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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > „Heilig und keusch“: Papst positioniert sich zum Zölibat
Kultur

„Heilig und keusch“: Papst positioniert sich zum Zölibat

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 27. Juni 2025 15:49
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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Papst Leo XIV. hat sich am Mittwoch zweimal für die Beibehaltung des Zölibats, also der verpflichtenden Ehelosigkeit von Priestern, ausgesprochen. In einer Rede im Petersdom vor rund 400 Bischöfen und Kardinälen ermutigte er diese, den Zölibat einzuhalten. Es gehe nicht nur darum, sexuell enthaltsam zu leben, sondern „damit allen das wahre Bild der Kirche zu vermitteln, die in ihren Gliedern wie in ihrem Haupt heilig und keusch ist“, sagte Leo bei der Veranstaltung zum Heiligen Jahr 2025 in Rom.

Inhaltsübersicht
Papst verweist auf AugustinusZölibat bedeute nicht, alleine gestellt zu seinPflichtzölibat großes Diskussionsthema in Deutschland

Papst verweist auf Augustinus

Ebenso würdigte er in einer Audienz mit Seminaristen und Priesterausbildern aus Triveneto den priesterlichen Zölibat. In der Rede, die der Vatikan veröffentlicht hat, verweist Papst Leo auf eine Passage aus den Bekenntnissen des Heiligen Augustinus, der dieser Enthaltsamkeit begegnet war.

„Wie ein Vater wiederhole ich seine Worte, die dem unruhigen Herzen von Augustinus so gutgetan haben: Sie gelten nicht nur im Hinblick auf den Zölibat, der eine Gabe ist, die anerkannt, bewahrt und gefördert werden muss, sondern sie können euren gesamten Weg in diesem geweihte Amt leiten“, sagte der Pontifex in seiner Rede.

Zölibat bedeute nicht, alleine gestellt zu sein

Das Wort Gottes und die Sakramente seien „immerwährende Quellen, aus denen ihr immer neue Kraft für euer geistliches Leben und auch für euren pastoralen Einsatz schöpfen könnt“, sagte er weiter.

Zu den Sakramenten gehört auch die Priesterweihe, bei der die Männer versprechen, unverheiratet zu bleiben und enthaltsam zu leben, um so ihr Leben in den Dienst der Kirche zu stellen. Papst Leo XIV. betonte aber, Priester seien trotz Zölibat nicht auf sich alleine gestellt. Er rief die Seminaristen dazu auf, gerade mit den Mitbrüdern im Seminar die Gemeinschaft zu pflegen.

Pflichtzölibat großes Diskussionsthema in Deutschland

Sein Namensvorgänger Papst Leo IX., der um 1050 Oberhaupt der katholischen Kirche war, setzte damals das Pflichtzölibats durch, das bis dahin unter den Priestern nicht immer eingehalten wurde. Gerade in der katholischen Kirche in Deutschland, aber auch in anderen Ländern, wird immer wieder diskutiert, ob das Pflichtzölibat noch zeitgemäß ist. Es gilt als eines der großen Streitthemen – neben der Frauenweihe und dem Umgang mit queeren Menschen in der katholischen Kirche.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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