WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Börsen-Ticker: DAX verliert, im Fokus Douglas und Aroundtown
    29. Mai 2024
    Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet
    29. Mai 2024
    Unternehmen in Schieflage: Stadt Kelheim hilft Faserhersteller
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Metall- und Elektroindustrie schrumpft – doch es gibt Hoffnung
    2. Juni 2026
    Honig, Heizung, Benzin und Strom: Das ändert sich im Juni
    2. Juni 2026
    Kaufen oder leasen: Was beim E-Auto wirklich sinnvoll ist
    1. Juni 2026
    Ein Monat Mercosur: Bayerische Wirtschaft spürt erste Impulse
    1. Juni 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    Wie KI Videospiele zu einem interaktiven Film werden lässt
    1. Juni 2026
    Insiderwissen: Google-Mitarbeiter nach Online-Wetten angeklagt
    30. Mai 2026
    Warum man keine Fotos von seinen Händen posten sollte
    27. Mai 2026
    Wie KI den Journalismus unter Druck setzt
    26. Mai 2026
    Knorke oder Kokolores? „Boomerwort des Jahres“ gesucht
    22. Mai 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    CO2 zurückholen: Neue Technologien dringend gebraucht
    2. Juni 2026
    El Niño 2026 wird voraussichtlich Rekordtemperaturen bringen
    2. Juni 2026
    Die Augenbohne: Eine neue, proteinreiche Kulturart für Bayern?
    2. Juni 2026
    Verwandt mit Vögeln und Krokodilen: Neue Studie zu Schildkröten
    1. Juni 2026
    Schultoilette: So wird aus dem Horror-Örtchen ein sauberes Klo
    1. Juni 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    „Akt der Rache“: Was plant Putin mit Geheimdienstchef-Standbild?
    1. Juni 2026
    Zubin Mehta in München: Festkonzert zum 90. Geburtstag
    1. Juni 2026
    Die Essenz des Tanzes: Dokumentarfilm über Germaine Acogny
    31. Mai 2026
    Theater Ingolstadt: Stammhaus schließt – und nun?
    31. Mai 2026
    Hotelzimmer als Videothek: Room 30 im Münchner Hotel Olympic
    30. Mai 2026
  • Lesezeichen
Gerade: Psychologie-Content überall – Fluch oder Segen?
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Psychologie-Content überall – Fluch oder Segen?
Wissen

Psychologie-Content überall – Fluch oder Segen?

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 2. März 2026 08:47
Von Michael Farber
Teilen
4 min. Lesezeit
Teilen

 

Die letzte Beziehung: toxisch. Der Ex-Freund: sicher ein Narzisst. Begriffe, die eigentlich aus der Psychotherapie stammen, sind längst in der Alltagssprache junger Menschen angekommen. „Vor allem in den sozialen Medien habe ich das Gefühl, dass das Wort Narzissmus sehr, sehr häufig vorkommt“, sagt die 22-jährige Jasmin aus Landshut. Dabei wüssten viele nicht, was das überhaupt ist. „Ich glaube, nur wenige sind wirklich als Narzisst diagnostiziert.“

Inhaltsübersicht
„Habe ich vielleicht doch ADHS?“Die Gefahr von SelbstdiagnosenZahl psychischer Behandlungen seit Corona auf hohem NiveauSogar Aufklärungsprogramme können Sorgen auslösen

„Habe ich vielleicht doch ADHS?“

Sophie studiert Germanistik in München. Sie erzählt, in Klausurenphasen sage sie schon mal Dinge wie: „Der ganze Lernstress hat mich traumatisiert. Also das verwendet man oft sehr leichtfertig.“

Der 21-jährige Münchner Student Max glaubt, dass sich manche Menschen durch soziale Medien selbst diagnostizierten. „Und vielleicht unterminiert das ein bisschen die Leute, die wirklich Traumata haben.“

Und die 18-jährige Sophia berichtet davon, durch ihre App gescrollt und sich gefragt zu haben: „Habe ich vielleicht doch ADHS?“

Die Gefahr von Selbstdiagnosen

Was macht es mit Kindern und Jugendlichen, dass sie in sozialen Medien ständig mit Psychologie-Inhalten konfrontiert sind? Das will die Kommunikationswissenschaftlerin Ruth Wendt an der Münchner Ludwig-Maximilans-Universität gemeinsam mit Forschenden aus der Schweiz und Österreich herausfinden. Denn obwohl das für junge Menschen ein großes Thema ist, weiß man über manche Folgen überraschend wenig – zum Beispiel darüber, wie groß die Gefahr von falschen Selbstdiagnosen wirklich ist.

Wendt und ihre Kolleginnen und Kollegen können aber ein erstes Forschungsergebnis mitteilen: Wer viele Inhalte zu psychischen Krankheiten konsumiert, überschätzt demnach tendenziell, wie viele Gleichaltrige psychisch erkrankt sind. Das könnte möglicherweise ein Spiraldenken auslösen, sagt Wendt: „Ich denke, alle leiden an Depressionen, weil ich sehe das ja ständig in sozialen Medien. Das macht natürlich dann schon auch was mit mir.“ Nämlich: mich traurig machen.

Zahl psychischer Behandlungen seit Corona auf hohem Niveau

Wendt berichtet auch, dass Beiträge in sozialen Medien faktisch falsch sein oder psychische Erkrankungen romantisieren können – also zum Beispiel Depressionen als etwas Mystisches darstellen. Gleichzeitig betont die Wissenschaftlerin aber positive Effekte: Das Stigma werde abgebaut, was dazu führe, dass sich Betroffene schneller Hilfe suchen. Erfahrungsberichte in sozialen Medien gäben vielen zudem das Gefühl, mit ihrem Problem nicht allein zu sein.

Und das ist nicht nur ein Gefühl: Immer noch gehen deutlich mehr Kinder und Jugendliche zum Psychiater oder zur Therapeutin als vor der Pandemie. Nach jüngsten Zahlen der Krankenkasse DAK waren im Freistaat im Jahr 2024 rund 13.000 Mädchen im Alter von 15 bis 17 Jahren wegen einer Depression in Behandlung. Noch dramatischer ist es bei den Angststörungen: Hochgerechnet waren landesweit in dem Jahr 11.000 betroffen – im Vergleich zu 2019 ein Anstieg um 45 Prozent.

Sogar Aufklärungsprogramme können Sorgen auslösen

Der Münchner Psychotherapeut und Buchautor Sina Haghiri sagt, niemand wolle dahin zurück, dass man psychische Probleme verschweigt. Im BR-Psychologie-Podcast „Die Lösung“ spricht er nicht nur über soziale Medien: „Heute würde ich Aufklärung über Psychotherapie mit einem Medikament vergleichen. Es ist etwas, was hilft und wirksam ist, aber die Dosis ist entscheidend und es hat eben auch mögliche Nebenwirkungen.“

Die Psychologin Lucy Foulkes von der Uni Oxford hat zum Beispiel darauf hingewiesen, dass selbst professionelle Aufklärungsprogramme an Schulen ängstlicher oder sogar unglücklicher machen könnten. Ein Problem: Manche Schüler deuten normale Gefühle wie Traurigkeit möglicherweise zu schnell als krankhaft, z.B. als Depression.

Gleichzeitig aber wirkt das Medikament Aufklärung eben – nicht zuletzt, wenn Betroffene sich dann schneller Hilfe suchen.

 

Dir gefällt vielleicht

CO2 zurückholen: Neue Technologien dringend gebraucht

El Niño 2026 wird voraussichtlich Rekordtemperaturen bringen

Die Augenbohne: Eine neue, proteinreiche Kulturart für Bayern?

Verwandt mit Vögeln und Krokodilen: Neue Studie zu Schildkröten

Schultoilette: So wird aus dem Horror-Örtchen ein sauberes Klo

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
Vorheriger Artikel Zuckerfasten: Was der Verzicht auf Zucker der Gesundheit bringt
Nächster Artikel Gartenpflege: Das ist zum Start der Gartensaison zu tun
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

CO2 zurückholen: Neue Technologien dringend gebraucht
Wissen 2. Juni 2026
El Niño 2026 wird voraussichtlich Rekordtemperaturen bringen
Wissen 2. Juni 2026
Metall- und Elektroindustrie schrumpft – doch es gibt Hoffnung
Wirtschaft 2. Juni 2026
Die Augenbohne: Eine neue, proteinreiche Kulturart für Bayern?
Wissen 2. Juni 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?