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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > IWF dämpft Ausblick – Trumps Zölle bremsen Weltwirtschaft aus
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IWF dämpft Ausblick – Trumps Zölle bremsen Weltwirtschaft aus

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 22. April 2025 14:49
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Der Internationale Währungsfonds rechnet angesichts der aggressiven Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump mit einer globalen Wachstumsflaute und senkt auch die Prognose für Deutschland. Der Fonds mit Sitz in Washington geht in diesem Jahr für die Bundesrepublik von einem Nullwachstum aus, wie aus den Daten der neuen Konjunkturprognose hervorgeht. Das sind 0,3 Prozentpunkte weniger als noch im Januar angenommen. 

Inhaltsübersicht
So blickt der IWF auf DeutschlandSo blickt der IWF auf den EuroraumIWF-Prognose in einer außergewöhnlichen Lage

Der IWF hat auch seine Vorhersage für die Weltwirtschaft gesenkt. Sie soll mit 2,8 Prozent deutlich langsamer wachsen als noch im Januar prognostiziert (minus 0,5 Prozentpunkte). Die Weltwirtschaft werde auf eine harte Probe gestellt, schreibt IWF-Chefvolkswirt Pierre-Olivier Gourinchas mit Blick auf die Handelsstreitigkeiten. Das globale Wirtschaftssystem werde neu justiert. 

So blickt der IWF auf Deutschland

Die deutsche Wirtschaft steckt in einer langen Schwächephase – und die könnte erstmal weitergehen. Die zentrale Prognose des IWF sieht Deutschland beim Wachstum in diesem Jahr erneut als Schlusslicht unter den G7-Industrienationen. Erst für das kommende Jahr ist der IWF optimistischer: Er erwartet dann ein Wachstum von 0,9 Prozent – das sind aber immer noch 0,2 Prozentpunkte weniger als im Januar prognostiziert. 

Während die IWF-Prognose Deutschland in diesem Jahr Stillstand bescheinigt, hatten führende deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute immerhin ein Mini-Wachstum von 0,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) prognostiziert. Die geschäftsführende Bundesregierung will erneut ihre Konjunkturprognose senken und erwartet für dieses Jahr ebenfalls eine Stagnation. 

So blickt der IWF auf den Euroraum

Das Wirtschaftswachstum im Euroraum soll unterdessen in diesem Jahr im Vergleich zur Januar-Prognose um 0,2 Prozentpunkte auf 0,8 Prozent sinken. Als Gründe nennt der IWF vor allem Unsicherheit und Zölle. Im Jahr 2026 soll das Wachstum im Euroraum demnach bei 1,2 Prozent liegen (minus 0,2 Prozentpunkte).

Für den Aufschwung sorgen demnach steigender Konsum durch reale Lohnzuwächse und mehr finanzpolitische Spielräume in Deutschland mit Blick auf die Lockerung der Schuldenbremse für Verteidigung.

IWF-Prognose in einer außergewöhnlichen Lage

Der IWF betont, dass die globale Konjunkturprognose unter „besonderen Umständen“ erstellt worden sei. Hintergrund ist das heftige Zollpaket, das Trump am 2. April angekündigt hat und das sowohl universelle als auch mittlerweile vorläufig ausgesetzte wechselseitige Zölle vorsieht.

Die zu diesem Zeitpunkt fast abgeschlossenen Prognosen hätten über Bord geworfen werden müssen, so der Fonds. „Obwohl viele der geplanten Zollerhöhungen vorerst auf Eis gelegt wurden, hat die Kombination von Maßnahmen und Gegenmaßnahmen die Zollsätze in den USA und weltweit auf ein Jahrhunderthoch getrieben.“

Die Weltwirtschaft habe sich während der schweren Schocks der vergangenen vier Jahre als erstaunlich widerstandsfähig erwiesen und trage immer noch erhebliche Narben davon, hieß es weiter. Nun bestehe die Gefahr, dass die Handelsspannungen durch Vergeltungsmaßnahmen weiter zunehmen, auch die Inflation könnte wieder angeheizt werden. Die Unsicherheit belaste das Wachstum. Der IWF hat angesichts der komplexen Situation neben seiner zentralen Vorhersage, der sogenannten Referenzprognose, noch zwei weitere Vorhersagen vorgelegt. Keine der Prognosen sagt eine Rezession voraus.

Mit Informationen von dpa

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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