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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Pünktlich zum Asteroidentag: Zwei Brocken fliegen an Erde vorbei
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Pünktlich zum Asteroidentag: Zwei Brocken fliegen an Erde vorbei

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 27. Juni 2024 06:49
Von Michael Farber
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3 min. Lesezeit
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Am 30. Juni, dem Internationalen Tag des Asteroiden, wird auf die potenzielle Bedrohung der Erde durch Himmelskörper aufmerksam gemacht – und diesmal ziehen fristgerecht binnen gut 40 Stunden zwei große Brocken an der Erde vorbei. Die Dimensionen dieser Himmelskörper hätten bei einem Einschlag auf dem Blauen Planeten verheerende Folgen. Das Büro für Asteroidenabwehr der europäischen Raumfahrtbehörde Esa in Frascati bei Rom gibt allerdings Entwarnung: null Gefahr. 

Inhaltsübersicht
Ein Asteroid mit 2,3 Kilometern Durchmesser zieht vorbeiEiner der Himmelskörper kommt uns näher als der MondDie Menschheit wäre im Fall des Falles nicht mehr ganz wehrlos

Ein Asteroid mit 2,3 Kilometern Durchmesser zieht vorbei

An diesem Donnerstag fliegt demnach ein Asteroid mit einem Durchmesser von rund 2,3 Kilometern in rund 6,6 Millionen Kilometern Entfernung an der Erde vorbei. Bei einem Einschlag hätte ein Himmelskörper dieser Größenordnung katastrophale Folgen. Zum Vergleich: Im Februar 2013 explodierte ein etwa 20 Meter großer Asteroid über der Millionenstadt Tscheljabinsk. Durch die Druckwelle wurden rund 1.500 Menschen verletzt, meist durch splitterndes Fensterglas. 

Trotz der großen Entfernung kann der Asteroid bei klarem Nachthimmel der Esa zufolge mit einem besseren Teleskop beobachtet werden. Die Uhrzeit dafür passt auch ganz gut: Besonders nah ist der Himmelskörper laut Raumfahrtbehörde um 22.14 Uhr (MESZ). 

Einer der Himmelskörper kommt uns näher als der Mond

Nur gut 40 Stunden später, kurz vor dem Asteroidentag am 30. Juni, kommt ein zwischen 120 und 260 Metern großes sogenanntes NEO (Near-Earth Object) der Erde sehr viel näher. Mit nur rund 290.000 Kilometern ist er unserem Heimatplaneten dann näher als der Mond. Auch ihn kann man der Esa zufolge mit einem Teleskop am Nachthimmel beobachten – allerdings wohl nicht von Deutschland aus: Die größte Annäherung geschieht am Samstag um 15.46 Uhr (MESZ), also wenn es noch hell ist. 

Dieser Asteroid wurde den Angaben zufolge erst am 16. Juni entdeckt. Die Sichtung eines so großen Himmelskörpers erst eine Woche vor dem Vorbeiflug unterstreiche die Notwendigkeit, die Fähigkeiten einer Überwachung potenziell gefährlicher erdnaher Objekte zu verbessern, hieß es von der Esa.

Die Menschheit wäre im Fall des Falles nicht mehr ganz wehrlos

Die Menschheit ist mittlerweile nämlich nicht mehr ganz wehrlos gegenüber Asteroiden, die der Erde allzu nahekommen. Rechtzeitig erkannte und potenziell gefährliche Asteroiden könnten mit einiger Wahrscheinlichkeit von ihrer Bahn abgelenkt werden, erklären Experten.

So schlug als Teil einer Mission der US-Raumfahrtbehörde Nasa und der europäischen Raumfahrtbehörde Esa im September 2022 die Nasa-Sonde „Dart“ gezielt in den kleineren Teil eines Doppelasteroiden ein. Der Aufschlag veränderte tatsächlich die Umlaufbahn des kleinen Dimorphos um den größeren Teil namens Didymos. Noch in diesem Jahr soll die Esa-Sonde „Hera“ starten, um genauere Messwerte über den Doppelasteroiden und den Aufschlag zu bekommen. 

Mit Informationen von DPA

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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