WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Börsen-Ticker: DAX verliert, im Fokus Douglas und Aroundtown
    29. Mai 2024
    Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet
    29. Mai 2024
    Unternehmen in Schieflage: Stadt Kelheim hilft Faserhersteller
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Braucht Deutschland ein eigenes Kampfflugzeug?
    5. März 2026
    Auszubildende auf dem Land: Wie Betriebe um junge Leute kämpfen
    5. März 2026
    Iran-Krieg: Hohe Gaspreise treffen auf leere Gasspeicher
    4. März 2026
    Adidas meldet Rekordumsatz und verlängert mit Gulden
    4. März 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    Portal bietet Wetten auf Deutsche-Bahn-Verspätungen an
    5. März 2026
    Influencer in Dubai: Warum posten alle das Gleiche zum Krieg?
    4. März 2026
    Glasfaser: Braucht das wirklich JEDER?
    4. März 2026
    Paramount kauft Warner: Was heißt das für Film- und Serien-Fans?
    3. März 2026
    Wird der Iran-Konflikt zum Cyber-Krieg?
    3. März 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Zuckerfasten: Was der Verzicht auf Zucker der Gesundheit bringt
    5. März 2026
    Jagd auf den Wolf: Das steht im neuen Gesetz
    5. März 2026
    Urzeit-Krimi: Woran die Riesenlurche wohl gestorben sind
    4. März 2026
    Adipositas: Warum Übergewicht im Kopf beginnt
    4. März 2026
    Heidelbeeren vs. Blaubeeren: Das steckt wirklich im Superfood
    4. März 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    „Schönheit kein Kriterium mehr“: Miss-Germany-Finale in München
    5. März 2026
    Superbloom 2026: Eine Woche Olympiapark – diese Acts kommen
    5. März 2026
    Ticker-Nachlese: Die besten Sprüche am Nockherberg 2026
    5. März 2026
    Bricht Sarah Engels den deutschen ESC-Fluch?
    5. März 2026
    Wenn Gott die Hutschnur reißt: Zinners erste Fastenrede
    4. März 2026
  • Lesezeichen
Gerade: „Köln 75“: Spielfilm über Keith Jarrets legendäres Köln Concert
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > „Köln 75“: Spielfilm über Keith Jarrets legendäres Köln Concert
Kultur

„Köln 75“: Spielfilm über Keith Jarrets legendäres Köln Concert

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 10. März 2025 07:47
Von Uta Schröder
Teilen
6 min. Lesezeit
Teilen

 

Dieser Film liebt didaktische Vergleiche. Das beginnt schon im Vorspann. Von Michelangelos Sixtinischer Kapelle ist da die Rede. Einem absoluten Überkunstwerk. Und von einem Überkunstwerk will ja auch dieser Film erzählen: der legendären Kölner Klavier-Soloimprovisation von Keith Jarrett.

Inhaltsübersicht
Im Fokus steht die Konzertveranstalterin Vera BrandesRegisseur Ido Fluk traut der eigenen Geschichte nichtJazz-Nachhilfe aus dem OffJarrett hat die Musikrechte nicht rausgerückt

Im Fokus steht die Konzertveranstalterin Vera Brandes

Ehe man sich aber fragen kann, ob dieser Vergleich nicht doch ein bisschen schief ist, wird der schon wieder kassiert. Das Werk soll hier gar nicht im Fokus stehen. Dieser Film sei ein Film über das Gerüst, schließt der Vorspann seinen kleinen kunstgeschichtlichen Exkurs. Auf einem solchen Gerüst stand Michelangelo, als er seine Fresken gemalt hat. Und auch Jarrett stand auf einem, im übertragenen Sinn zumindest. Sein Gerüst war die Konzertveranstalterin Vera Brandes. Ohne sie hätte er sich in Köln nicht ans Klavier gesetzt. Und um sie dreht sich also dieser Film.

50 Jahre wurde das Köln Konzert im Januar alt. Wie es dazu kam, oder besser, wie es fast nicht dazu kam, diese Geschichte wurde zum Jubiläum leidlich oft erzählt: Jarrett hat einen Konzertflügel bestellt, in der Kölner Oper wartet aber ein kaputter Stutzflügel auf ihn, darauf kann er natürlich nicht spielen, will abreisen, dann bequatscht ihn Vera Brandes, sodass er sich am Ende doch noch an das Schrottinstrument setzt und – logisch – ein Jahrhundertalbum einspielt.

Regisseur Ido Fluk traut der eigenen Geschichte nicht

Nette Geschichte, aber trägt sie auch einen Spielfilm? Eher nicht. Erst will er nicht, dann tut er’s doch. So ist das halt manchmal. Dass eine tollkühne Mala Emde als Vera Brandes dazwischen wahnsinnig viel hin- und herrennt, kaschiert kaum, dass hier spannungsmäßig nicht übertrieben viel los ist. Und das scheint auch Regisseur Ido Fluk geahnt zu haben, der deshalb dem beinahe-Drama am Tag des Konzerts noch zwei weitere Kapitel vorangestellt hat.

Im ersten Teil geht es um die Vorgeschichte von Vera Brandes: Wie sie als 16-Jährige über Nacht zur Konzertveranstalterin wird. Wie sie sich durch Sex, Drugs und Jazz von ihrer ultrabürgerlichen Familie zu emanzipieren versucht. Und sich von ihrem Zahnarztpapa (mit herrlich verkniffenem Bluthochdruckgesicht: Ulrich Tukur) als Hure beschimpfen lassen muss.

Im zweiten Teil dann tuckert Jarrett (eisern genervt: John Magaro) im Auto von der Schweiz nach Köln. Anreise zum Konzert, eine schlaflose Nacht in einem klapprigen Renault. Produzent Manfred Eicher (zum Ankuscheln müde: Alexander Scheer) sitzt am Steuer, ein Jazzjournalist (zottelig-tapsig: Michael Chernus) auf der Rückbank. Das ist übrigens die Stelle, an der der Film am deutlichsten von den „wahren Begebenheiten“ abweicht, von denen er erzählen möchte. Den Journalisten auf der Rückbank gab es nicht.

Jazz-Nachhilfe aus dem Off

Der Film braucht ihn aber, damit er Jarrett bierernste Fragen stellt, auf die der dann tiefsinnige Antworten geben kann. Journalist Michael ist der Anwalt des Publikums, das ja wohl nicht nur eine nette Geschichte erzählt bekommen, sondern auch ein bisschen was über Jazz lernen will, gell? Dankenswerterweise unterstreicht er deshalb auch gewissenhaft („That’s very good“), wenn Jarrett oder Eicher etwas besonders Interessantes sagen. Und er durchbricht die vierte Wand, wenn ein bisschen mehr Jazz-Nachhilfe nötig ist.

Diese metafiktionalen Spielereien könnten ganz lustig sein, sind aber oft ein bisschen sehr gut gemeint. Was so erstaunlich an einer Improvisation ist, macht Michael etwa klar, indem er einer klassischen Pianistin den Bach vom Notenpult klaut. Ergebnis: Sie kann nicht mehr spielen. Wow. Kurz darauf nennt er dann Miles Davis den Michael Jordan des Jazz. Das schreit derart nach Hey-Kids-Didaktik, dass man ihn gerne für ein Praktikum im Schulfunk anmelden würde.

Jarrett hat die Musikrechte nicht rausgerückt

Das Hauptproblem ist aber ein anderes: Dieser Film redet zwar über Jazz. Aber er zeigt ihn nicht, zumindest so gut wie nicht. Jarrett selbst dürfte daran nicht ganz unschuldig gewesen sein. Weder wollte der sich nämlich an diesem Filmprojekt beteiligen, noch gab er die Rechte an seiner Musik frei. Kein Köln Concert also. Das ist – da kann man schwer drumrumreden – eine gewisse Hypothek für einen Film über das Köln Concert.

Stattdessen spielt hier der Schweizer Pianist und Theatermusiker Pianist Stefan Rusconi. Zwar ist dessen Musik für sich genommen interessant, aber dass das hier alles nur pseudo ist, dass das näher dran ist an Neoklassik, als an Jarretts pianistischem Super G, das hört man leider sofort. Da hilft auch nicht die entrückte Mine von Mala Emde im Publikum. Weder findet dieser Film also den richtigen Sound, noch wirklich interessante oder überraschende Bilder, um dem auf die Spur zu kommen, was das Köln Concert ausmacht. Das kann die Live-Aufnahme immer noch besser.

 

Dir gefällt vielleicht

„Schönheit kein Kriterium mehr“: Miss-Germany-Finale in München

Superbloom 2026: Eine Woche Olympiapark – diese Acts kommen

Ticker-Nachlese: Die besten Sprüche am Nockherberg 2026

Bricht Sarah Engels den deutschen ESC-Fluch?

Wenn Gott die Hutschnur reißt: Zinners erste Fastenrede

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
Vorheriger Artikel Bayerns Firmen setzen auf KI: Was das für Angestellte bedeutet
Nächster Artikel Schauspieler Hans Peter Korff im Alter von 82 Jahren gestorben
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

„Schönheit kein Kriterium mehr“: Miss-Germany-Finale in München
Kultur 5. März 2026
Zuckerfasten: Was der Verzicht auf Zucker der Gesundheit bringt
Wissen 5. März 2026
Portal bietet Wetten auf Deutsche-Bahn-Verspätungen an
Netzwelt 5. März 2026
Superbloom 2026: Eine Woche Olympiapark – diese Acts kommen
Kultur 5. März 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?