Cristina (39) arbeitet als Gesundheits- und Krankenpflegerin im DKMS Collections Center Köln. Ihr Job: Stammzellspenden vorbereiten, Spender während der mehrstündigen Entnahme betreuen und die Stammzellen für den Weitertransport fertigmachen.
In ihrer Arbeit als Pflegerin bei der DKMS unterstützt sie Stammzellspenden unter anderem für Blutkrebspatienten. Insgesamt haben seit der Gründung der DKMS im Jahr 1991 bis heute rund 105.000 Menschen in Deutschland Stammzellen oder Knochenmark gespendet. Damit stammen rund drei Viertel aller DKMS-Stammzellspenden weltweit aus Deutschland. Hierzulande sind über acht Millionen Menschen als potenzielle Spender registriert (von insgesamt 13,4 Millionen potenziellen Spendern weltweit). 75 Prozent der Spenden aus Deutschland gehen ins Ausland, in bisher rund 60 Länder.
Von der Arbeit auf der Intensivstation zur DKMS
Nach ihrem Abitur machte Cristina eine dreijährige Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Nach zwei Jahren Arbeit auf der Intensivstation führte der berufliche Weg ihres Mannes die Familie ins Ausland. Von 2011 bis 2015 arbeitete Cristina in Teilzeit an einer amerikanischen Schule in Shanghai.
Es folgten Jahre in den USA, in denen sie eine berufliche Pause einlegte, bevor es zurück nach Deutschland ging – zunächst nach Hamburg, wo sie zwei Jahre lang erneut in Teilzeit arbeitete. „Nach meiner dritten Tochter wurde mir wichtig, dass ich vor allem für meine Familie da bin, also habe ich nach Alternativen gesucht“, sagt Cristina. Deshalb fing sie 2023 nach ihrem Umzug nach Köln mit 60 Prozent Teilzeit bei der DKMS an.
Wie die Suche nach Stammzellspendern abläuft
Die DKMS (externer Link) ist als gemeinnütziger GmbH-Verbund organisiert, sie verfolgt kein kommerzielles Geschäftsmodell und ist nicht gewinnorientiert. Wer helfen möchte, fordert online ein Set an oder macht bei einer Aktion vor Ort mit. Ein kurzer Wangenabstrich mit Wattestäbchen genügt. Im Labor wird die Probe analysiert und anonym im Register gespeichert.
Erkrankt jemand an Blutkrebs und findet in der eigenen Familie keinen passenden Spender, sucht die Klinik im weltweiten Register. Passt die Spende zu den Werten des Patienten, meldet sich die DKMS beim Spender für genaue Nachuntersuchungen. Wird ein „Zwilling“ gefunden, braucht es einen gründlichen medizinischen Check-up. Erst wenn der Arzt grünes Licht gibt, kommt es zur Spende.
Was verdient eine DKMS-Pflegerin?
Cristina verdient bei 24 Wochenstunden einen Bruttolohn von 2.752 Euro im Monat. Ihr Teilzeit-Grundgehalt liegt bei 2.375 Euro. Dazu kommen Zulagen für ihre Rolle als Medizinproduktebeauftragte in Höhe von 200 Euro, 150 Euro für Wechseldienste und ein Jobticket-Zuschuss von 27 Euro. Nach Abzug von Steuern, Abgaben und Ticket bleibt Cristina ein Netto von 1.883 Euro.
Zusätzlich zahlt die DKMS 59 Euro in eine betriebliche Altersvorsorge. Bei Rufbereitschaften kommen 500 Euro brutto extra hinzu. 2025 betrug Cristinas Jahresbrutto 37.005 Euro. Würde Cristina 40 Stunden in Vollzeit arbeiten, läge ihr Grundgehalt bei 3.959 Euro – und damit unter dem Median von 4.587 Euro.
„Meine Arbeit ist familienfreundlich, ich bin froh, dass ich arbeiten und mich um meine Kinder kümmern kann“, sagt Cristina. Für sie lohnt sich ihr Beruf.

