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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Woher die Kostensteigerungen in der Pflege kommen
Wirtschaft

Woher die Kostensteigerungen in der Pflege kommen

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 31. Juli 2024 08:06
Von Christin Freitag
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5 min. Lesezeit
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„Hallo Papa. Besuch ist da“, ruft Gabriele Hartl. Sie besucht ihren Vater im Pflegeheim Don Bosco der Caritas in Germering, südlich von München. Vor einem Jahr hat der 76-Jährige einen schweren Schlaganfall erlitten. Seitdem kann er sich kaum noch bewegen und fast nicht mehr sprechen.

Inhaltsübersicht
Eigenanteil in der Pflege: Preiserhöhung von bis zu 1.200 EuroPflegeheim-Betreiber kämpfen mit KostensteigerungCaritas erklärt alle RechnungspositionenStaatliche Förderung ist kaum zu spürenVerband der Ersatzkassen (vdek): Beunruhigende EntwicklungPräsident des Bezirkstages warnt

Die Familie ist froh, den Platz im Pflegeheim zu haben. „Zu Hause wäre es nicht gegangen“, berichtet Gabriele Hartl. Ihre Mutter ist ebenfalls 76 Jahre alt. Das Reihenhaus der Eltern sei zudem baulich nicht geeignet, um dort jemanden zu pflegen. Doch inzwischen stehen die Hartls vor einer Herausforderung, mit der sie nicht gerechnet hatten.

Eigenanteil in der Pflege: Preiserhöhung von bis zu 1.200 Euro

Bei Einzug betrug der sogenannte Eigenanteil, den die Familie aus eigener Tasche zahlen muss, monatlich 3.700 Euro. Nach Anstieg der staatlichen Zuschüsse zu den Pflegekosten im Januar waren es noch 3.500 Euro.

Doch nun hat die Caritas plötzlich eine Preiserhöhung von bis zu 1.200 Euro angekündigt: „Bitte planen Sie die angekündigte Erhöhung der Heimkosten in ihr Budget ein“, empfahl die Caritas. Schon jetzt würden aber nicht mal die Renten beider Eltern zusammen ausreichen, um damit die Pflege für den Vater finanzieren zu können, sagt Tochter Gabriele Hartl.

Pflegeheim-Betreiber kämpfen mit Kostensteigerung

Der Anstieg des monatlichen Eigenanteils von 3.500 Euro auf bis zu 4.700 Euro bei der Caritas zeigt auf drastische Weise, wohin sich die Preise für Pflegeplätze in Bayern entwickeln könnten.

Die in Germering angekündigte Erhöhung sei keinesfalls übertrieben, sondern orientiere sich an den steigenden Kosten, so Gabriele Stark-Angermeier, Vorständin des Caritasverbands München und Freising: „Es geht nicht um Gewinnorientierung. Sondern es geht um Kostendeckung. Wir müssen im Grunde genommen unseren Bau abzahlen und unser Personal bezahlen. Das ist das Wesentliche da dran.“

Caritas erklärt alle Rechnungspositionen

In dem Schreiben an die Bewohnerinnen und Bewohner schlüsselt die Caritas alle Rechnungspositionen einzeln auf. So würden etwa die Personalkosten um einen Sockelbetrag von 200 Euro und zusätzlich noch um 5,5 Prozent steigen. Im nächsten Jahr um weitere fünf Prozent. Die Lebensmittelpreise würden um 11,5 Prozent steigen. Der Wegfall der Energiepreisbremse wirke sich ebenfalls belastend aus.

Die sogenannten Investitionskosten steigen zwar nicht, sind aber mit 750 Euro im Monat bereits sehr hoch. Auch für die Pflegeinfrastruktur müssen Bewohnerinnen und Bewohner aufkommen. Der Bau neuer Altenheime und die Sanierung bestehender werde künftig zu den großen Kostentreibern in der Pflege gehören, gibt Caritas Vorständin Gabriele Stark Angermeier zu bedenken.

Staatliche Förderung ist kaum zu spüren

Aus dem bayerischen Gesundheits- und Pflegeministerium ist zu erfahren, dass Bayern in den vergangenen vier Jahren den Bau neuer Pflegeheime bereits mit 273 Millionen Euro gefördert hat. In vielen Heimen ist davon wenig zu spüren.

Gabriele Hartls Vater muss neben 750 Euro Investitionskosten auch noch eine Miete von 469 Euro zahlen, sie soll auf bis zu 642 Euro erhöht werden – für circa 15 Quadratmeter ohne eigenes Bad.

Verband der Ersatzkassen (vdek): Beunruhigende Entwicklung

Vom Verband der Ersatzkassen (vdek) werden jährlich die durchschnittlichen Eigenanteile in den Pflegeheimen berechnet. Das war auch Anfang Juli wieder so. Die Entwicklung sei beunruhigend, findet der Leiter der vdek-Landesvertretung Bayern, Thomas Hackenberg. Der durchschnittliche Eigenanteil in Bayern liege bei 2.814 Euro pro Monat.

Die immer weiter steigenden Heimkosten würden sich zunehmend negativ auf die Stimmung in den Häusern auswirken. Das beobachtet etwa Patrick Bruhn, Referent für den Bereich der stationären Pflege beim Bayerischen Roten Kreuz. Dramatisch fände er die Entwicklung und dass gar die Quote an Sozialhilfeempfängern steige. Viele hätten Angst davor.

Präsident des Bezirkstages warnt

Immer mehr Sozialhilfeempfänger aufgrund steigender Heimkosten? Das sei keine Lösung. So sehen es auch die Bayerischen Bezirke als Sozialhilfeträger. Der Präsident des bayerischen Bezirkstags, Franz Löffler (CSU), warnt: Es dürfe kein Normalzustand sein, dass pflegebedürftige Menschen im Alter zu Fällen für die Sozialhilfe werden. Die aktuellen Kostensteigerungen überforderten nicht nur die Selbstzahlerinnen und Selbstzahler, sondern auch die kommunalen Haushalte.

Doch eine Lösung des Problems scheint derzeit nicht in Sicht zu sein.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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