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Wirtschaft

BMW macht weniger Gewinn, trotzt aber der Konkurrenz

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 12. März 2026 12:48
Von Christin Freitag
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5 min. Lesezeit
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Zum letzten Mal hat Oliver Zipse als BMW-Chef Jahreszahlen vorgelegt. Sie sind mit einem nur leichten Gewinnrückgang besser als die der deutschen Konkurrenz. Die Prognose ist aber zurückhaltend.

Inhaltsübersicht
BMW bleibt an der Spitze der deutschen PremiumherstellerTechnologieoffenheit als ErfolgsrezeptBMW setzt auf „Neue Klasse“Verhaltene Prognose für 2026

Während VW und Mercedes deutliche Gewinneinbrüche gemeldet haben, ist der Umsatz des Konzerns zwar um 6,3 Prozentpunkte gesunken, auf rund 133 Milliarden Euro. Beim Überschuss gab es aber nur ein kleines Minus von drei Prozent. Der Gewinn liegt nun bei knapp 7,5 Milliarden Euro. Das hat der Münchner Autobauer am Donnerstag bekanntgegeben.

BMW bleibt an der Spitze der deutschen Premiumhersteller

BMW steht damit nach wie vor unangefochten an der Spitze der deutschen Premiumhersteller, vor Mercedes und Audi. Der Autokonzern hat es im vergangenen Jahr sogar geschafft, den Absatz ganz leicht, um ein halbes Prozent, zu steigern, auf rund 2,5 Millionen Fahrzeuge – trotz der Autozölle in den USA sowie eines schwachen Geschäfts in China.

Die Münchner haben zwar auch auf dem weltgrößten Automarkt im vergangenen Jahr aufgrund der starken Konkurrenz deutlich weniger Fahrzeuge verkauft, ein Minus von 12,5 Prozentpunkten. Allerdings konnte das Unternehmen dies durch mehr Verkäufe in anderen Ländern ausgleichen.

Das schaffte Mercedes nicht. Der Absatz der Stuttgarter sank auf unter 2,2 Millionen Fahrzeuge. Audi verliert in diesem Ranking seit Jahren an Boden, mit nun weniger als 1,7 Millionen weltweit abgesetzten Fahrzeugen im Vorjahr.

Technologieoffenheit als Erfolgsrezept

Bei genauem Hinsehen wird auch deutlich: Der Gewinn wäre im vergangenen Jahr noch deutlicher zurückgegangen, hätte das Unternehmen nicht viel weniger Geld für Forschung und Entwicklung, sowie für den Vertrieb und die Verwaltung ausgegeben. 2,5 Milliarden Euro weniger Aufwand in Summe seien der Profitabilität zugute gesenkt, so Finanzvorstand Walter Mertl.

Konzernchef Oliver Zipse hob daneben bei der Präsentation der Jahreszahlen die Strategie des Unternehmens hervor. Im Gegensatz zur Konkurrenz vermied es BMW immer, ein Datum für den Ausstieg aus dem Verbrenner zu nennen und fuhr zweigleisig. Von der Technologieoffenheit profitiere man noch heute, so Zipse.

Andere Hersteller dagegen, wie zum Beispiel Stellantis und Porsche, müssen Milliarden auf ihre hohen Elektroinvestitionen abschreiben. Die meisten Autobauer, auch Audi und Mercedes, haben ihre ehrgeizigen Elektroziele mittlerweile einkassiert. Dabei hat auch BMW in den vergangenen Jahren viel Geld in die Elektromobilität investiert, vor allem in die sogenannte „Neue Klasse“.

BMW setzt auf „Neue Klasse“

Nach der Weltpremiere auf der letztjährigen IAA starten die Auslieferungen des in Ungarn gebauten iX3. Aufgrund der hohen Nachfrage läuft das Werk in Debrecen laut BMW bereits im Zweischicht-Betrieb. Man habe bereits 50.000 Menschen, die das Auto bestellt haben, ohne es jemals gefahren zu sein, so Konzernchef Oliver Zipse. In der nächsten Woche kommt bereits das nächste Modell, der i3, der in München produziert wird.

Im vergangenen Jahr verkauften die Münchner bereits mehr als 442.000 reine Elektroautos. Das ist gemessen am Gesamtabsatz eine Quote von knapp 18 Prozent. Aufgrund der harten Konkurrenz und der weltweiten Herausforderungen erwartet der Vorstand in diesem Jahr keine weiteren Zuwächse bei den Auslieferungen, auch nicht bei den Elektroautos.

Verhaltene Prognose für 2026

Insgesamt rechnet BMW in diesem Jahr mit Auslieferungen auf dem Vorjahresniveau. Der Gewinn vor Steuern dürfte dabei „moderat“ sinken, so die Erwartung. Als Gründe nennt der Vorstand die hohen US-Autozölle, das anhaltend schwache Geschäft in China und „geringere Erlöse aus dem rückläufigen Gebrauchtwagenmarkt“.

Der bisherige Verlauf des Irankrieges ist für Zipse noch kein Grund, die Prognosen zu ändern. Man beobachte die Situation genau, es sei noch viel zu früh, um etwas zu sagen. Man hoffe, dass der Krieg möglichst schnell endet. Gut sei, dass man in allen Antriebsformen präsent sei, in allen Segmenten als globaler Hersteller. Man könne viel ausgleichen und sei auf Verschiebungen recht gut vorbereitet.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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