Auch zweieinhalb Monate nach dem Aus der Produktion im mittelfränkischen Dietenhofen kommt die Spielzeugmarke Playmobil nicht zur Ruhe. Wie eine Sprecherin der Horst Brandstätter Group BR24 am Donnerstag bestätigte, verlässt nun Vorstand Bahri Kurter den Spielzeughersteller aus Zirndorf. Über die Gründe der personellen Veränderung schweigt das Unternehmen. Die einzige Information ist: „Es wird eine kurzfristige Nachbesetzung geben. Darüber werden wir zu gegebener Zeit informieren.“
Aus nach knapp vier Jahren
Die „Nürnberger Nachrichten“ (externer Link, möglicherweise Bezahl-Inhalt) hatten als erste über den Weggang von Kurter berichtet. Er war seit 2023 Vorstand für Entwicklung, Marketing und Vertrieb bei Playmobil. Die anderen beiden Vorstände des ehemaligen Trios, René Feser und Matthias Fauser, bleiben dem Unternehmen zufolge Vorstände der Horst Brandstätter Group und sind damit für das operative Geschäft zuständig.
Produktion nur noch im Ausland
Die für ihre Spielfiguren und Spielwelten bekannte Marke Playmobil kämpft seit Längerem mit sinkenden Umsätzen. 700 Stellen wurden zuletzt im In- und Ausland abgebaut. Playmobil wird seit Juli dieses Jahres nur noch in Malta und Tschechien produziert.
52 Jahre Playmobil
Playmobil-Figuren können seit dem Jahr 1974 erworben werden. Die ersten Figuren waren Ritter, Indianer und Bauarbeiter. Erfinder von Playmobil war der Mustermacher und damalige Chefentwickler Hans Beck. Er realisierte die Idee eines neuen Spielsystems auf Wunsch von Firmeneigentümer Horst Brandstätter.
Der Markenname „Playmobil“ geht ebenfalls auf die beiden Männer zurück. Neben Playmobil gehört seit dem Jahr 2000 auch die Marke Lechuza zur Horst Brandstätter Group. Lechuza stellt Pflanzgefäße mit Bewässerung her.

