Warum die Änderung?
OpenAI nennt als Grund für Änderung Effizienzgewinne. ChatGPT soll mittlerweile über eine Milliarde weltweite Nutzer haben – und nur die wenigsten zahlen Geld dafür. All diese Gratisnutzer mit Textnachrichten zu versorgen, ist ein aufwendiges Unterfangen, das nur durch das neue effizientere Modelle GPT-5.6 Luna möglich sein soll. Auch über die API – die Programmier-Schnittstelle – hat OpenAI den Preis für Luna erst um 80 Prozent gesenkt.
Ein weiterer Grund könnte jedoch Konkurrenzdruck sein. Insbesondere Googles Chatbot Gemini punktet bei vielen Nutzern mit viel Gratisangeboten – noch besser läuft es für alle Nutzer, die ohnehin für andere Aufgaben einen Google-Accound haben. ChatGPT ist nach wie vor Marktführer, wird aber von Gemini zunehmend unter Druck gesetzt.
Dazu kommen zahlreiche chinesische Anbieter wie DeepSeek und Kimi, die den amerikanischen Unternehmen zusätzlich Konkurrenz machen.
Kommt bald Werbung?
Und dann gibt es noch einen Baustein: Werbung. OpenAI arbeitet nämlich gerade mit Hochtouren daran, in mehr Ländern Werbung in seinen Chat-Antworten auszuspielen. Den Anfang gemacht haben die USA, Kanada und Australien, seit Juni sind auch Großbritannien, Japan und Brasilien dran. In all diesen Ländern erhalten Gratisnutzer mittlerweile kleine Werbeanzeigen in manchen ihren Antworten.
In Deutschland gibt es diese Funktion bisher noch nicht, das könnte sich aber bald ändern. Das Branchenmedium Digiday berichtete zuletzt über entsprechende Stellenausschreibungen – demnach könnten Frankfreich, Deutschland, Irland und Singapur die nächsten Länder sein, in denen Werbung ausgespielt wird.

