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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Arbeitsmarkt: Teilzeit-Ausbildung kann Lücken schließen
Wirtschaft

Arbeitsmarkt: Teilzeit-Ausbildung kann Lücken schließen

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 31. Juli 2024 11:55
Von Christin Freitag
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6 min. Lesezeit
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„Schau mal, Paul, Du kannst Dir das Modul anschauen. Du machst das Kabel hier hinten durch.“ Paul Hüttner steht mit seinem Chef Andreas Wünsche in der Werkstatt des kleinen Elektrofachbetriebs in Bamberg. Auf dem Tisch liegen Kabel und ein Messgerät. Seit Oktober 2022 macht Hüttner in dem Ein-Mann-Betrieb eine Teilzeit-Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik. Er hat eine 32-Stunden-Woche, verteilt auf vier Tage. Meist ist er zwei Wochen im Betrieb, eine Woche in der Berufsschule und immer wieder bei einwöchigen Lehrgängen der Handwerkskammer Oberfranken.

Inhaltsübersicht
Bewusst für Teilzeit-Ausbildung entschiedenVier-Tage-Woche im ElektrofachbetriebTeilzeit-Azubi bringt viel Erfahrung mitTeilzeit-Ausbildung oder Umschulung in TeilzeitTeilzeit-Ausbildung bei Schulabgängern kaum nachgefragtBundesagentur: Teilzeit-Ausbildung noch zu wenig bekanntElektrofachbetrieb zahlt Facharbeiterlohn

Bewusst für Teilzeit-Ausbildung entschieden

Der 31-jährige Hüttner hat sich ganz bewusst für eine Ausbildung in Teilzeit entschieden. „Ich habe drei Kinder. Das macht halt Arbeit. Meine Frau arbeitet auch, weil irgendwo muss das Geld ja herkommen und wir haben einfach keine Zeit, mehr zu arbeiten.“ Dabei haben Paul Hüttner und seine Frau noch das Glück, dass die Großeltern bei der Kinderbetreuung unterstützen können.

Vier-Tage-Woche im Elektrofachbetrieb

Hüttners Teilzeit-Ausbildung mit der vier-Tage-Woche kommt seinem Chef Andreas Wünsche entgegen. Der führt seinen Elektrofachbetrieb in Bamberg bisher allein und hat montags sowieso geschlossen. Diesen Tag nutze er, um Büroarbeit oder Kundenbesuche zu machen und an Baustellenbesprechungen teilzunehmen. Für Andreas Wünsche ist Paul Hüttner ein Glücksfall. Viele Arbeiten im Elektrohandwerk könne man nicht allein durchführen, da sei ein Mitarbeiter hilfreich. Und Paul sei bereits gut qualifiziert für diese Ausbildung, „so jemanden lässt man nicht einfach gehen oder auf der Straße stehen.“

Teilzeit-Azubi bringt viel Erfahrung mit

Paul Hüttner hat eine Lehre als Kfz-Mechatroniker absolviert, sein Abitur nachgeholt, einige Semester Lehramt studiert, dann abgebrochen. Weil er seinen erlernten Beruf als Kfz-Mechatroniker schon länger als vier Jahre nicht mehr ausübt, hat ihm die Arbeitsagentur seine Teilzeit-Ausbildung als Umschulung genehmigt. Die wiederum wird finanziell gefördert.

Teilzeit-Ausbildung oder Umschulung in Teilzeit

Wilhelm Schmitt, Teamleiter des Arbeitgeberservices in der Arbeitsagentur Bamberg, erklärt dabei den Unterschied zwischen Teilzeit-Ausbildung und Umschulung: „Teilzeit-Ausbildung ist in jungen Jahren: Ich schließ’ meine Schule ab, bin 16,17,18,21 Jahre alt und beginne eine Ausbildung, die kann auch in Teilzeit gut ablaufen. Ich bin älter, hab schon mal Berufserfahrung gesammelt, möchte was Neues erlernen, dann sprechen wir von einer Umschulung, die auch gut in Teilzeit zu bewältigen ist.“

Während bei einer Teilzeit-Ausbildung der Betrieb ein angepasstes Ausbildungsgehalt bezahlt, bekommt ein Umschüler finanzielle Unterstützung durch die Arbeitsagentur, da er schon mitten im Leben steht, Berufserfahrung und vielleicht – wie Paul Hüttner – Familie hat. In seinem Fall übernimmt die Arbeitsagentur Bamberg 90 Prozent der Lohnkosten und 100 Prozent der Schul- und Lehrgangskosten.

Teilzeit-Ausbildung bei Schulabgängern kaum nachgefragt

Auf dem Arbeitsmarkt fehlen Auszubildende und Arbeitskräfte. Dabei könnten Arbeitgeber ihre Ausbildungsstellen auch in Teilzeit anbieten. Damit würden sie möglicherweise neue Zielgruppen ansprechen und könnten Lücken schließen. Bisher nehmen Schulabgänger die Teilzeit-Ausbildung kaum in Anspruch. 2022 wurden in Bayern mehr als 82.000 Ausbildungsverträge in Vollzeit abgeschlossen, aber lediglich 300 in Teilzeit. Bundesweit zeigt sich ein ähnliches Bild: rund 467.600 Ausbildungsverträge in Vollzeit, rund 2.200 in Teilzeit.

Das geht aus der Berufsbildungsstatistik des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden hervor. Die Teilzeitausbildung wird hauptsächlich von Schulabgängerinnen mit Kind wahrgenommen, von Jugendlichen mit psychischen oder körperlichen Problemen oder von jungen Leistungssportlern. Dabei steht sie – seit der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes im Jahr 2020 – allen offen.

Bundesagentur: Teilzeit-Ausbildung noch zu wenig bekannt

Nach Angaben von Daniel Terzenbach, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit (BA), entscheide sich nur jede hundertste Frau und jeder tausendste Mann für eine Teilzeit-Ausbildung. Das könne unter anderem auch daran liegen, dass diese Möglichkeit vielen Betrieben und jungen Menschen gar nicht bekannt ist, so Terzenbach weiter. Die Teilzeit-Ausbildung sei vor allem für junge Familien attraktiv, wenngleich sie natürlich geringer entlohnt werde, als eine Ausbildung in Vollzeit. Auch Umschulungen in Teilzeit fänden auf eher niedrigem Niveau statt, obwohl sie für viele Arbeitslose und Arbeit suchende Menschen oft der erste Einstieg in den Arbeitsmarkt sind, sagt der BA-Vorstand. Terzenbach sieht durchaus die Chance, dass Teilzeit-Ausbildungen den Kreis der Bewerberinnen und Bewerber nochmal erweitern können.

Elektrofachbetrieb zahlt Facharbeiterlohn

Andreas Wünsche bezahlt Paul Hüttner schon jetzt einen Gesellenlohn, damit er über die Runden kommt. 90 Prozent dieses Lohnes werden von der Arbeitsagentur Bamberg finanziert. Wünsche ist dankbar für die Unterstützung. Für ihn ist es eine Win-Win-Situation. Mit Paul Hüttner bekommt er eine Fachkraft für seinen Betrieb. Hüttner hat in seiner früheren Ausbildung zum Mechatroniker bereits einen Hochvolt-Kurs gemacht, so Wünsche. Dadurch ergäben sich viele Berührungspunkte zum Elektrohandwerk, freut sich der Elektromeister.

Auch Paul Hüttner sieht einen Gewinn in dieser Teilzeit-Umschulung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik. Auf diese Weise kann er Familie und Ausbildung zusammenbringen und den Beruf erlernen, der ihm Spaß macht. Sein Chef, Elektromeister Andreas Wünsche, wirft einen Blick in die Zukunft und meint schmunzelnd, seine Kunden würden sich auch freuen, wenn der Betrieb, sollte er einmal aufhören, von einem tüchtigen Nachfolger weitergeführt werde.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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