Wartung, Erreger verbreiten, die beispielsweise Lungenerkrankungen verursachen können. Solche Erreger breiten sich aber auch auf anderen Wegen aus, etwa über Wasserleitungen.
Ende Juli rief der Deutsche Wetterdienst eine Hitzewarnung für fast ganz Deutschland aus. Vielerorts war es so heiß wie noch nie zuvor (externer Link, möglicherweise Bezahl-Inhalt) zu diesem Zeitpunkt im Jahr. Und auch Ende Juni ächzten Bayern und Deutschland unter einer Hitzewelle. Mit 40,8 Grad Celsius erreichen die Temperaturen im unterfränkischen Kitzingen einen neuen bayerischen Rekord. Eine steigende Zahl von Menschen schafft sich deswegen eine Klimaanlage für die Wohnung oder das Haus an oder plant, eine zu kaufen.
Doch manche Menschen sagen: Klimaanlagen seien ungesund. „Die machen krank/sind Keimschleudern“, schreibt beispielsweise eine Person auf der Plattform Reddit. „In meiner Stadt wurde ich ständig krank (Grippe), wenn ich mit der Tram gefahren bin. Bakterien und Schimmelsporen in der Klimaanlage, vermutlich“, kommentiert eine Person auf YouTube.
Klimaanlagen selbst machen nicht krank – Erreger sind die Ursache
Ein Klassiker unter den Alltagsfragen: Erkältet man sich, weil man in einem klimatisierten Raum war? Schließlich hört man regelmäßig, dass Menschen sagen: Nach der Nacht im klimatisierten Hotel oder der Fahrt im gekühlten Zug seien sie krank geworden. Unter Erkältungen versteht man Infekte in den oberen Atemwegen.
Ein als kalt empfundener Zug bietet dabei auch eine gedankliche Abkürzung an. Der Facharzt für HNO-Heilkunde und Allergologie Rainer Jund beschreibt das so: „Sie erleben Menschen, die fliegen in die Tropen, dann wieder zurück, auch im höheren Lebensalter, werden dann krank und schimpfen auf die Klimaanlage in der Wartehalle für den ICE von Frankfurt nach München. Und Sie wissen als Arzt natürlich ganz genau: Das kann es alleine nicht sein.“
Allein weil eine Klimaanlage läuft, erkrankt niemand. Ursache sei immer ein vorhandener Krankheitserreger, sagt der Mediziner Dennis Nowak, Direktor des Instituts und der Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Somit, sagt Nowak, sei auch klar: „Klimaanlagen per se verursachen keine Erkältungen. Für eine echte Erkältung, das heißt für einen Atemwegsinfekt, brauchen Sie Erreger.“ Die Klimaanlage kann aber eine Erkrankung begünstigen, indem sie das Raumklima verändert oder Krankheitserreger verbreitet.
HNO-Arzt Jund sagt, man könne „ganz eindeutig“ erkennen, dass die klimatisierte Einatemluft Infektionen begünstigt. Denn Klimaanlagen haben, so Jund, „die Nebenwirkung, dass sie die Luft deutlich trockener und auch kühler machen“. Das hat einerseits Auswirkungen auf die Erreger, andererseits auf die Reaktion der menschlichen Schleimhaut.
Kühle Luft lässt Erreger länger überleben
Schauen wir zuerst auf den Einfluss der Temperatur auf die Erreger. Bestimmte Viren, zum Beispiel Influenzaviren, bleiben bei kühlen Temperaturen länger übertragungsfähig als bei sehr warmen, zum Beispiel in den Tropen, wie HNO-Arzt Jund sagt.
In einer vielzitierten Übersichtsarbeit zum Raumklima in Büro-Umgebungen aus dem Jahr 2021 schreiben die Autoren: „Niedrige Temperaturen können jedoch die Lebensfähigkeit von Viren begünstigen, je nach dem physiologischen Zustand des Gewebes in den Atemwegen.“ Sie erhöhten demnach das Risiko von Atemwegserkrankungen.
Kühl und trocken? Dann ist die Schleimhaut weniger effizient
Die Temperatur hat aber auch Einfluss auf die Erreger-Abwehr des Menschen. Diese könne bei niedrigeren Temperaturen ein Teil der Erklärung sein, sagt der LMU-Arbeitsmediziner Nowak. Zum Beispiel sind die Schleimhautzellen in der Nase Teil der Immunabwehr. Denn das erste Hindernis für Krankheitserreger sei die sogenannte mukoziliäre Clearance (MCC), also der Selbstreinigungsmechanismus der Atemwege, schreibt die Virologin Stephanie Pfänder: „Durch koordinierte Bewegung werden in die Atemwege eingedrungene kleinere Fremdkörper und Erreger ständig aus den Atemwegen befördert.“ Verschiedene Studien zeigten, dass niedrige Temperaturen diesen Selbstreinigungsmechanismus beeinträchtigen.
HNO-Arzt Jund sagt dazu: „Kleine Härchen, die in den Schleimfilm eintauchen, transportieren diesen Schleimfilm wie ein Förderband in bestimmte Richtungen.“ Ist die Luft kühler, führe das dazu, dass der Schleimfilm und sein Transport nicht mehr so optimal funktionierten. „Damit entsteht praktisch eine Lücke in unserer Abwehrmauer gegen die Viren. Und so begünstigen wir mit kühlerer Luft das Auftreten von solchen Infekten.“
Ein weiterer Hinweis darauf, dass kühlere Temperaturen für Erreger ein geeigneteres Umfeld in der menschlichen Schleimhaut schaffen: Wenn dort Krankheitserreger ankämen, könnten die Schleimhaut-Zellen kleine Bläschen ausstoßen, die die Erreger – vereinfacht gesagt – abwehren, erklärte Jund dem BR schon 2022. Das kann der Körper besser, wenn es wärmer ist.
Der HNO-Arzt bezog sich auf eine im selben Jahr veröffentlichte Studie. Diese zeigte, dass die Zellen bei einer um fünf Grad gesenkten Temperatur deutlich weniger Bläschen ausstießen. Jund sagt über die Studie heute dem #Faktenfuchs: „Das lässt schon den Rückschluss zu, dass die Temperatur alleine auch etwas mit uns macht und auch die lokale Immunabwehr solcher viralen Atemwegsinfektionen deutlich ungünstig beeinflussen kann.“
„Es kann insofern sein, dass Viren schlechter eliminiert werden und dass die lokale Immunantwort etwas geringer wird“, sagt Nowak zu diesem möglichen Zusammenhang. „Tatsächlich liegt die optimale Raumtemperatur bei 22, 23 Grad“, sagt HNO-Arzt Bernhard Junge-Hülsing dem #Faktenfuchs. Er ist Vorsitzender des Bayerischen Berufsverbandes der HNO-Ärzte.
Hitze ist auch gefährlich
Umgekehrt hätten aber hohe Temperaturen ebenfalls Folgen, sagt Nowak: Wenn sich die Tagesdurchschnittstemperatur um ein Grad erhöhe, steige beispielsweise bei Patienten mit Atemwegserkrankungen die hitzebedingte Sterblichkeit um drei bis sechs Prozent. „Klimaanlagen retten Menschenleben“, sagt Nowak deswegen mit Blick auf Krankenhäuser und Altenheime.
Luftfeuchtigkeit hat Einfluss auf Erreger und menschliche Schleimhaut
Schauen wir nun, zweitens, auf die Luftfeuchtigkeit in einem Innenraum – und deren Einfluss auf Erreger einerseits und auf die Abwehr des Menschen andererseits.
Eine Klimaanlage „entfeuchtet während des Kühlbetriebs automatisch“, schreibt zum Beispiel der Gerätehersteller Bosch.
Trockene Luft kann – wie die Temperatur – die Erreger beeinflussen: Wenn es sehr trocken ist, kann das den Viren auch etwas Wasser entziehen, so dass sie schrumpfen und länger in der Luft bleiben. Das bedeute, dass die Luft in einem klimatisierten Raum wahrscheinlich potenziell infektiöser sei als in einem durch Luft gesättigten Raum bei offenem Fenster, sagt Jund. Zugleich hält er hier eine direkte Kausalität zwischen Klimaanlagen und mehr Atemwegsinfekten für zu grob.
Ist die Luft zu trocken, kann das aber auch Auswirkungen auf die Immunabwehr haben. Etwa auf die oben schon erwähnte Selbstreinigung der Nase, die mukoziliäre Clearance (MCC).
Trockene Luft beeinflusst die Immunabwehr in der Nase
„Man weiß zum Beispiel, dass eine Luftfeuchtigkeit deutlich unter 40 Prozent die mukoziliäre Clearance beeinflussen kann“, sagt HNO-Arzt Jund.
Zum Schleim in der Nase erklärt HNO-Arzt Junge-Hülsing dem #Faktenfuchs: „Dieser Schleim ist sehr reich an Abwehrzellen und die Nasenschleimhaut ist auch sehr reich an Abwehrzellen.“ Ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig, dann trockne die Schleimhaut der Nase aus. Dadurch ergebe sich weniger Schleimproduktion und weniger Bewegung der Flimmerhärchen. Das begünstige einen Infekt. Weitere Experten bestätigen negative Folgen zu trockener Luft.
Im Winter 2016 untersuchten Forscher im US-Bundesstaat Minnesota, ob Luftfeuchtigkeit auch Einfluss auf die Krankheitserreger hat. In einer Kita für Kinder bis sechs Jahre bildeten sie zwei Untersuchungsgruppen: In der einen Gruppe erhöhten sie die absolute Luftfeuchtigkeit in den Räumen deutlich. In der anderen blieb die Luftfeuchtigkeit unbeeinflusst. Das Ergebnis: In den Räumen mit höherer absoluter Luftfeuchtigkeit gab es weniger Grippeviren und weniger Kinder wurden krank.
Klimaanlagen können Erreger verbreiten, nicht selbst Krankheiten verursachen
Auch schwerere Infektionskrankheiten werden durch Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien ausgelöst. Diese Krankheitserreger könnten in „seltenen Fällen“ durch Klimaanlagen verbreitet werden, sagt der Mediziner Dennis Nowak. Im Juli 1976 hielt beispielsweise die „American Legion“ des US-Bundesstaates Pennsylvania eine große Versammlung in Philadelphia ab. Die Mitglieder dieser Veteranenorganisation trafen sich dafür in einem Hotel. In den darauffolgenden Tagen erkrankten mehr als 200 Veteranen, die die Veranstaltung besucht hatten. Sie bekamen eine Lungenentzündung und Fieber. Mindestens 29 Menschen starben.
Es dauerte ein halbes Jahr, bis die bis dahin unbekannten Erreger gefunden wurden: Bakterien, die sich in lauwarmem Wasser vermehren und als „Legionellen“ benannt wurden. Den Ausbruch in Philadelphia hatte wahrscheinlich die Klimaanlage des Hotels verursacht. Die Legionellen vermehrten sich in einem mit Wasser gefüllten Kühlturm. Dieses Wasser wurde zur Kühlung der Raumtemperatur zerstäubt und so von den Menschen eingeatmet.
Split-Klimaanlagen oder Monoblock-Klimaanlagen, die in Deutschland üblicherweise für Wohnräume verwendet werden, funktionieren aber nach einem anderen Prinzip. Sie nutzen kein Wasser, um die Raumluft abzukühlen, und haben deshalb kein Wasserreservoir.
In Deutschland wurden 2018 laut Robert Koch-Institut 1,7 Fälle der Legionärskrankheit pro 100.000 Einwohner gemeldet. Es sei aber von einer Untererfassung auszugehen. Dabei umfasst die Zahl alle Fälle – der Infektionsweg wird hier nicht unterschieden. Auch Duschen oder Whirlpools sind ein möglicher Verbreitungsweg. Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der jährlichen Grippewelle lag die Inzidenz in der ersten Februarwoche 2026 bei 9.000 akuten Atemwegserkrankungen pro 100.000 Einwohnern.
„Es ist jetzt nicht so, dass man eine Legionelle streift und sofort eine Legionellenkrankheit kriegt. Das ist im Augenblick sicher epidemiologisch noch kein großes Problem“, sagt HNO-Arzt Junge-Hülsing. Ein anderes Beispiel sei eine Lungenkrankheit namens exogen allergische Alveolitis, sagt Dennis Nowak. Diese könne durch Schimmelpilze ausgelöst werden, die sich in „nicht oder völlig unzureichend gewarteten Klimaanlagen“ ausgebreitet hätten, sagt Nowak. In einer Studie aus Dänemark wurde eine jährliche Inzidenz von 1,16 Fällen pro 100.000 Einwohner festgestellt.
Anlagen können Allergene verbreiten
Klimaanlagen können aber nicht nur das Entstehen von Infekten begünstigen, sondern auch von Allergien. „Wenn eine Anlage eine hohe Zahl von Pilzsporen auf einmal in die Raumluft bläst, kann sie durch die Sensibilisierung gegen Schimmelpilzsporen einen indirekten Effekt haben“, sagt Junge-Hülsing.
Das bedeutet: Bei Kontakt mit den Schimmelpilzsporen bildet das Immunsystem spezifische Antikörper gegen sie. Symptome treten zunächst nicht unbedingt auf. Wiederholter Kontakt mit den Pilzbestandteilen kann jedoch zu einer Allergie führen, wenn das Immunsystem erneut und stärker reagiert. Wenn Anlagen nicht sauber filtern, können sie Junge-Hülsing zufolge auch andere Allergene in hoher Konzentration in die Atemluft bringen.
Sick-Building-Syndrom: Klimaanlagen spielen eine Rolle – unklar ist, welche genau
Bei einem weiteren Phänomen fällt der Faktor Klimaanlagen auf: beim sogenannten „Sick-Building-Syndrom“. Ein Syndrom ist der Fachbegriff dafür, wenn mehrere Symptome immer oder häufig gemeinsam auftreten. Unter dem Sick-Building-Syndrom werden laut Umweltbundesamt Beschwerden wie tränende Augen, Kopfschmerzen, Juckreiz oder gereizte Schleimhäute zusammengefasst. Die Besonderheit: Diese Symptome treten nach einem längeren Aufenthalt in Büroräumen auf. Die Menschen fühlen sich krank, wenn sie abends nach Hause gehen.
In den 1990ern gab es dazu die umfangreiche ProKlimA-Studie mit rund 5.000 Teilnehmern. Mit Fragebögen, Messungen in den Büros und Gesundheitsdaten wurde versucht, Häufigkeit und Ursachen der Symptome zu ermitteln. Laut UBA äußerten Teilnehmer die meisten Beschwerden nach einem Aufenthalt in einem Büro mit Klimaanlage.
In einer Studie aus Indien, 2023 veröffentlicht, verglich man Gruppen von jeweils 200 Erwachsenen. Eine Gruppe benutzte mindestens sechs bis acht Stunden pro Tag Klimaanlagen. Die andere nicht, dort wurde natürlich belüftet. Die Klimaanlagen-Gruppe meldete häufigere Beschwerden und meldete sich öfter krank.
Krankheitsgefühl nach Büro: Zusammenspiel verschiedener Faktoren wahrscheinlich
„Es ist Fakt, dass sich immer Menschen, die in klimatisierten Büros arbeiten, häufiger beschweren als in natürlich belüfteten Büros“, sagt Dennis Nowak zur Studienlage. Allerdings wurde in der ProKlimA-Studie kein kausaler Zusammenhang zwischen Klimaanlagen, Schadstoffen und den Beschwerden identifiziert, so das UBA: „Ein konkreter Zusammenhang zu Schadstoffbelastungen ließ sich nicht nachweisen. Büros mit Klimaanlagen waren im Gegenteil oft sogar weniger belastet.“ Das UBA vermutet, dass Unbehagen Einzelner gegenüber Klimaanlagen und das Bevorzugen der „klassischen“ Fensterlüftung eine Rolle gespielt haben könnten.
Weshalb tritt dann das Syndrom häufiger in klimatisierten Räumen auf? Nowak vermutet, es könne mit der fehlenden Eigenbestimmung des Einzelnen über das Raumklima zusammenhängen. Anders als etwa in Räumen mit Fensterlüftung und Heizung sei man der Klimaanlage gewissermaßen ausgeliefert. „Die Klimaanlage wird natürlich nach dem Motto ‚One size fits all‘ auf einen mittleren Behaglichkeitsbereich eingestellt. Und da haben Sie halt an jedem Ende der Skala Leute, die sagen, es ist mir zu kalt, und andere sagen, es ist mir zu warm. Andere sagen, es ist mir zu trocken, und andere sagen, es zieht.“
Psychosoziale Faktoren auch wichtig für Gefühl in klimatisierten Räumen
Außerdem, sagt Nowak, sei der Zusammenhang zwischen dem SBS und einer Klimaanlage nicht eindimensional. „Statistisch gesehen geben Leute in klimatisierten Räumen häufiger Befindlichkeitsstörungen an als in nicht klimatisierten Räumen. Ganz wichtiger Prädiktor, also Vorhersage-Parameter für die Beschwerden, sind aber die psychosozialen Faktoren am Arbeitsplatz.“ Das heißt: schlechte PC-Software, Monotonie, ungünstige Arbeitsplatzmerkmale, wenig Kontrolle über die eigene Arbeit, viel Fremdbestimmtheit. „Das ist in solchen Räumen sozusagen der Risikofaktor, der dann gerne auf die Klimatisierung sozusagen subjektiv bezogen wird.“
In einer Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2024, in der 134 Studien zum SBS ausgewertet wurden, schreiben die Autorinnen und Autoren zum Beispiel: „Im Allgemeinen sind die Zufriedenheit mit der Wohnsituation, das Herkunftsland, der Bildungsstand und der Beschäftigungsstatus bei beiden Geschlechtern prädiktive Faktoren für das Auftreten von SBS.“ Einwanderer hätten etwa tendenziell mehr SBS-Symptome als Einheimische.
Auch das UBA beurteilt die Studienlage so, „dass persönliche Faktoren und Empfindungen der Betroffenen, ihre Tätigkeit und die Benutzerfreundlichkeit ihres Arbeitsplatzes oft entscheidender für das Auftreten des Sick-Building-Syndroms waren als die Einflüsse des Bürogebäudes“.
Fazit
Klimaanlagen verursachen keine Erkrankungen. Für eine Erkältung oder andere Infekte braucht es immer Erreger wie Viren oder Bakterien. Klimaanlagen können Atemwegserkrankungen aber begünstigen, weil sie die Luft kühlen und entfeuchten. Beides kann die Immunabwehr beim Menschen schwächen.
Falls Klimaanlagen schädliche Stoffe ausstoßen, zum Beispiel weil sie nicht oder schlecht gewartet werden, können diese Stoffe beispielsweise Lungenerkrankungen auslösen. Experten schätzen die Anzahl solcher Fälle als gering ein.
Klimaanlagen könnten laut Studien eine Rolle beim sogenannten Sick-Building-Syndrom spielen. Der genaue Zusammenhang und was solche Symptome wie trockene Augen oder Kopfschmerzen wirklich auslöst, ist aber derzeit unklar. Experten vermuten ein Zusammenspiel aus verschiedenen Faktoren, darunter auch psychosoziale Einflüsse am Arbeitsplatz.

