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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Nach „FCK AfD“ am Dom: Bistum distanziert sich von Licht-Aktion
Kultur

Nach „FCK AfD“ am Dom: Bistum distanziert sich von Licht-Aktion

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 22. Juli 2025 15:48
Von Uta Schröder
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4 min. Lesezeit
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„FCK AfD“ – so leuchtete es am Samstagabend groß auf der Fassade des Regensburger Doms, „FCK“ als Abkürzung für den englischen Ausdruck „fuck“. Nun hat sich das Bistum Regensburg von der ungenehmigten Licht-Projektion distanziert. „Leider wird der Dom in Regensburg immer wieder für politische Aktionen als Folie benutzt. Wir distanzieren uns von derartigen Provokationen“, so ein Sprecher des Bistums.

Inhaltsübersicht
Selbe Lichtinstallation wie schon 2024Protest bei Weidel-InterviewHat Vicky Leandros bei Gloria von Thurn und Taxis interveniert?900 Teilnehmer bei Demonstration in Regensburg

Selbe Lichtinstallation wie schon 2024

Beamte hätten bei einer routinemäßigen Kontrolle der Webcams in der Regensburger Innenstadt die Projektion am Dom entdeckt. Die Polizei habe daraufhin den Küster kontaktiert, um die Lichtquelle ausfindig zu machen. Der Spruch sei von einem 56-Jährigen an die Fassade projiziert worden. Dieser erhält laut Polizei jetzt eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen den bayerischen Denkmalschutz.

Manch einer fühlt sich da erinnert an den Januar 2024. Damals wurde derselbe Slogan auf den Dom projiziert. Ob es sich im aktuellen Fall um eine Protestaktion derselben Person handelt, teilte die Polizei nicht mit.

Protest bei Weidel-Interview

Auch in Berlin fand am Wochenende eine unangemeldete Aktion gegen die vom Bundesamt für Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestufte Partei statt. Das Künstlerkollektiv „Zentrum für Politische Schönheit“ (ZPS) störte das ARD-Sommerinterview mit Alice Weidel (AfD) am Sonntag. Das ZPS hatte in unmittelbarer Nähe des live ausgestrahlten Gesprächs lautstark Aufnahmen eines Augsburger Chors abgespielt, welcher „Scheiß AfD“ sang. In Regensburg war eigentlich heute Abend der Besuch von Alice Weidel bei den Thurn-und-Taxis-Schlossfestspielen erwartet worden. Ob sie kommt oder nicht, war aber bis zum frühen Abend immer noch unklar.

Hat Vicky Leandros bei Gloria von Thurn und Taxis interveniert?

Es gibt Gerüchte im Netz, dass die Sängerin Vicky Leandros, die am Montagabend auftreten wird, im Vorfeld Gloria von Thurn und Taxis angerufen und ihr gesagt haben soll, dass die AfD-Politikerin bei ihrem Konzert nicht willkommen sei. Das berichtet auch die Bild-Zeitung. Demnach habe die Sängerin gegenüber der Zeitung gesagt: „Ich stehe für Vielfalt, Toleranz, Menschenwürde, Menschenrechte und Internationalität. Ich bin mit fünf Jahren aus Athen nach Deutschland gekommen und wurde mit offenen Armen aufgenommen. So lebe ich auch. Ich habe Respekt vor jedem Menschen und lasse ihn so leben, wie es ihn glücklich macht.“ Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür noch nicht.

900 Teilnehmer bei Demonstration in Regensburg

Abseits der Veranstaltung fand in Regensburg eine Mahnwache statt. An der Demonstration am Emmeramsplatz nahmen schätzungsweise etwa 900 Personen teil, wie ein Polizeisprecher dem BR sagte. Die Demonstranten hielten Banner mit Aufschriften wie „Keine Zusammenarbeit mit der AfD“, „Kein Platz für Nazis“ und „#Weidelraus“ in den Händen.

Nach aktuellem Stand habe es keine größeren Störungen gegeben, aus polizeilicher Sicht sei die Demo friedlich, so die Beamten. Die Demonstration angemeldet hatte laut Polizeisprecher die „Initiative gegen Rechts“. Ob Alice Weidel tatsächlich zu Besuch im Schloss St. Emmeram war, dazu konnte der Sprecher keine Angaben machen.

Mit Informationen von KNA.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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