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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Depression im Job: Ansprechen oder verheimlichen?
Wissen

Depression im Job: Ansprechen oder verheimlichen?

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 30. März 2026 09:48
Von Michael Farber
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5 min. Lesezeit
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Sarah hat ein Geheimnis. Sie schiebt neben dem Studium Schichten in einem Berliner Medienunternehmen. Aber sie fällt oft aus. Bislang hat sie noch niemandem bei der Arbeit von dem wahren Grund erzählt.

Inhaltsübersicht
Die Mehrheit der Beschäftigten mit Depression schweigtViele fürchten Stigma und DiskriminierungDieser Moment ändert Sarahs Leben

„Ich hatte damals Angst. Ich dachte, dass sie mich direkt loswerden wollten, wenn ich das sage“, erzählt Sarah heute. Das Verheimlichen beschreibt sie als großen Druck. Als es ihr immer schlechter geht, rät ihre Psychotherapeutin ihr, in eine Klinik zu gehen. Mit der Aussicht, in der Arbeit wochenlang zu fehlen, reift in Sarah die Überzeugung: Jetzt muss und will sie sich ihrem Chef erklären.

„Ich war sehr aufgeregt vor dem Gespräch“, sagt Sarah, die damals Mitte 20 war. „Weil ich immer noch Angst hatte, der sagt: Okay, dann Tschüss.“ Als ihr Vorgesetzter sie anruft, zwingt sie sich dazu, die Wahrheit zu sagen.

Die Mehrheit der Beschäftigten mit Depression schweigt

Bundesweit erfüllt mehr als jeder vierte Erwachsene im Laufe eines Jahres die Kriterien einer psychischen Erkrankung. Das hat die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde ausgerechnet. Doch eine repräsentative Befragung der Stiftung Deutsche Depressionshilfe von 2021 ergab: Nur etwa ein Drittel der Beschäftigten mit Depression spricht am Arbeitsplatz darüber.

Grundsätzlich ist niemand verpflichtet, seinem Arbeitgeber von psychischen Problemen oder Erkrankungen zu erzählen. Zugleich wissen viele Betroffene nicht, wie sie bei der Arbeit mit ihrer psychischen Erkrankung umgehen sollen. Depressionen gehen oft nicht nur mit Niedergeschlagenheit, sondern auch mit Konzentrationsstörungen und Gereiztheit einher. Häufig sind die Symptome so ausgeprägt, dass Betroffene nicht mehr in der Lage sind, weiterzuarbeiten. Dadurch entstehen oft lange Fehlzeiten. Aus Angst vor Diskriminierung verschweigen aber viele Erkrankte die Gründe, warum sie in der Arbeit fehlen.

Viele fürchten Stigma und Diskriminierung

Die Sorge kann berechtigt sein. Der Münchner Psychotherapeut und Buchautor Sina Haghiri sagt im BR-Psychologie-Podcast „Die Lösung“: „Wenn der Arbeitgeber beispielsweise Vorurteile hat, dass jemand vielleicht weniger leistungsstark ist, selbst wenn die Erkrankung lange vorbei ist, dann ist es natürlich schwierig.“ Haghiri rät deshalb zur Vorsicht, wenn man noch in der Probezeit ist oder einen befristeten Vertrag hat.

Ein Unternehmen kann Mitarbeitende zwar theoretisch wegen einer psychischen Erkrankung kündigen, doch die rechtlichen Hürden dafür sind in Deutschland hoch. Eine Kündigung setzt zum Beispiel voraus, dass der Betrieb durch den Erkrankten erheblich beeinträchtigt ist. Außerdem muss ein Arzt einen negativen Krankheitsverlauf prognostizieren. Trifft beides zu, müssen noch weitere Kriterien erfüllt sein, um eine Entlassung als letztes Mittel zu rechtfertigen.

Psychotherapeut Haghiri sagt: „Die allermeisten meiner Patienten, die in der Arbeit von ihrer Depression erzählt haben, berichten von positiven Erfahrungen.“ Das deckt sich mit der Befragung der Depressionshilfe von 2021, wonach von denen, die im Job über ihre Erkrankung sprechen, mehr als zwei Drittel von guten Erfahrungen erzählen.

Dieser Moment ändert Sarahs Leben

Sarah weiß noch, dass sie im Auto saß, als ihr Chef anrief. „Das war der Moment, an dem ich gemerkt habe, oh mein Gott, meine ganzen Sorgen sind unbegründet“, erzählt sie. „Er hat gesagt, ich soll auf mich aufpassen, kennt das aus seiner Familie, und ich soll mir die Zeit nehmen, die ich brauche – danach kann ich wieder zurückkommen.“

Das Verheimlichen, unter dem sie so lange gelitten hatte, ist endlich vorbei. Die Erfahrung führt dazu, dass sie ihren Umgang mit ihrer psychischen Erkrankung ändert. Während ihrer Behandlung fängt sie an, ein Buch zu schreiben, in dem sie ihre Depression thematisiert.

Heute arbeitet Sarah als Journalistin in Köln und setzt sich dafür ein, dass offen über mentale Gesundheit gesprochen wird. Für sich selbst hat sie beschlossen, nur noch für Unternehmen zu arbeiten, für die ihre Erkrankung keine Rolle spielt. „Wenn ein Arbeitgeber überzeugt ist, dass eine Depression einen Mitarbeiter weniger wertvoll macht, brauch ich da gar nicht erst anfangen.“

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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