Im Rennen der weltweit größten Sportartikelhersteller kommt aktuell niemand Adidas hinterher. 7,3 Milliarden Euro Umsatz machte das Unternehmen allein im letzten Quartal. Währenddessen steckt Konkurrent Puma in Herzogenaurach weiter in einem tiefgreifenden Umbau. Nike, der Branchenprimus seit nunmehr fast 40 Jahren, schwächelt enorm und legt ein Sparprogramm nach dem anderen auf. Und so bestärkt Adidas-Chef Björn Gulden selbstbewusst das Ziel: Sein Unternehmen wolle zurück auf die Nummer eins. Das klingt nach Attacke, hat aber Fußnoten.
Kein Zeitplan für die Nummer eins
Gleich im Nachsatz relativiert Gulden bei der Vorstellung der Geschäftszahlen sein Mantra. Man wolle in den meisten Märkten an die Spitze kommen, eher nicht im Nike-Heimmarkt, den USA. Und einen genauen Zeitplan für den Weg zurück auf den Sportartikelthron gibt es nicht. Der wäre auch riskant, da weiter gut drei Milliarden Euro Unterschied zwischen den aktuellen Quartalszahlen von Adidas und Nike sind. Dabei könnte Adidas aber erst einmal weiter Boden gutmachen, denn Nike rechnet auch im kommenden Jahr nicht mit steigenden Umsätzen.

