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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Abpfiff in München – darum geht die Sportmesse ISPO ins Ausland
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Abpfiff in München – darum geht die Sportmesse ISPO ins Ausland

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 1. Dezember 2025 12:49
Von Christin Freitag
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5 min. Lesezeit
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Über Jahrzehnte war die ISPO ein fester Termin im Münchner Messekalender. In diesen Tagen steigt sie ein letztes Mal, ehe es 2026 in Amsterdam weitergeht. Die Messe München spricht von einem „grundlegenden Neustart“ – ausgelöst durch veränderte Marktbedingungen.

Inhaltsübersicht
Langsamer ISPO-Niedergang seit CoronaDeutlicher Rückgang bei den Marken auf der ISPOSorgenfalten in der lokalen Wirtschaft wegen ISPO-EndeGelassenheit in der StadtverwaltungOptimismus bei ISPO-Veranstalter – und eine Hintertür bleibt offen

Langsamer ISPO-Niedergang seit Corona

Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk zeichnet der Sprecher der Messe München, Maximilian Heiler, eine langsame Erosion nach: Große Sportmarken hätten bereits um die Jahrtausendwende ihre Beteiligung reduziert und stärker auf eigene Endkunden-Formate gesetzt. Später habe die Digitalisierung diese Entwicklung beschleunigt, Direktvertrieb und digitale Kanäle seien günstiger und schneller geworden.

Hinzu kam die Pandemie als Beschleuniger: Corona habe die bereits veränderten Beziehungen zwischen Handel und Marken „nochmal verstärkt“ und die ISPO am Standort München weiter an Bedeutung verlieren lassen, so Heiler. Vor allem Outdoor-Marken hätten sich zunehmend gegen die Messe als Plattform entschieden.

Die Premiere in Amsterdam ist für den 3. bis 5. November 2026 geplant. Die Messe München bleibt Eigentümerin der Marke ISPO, geht aber ein Joint Venture mit der britischen Raccoon Media Group ein. Das neue Konzept soll internationaler, digitaler und Community-orientierter werden.

Deutlicher Rückgang bei den Marken auf der ISPO

Wie stark die Messe zuletzt unter Druck stand, ist in Zahlen sichtbar. Vor Corona wurden 80.000 Besucher gezählt, zuletzt nur noch 55.000, ohne Kooperationsveranstaltungen und -kongresse sogar nur 27.000. Auch die Zahl der Aussteller ging zurück. Große Marken wie Adidas, Nike und Puma setzen verstärkt auf eigene Events oder digitale Formate. Auf BR-Anfragen reagierten Adidas und Puma nicht.

Aus Handelssicht beschreibt der Händlerverbund SPORT 2000 die Lage als „Henne-Ei“-Problem: Ohne ein „ausreichend großes und interessantes Markenportfolio“ kämen weniger Händler – und ohne Händler weniger Marken. Gerade im Wintersportbereich habe die ISPO durch das Fehlen wichtiger Alpinski-Brands „ihren klassischen Kern verloren“, so Unternehmenssprecherin Carla Reuter. Zugleich werde der Kosten-Nutzen-Effekt von Standmieten, Reise- und Personalkosten immer schärfer geprüft. Von Amsterdam erhofft sich Reuter eine „frische, internationale Atmosphäre“.

Sorgenfalten in der lokalen Wirtschaft wegen ISPO-Ende

Für München hat der Weggang auch eine Standortdimension. Die Industrie- und Handelskammer verweist auf die gesamtwirtschaftliche Bedeutung des Messe- und Kongressgeschäfts: In einem durchschnittlichen Veranstaltungsjahr entstünden bundesweit etwa 3,3 Milliarden Euro Umsatz, rund 27.300 Arbeitsplätze würden gesichert, so IHK-Sprecherin Katharina Toparkus im BR-Interview. Ein Messebesucher gebe in München im Schnitt rund 590 Euro aus.

Die IHK bemängelt, dass die Messestandorte in München nicht alle erforderlichen Größensegmente abdecken. Daher würden zahlreiche Formate nicht realisiert. Um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Region langfristig zu sichern, sei eine zielgerichtete Erweiterung und Modernisierung der Kongressinfrastruktur erforderlich.

Auch der Hotel- und Gaststättenverband zeigt sich besorgt. Die ISPO sei insbesondere in der schwächeren Wintersaison ein wichtiger „Impulsgeber“, so Martin Stürzer von der DEHOGA-Kreisstelle München. Seit Corona seien kleinere Delegationen und kürzere Aufenthalte die Regel geworden. Jede wegfallende Großveranstaltung bedeute Umsatzrückgänge, so Stürzer, nicht nur für Hotels und Gastronomie, sondern auch für Taxis, Messebauer und Dienstleister. Der Fortzug der ISPO sei daher ein „Weckruf“.

Gelassenheit in der Stadtverwaltung

Das Referat für Arbeit und Wirtschaft (RAW) der Stadt München sieht den Weggang der ISPO ökonomisch zwar als Verlust, relativiert die Dimension aber deutlich. Während der ISPO seien Auslastung und Zimmerraten zwar höher, im Vergleich zu anderen Messen falle der Effekt aber „schwächer“ aus, so Referatssprecherin Maren Kowitz. Zur bauma etwa würden Zimmerraten von teils über 400 Euro erreicht, die ISPO liege eher bei 150 Euro.

Strukturelle Standortnachteile sieht sie nicht. München zähle weltweit zu den attraktivsten Messeplätzen, insbesondere bei B2B-Leitmessen für Industriegüter und Technologien. Um den Standort zu stärken, verweist das RAW auf den seit 2024 laufenden Bayerischen Kongressfonds, die Suche nach einem neuen Kongress- und Eventzentrum für 800 bis 3.000 Teilnehmende sowie eine geplante Stadtratsvorlage für einen Eventausschuss zur besseren Abstimmung großer Veranstaltungen. Langfristig sei die ISPO-Neuausrichtung deshalb eher ein Einzelfall ohne Signalwirkung für den Standort München.

Optimismus bei ISPO-Veranstalter – und eine Hintertür bleibt offen

Messe-Sprecher Heiler spricht von „großer Neugier“ auf das neue Konzept in der niederländischen Hauptstadt. Zugleich kann er noch keine Angaben machen, welche Marken oder Händler bereits zugesagt haben. Amsterdam ist, so scheint es, eine Wette mit ungewissem Ausgang. Eine Rückkehr nach München schließt Heiler ausdrücklich nicht aus.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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