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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Suedlink: Erste Kabel für die Stromtrasse sind unter der Erde
Wirtschaft

Suedlink: Erste Kabel für die Stromtrasse sind unter der Erde

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 22. Oktober 2024 11:53
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Der Trick mit dem Gleichstrom

Suedlink soll Gleichstrom transportieren. Dabei geht weniger Energie verloren als beim Transport von Wechselstrom. Konverter an den Endpunkten der Stromtrasse wandeln den Gleichstrom in Wechselstrom um.

Inhaltsübersicht
Der Trick mit dem GleichstromErster Strom ab Ende des Jahres 2028Komplizierte Planungsverfahren, anspruchsvolle BauarbeitenNeuer Söder-Vorstoß für mehr oberirdische LeitungenAuswirkungen auf den Strompreis noch unklarVideo: Tennet-Baustellentraining mit 3D-Video und Schauspielern in Nürnberg

Erster Strom ab Ende des Jahres 2028

Experten halten den Ausbau des Stromnetzes im Zuge der Energiewende für notwendig. Bürgerinitiativen und Aktionsbündnisse hatten in der Vergangenheit immer wieder Bedenken an dem Megaprojekt geäußert und mit Klagen gedroht. Sie fürchten unter anderem negative Auswirkungen auf Landwirtschaft und Umwelt. 

Ursprünglich sollte die Nord-Süd-Trasse schon 2022 fertig sein. Nach derzeitiger Planung könnte der erste Strom Ende 2028 fließen. Der Zeitplan sei ambitioniert, aber realistisch, betonte der Tennet-Sprecher. Für Planung und Bau im Norden des Landes ist Tennet zuständig, TransnetBW verantwortet Mittel- und Süddeutschland. 

Komplizierte Planungsverfahren, anspruchsvolle Bauarbeiten

Schon die Planungs- und Genehmigungsverfahren sind langwierig, weil die Stromkabel unter anderem durch private Grundstücke und Felder verlaufen. Die Leitungen müssen nun unter der Erde verlegt werden – teilweise unter Flüssen, Autobahnen und Infrastruktur.

Manche Straßen müssen verstärkt werden, damit die schweren Baufahrzeuge überall passieren können. Bei Glückstadt in der Nähe von Hamburg entsteht für die Trasse ein eigener Elbtunnel, ein anderes Teilstück wird 200 Meter unter der Erde in einem Salzbergwerk bei Heilbronn verlegt. Bei Bergrheinfeld fanden und sicherten Archäologen ein umfangreiches prähistorisches Gräberfeld.

Neuer Söder-Vorstoß für mehr oberirdische Leitungen

Bei der Verlegung von Erdkabeln wird weniger in das Landschaftsbild eingegriffen als bei Strommasten, es kostet allerdings mehr Geld. Die Betreiber rechnen nach eigenen Angaben mit etwa zehn Milliarden Euro.

Für Aufsehen sorgte zuletzt ein Vorstoß von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der das von seinem Vorgänger Horst Seehofer abgegebene Votum für unterirdische Stromtrassen zuletzt infrage stellte und nun für preiswertere Hochspannungsleitungen plädiert.

Auswirkungen auf den Strompreis noch unklar

Was die künftige Inbetriebnahme von Suedlink für die Strompreise bedeutet, ist unklar. Fest steht, dass die Kosten des Projekts über Jahrzehnte auf die Netzentgelte umgelegt werden und damit bei den Verbrauchern landen. Gleichzeitig soll die neue Trasse Engpässe in der Stromversorgung verhindern – das spart Geld. Im besten Fall muss weder Strom dazugekauft werden, noch müssen zusätzliche Kraftwerke hochgefahren werden.

Video: Tennet-Baustellentraining mit 3D-Video und Schauspielern in Nürnberg

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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