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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > 30 Jahre Pokémon: Warum das Spiel noch immer einen Hype erlebt
Kultur

30 Jahre Pokémon: Warum das Spiel noch immer einen Hype erlebt

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 2. März 2026 17:47
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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Die ganze Welt kennt ihn: Diese kleine, gelbe, Hamster-artige Kreatur, ausgestattet mit magischen Fähigkeiten. „Pikachu“ steht für den galaktischen Erfolg seiner Spezies, die seit 30 Jahren Unterhaltungsgeschichte schreibt.

Inhaltsübersicht
Hobbyturniere in Bayern„Niedliche, freundschaftliche Präsenz“Pokémon-Universum wird immer größer

Ob im Elektronikviertel Akihabara in Tokyo in einem Pokémon-Kaufhaus mit acht Stockwerken oder beim kleinen Sammelkarten-Händler in Regensburg – überall wird den Mini-Monstern gehuldigt. Dabei geht es vor allem um eins: die Sammelkarten.

Hobbyturniere in Bayern

Auch wenn Pokémon die Fans schon seit Jahren als moderne „Pokémon Go“-Variante auf dem Handy zusammenbringt und vielen als Nintendo-Spiel bekannt ist, ist es auch immer noch als klassisches Kartenspiel hoch im Kurs. Allein in ganz Bayern gibt es unzählige, regelmäßige (Hobby-)Turniere. Ob in Bamberg, in Weiden, Freising oder in der Volkshochschule Türkheim im Unterallgäu, wo auch schon der zehnjährige Arne Schetters für die Pokémon-WM trainiert hat.

Der Community-Aspekt sei bei diesen Treffen wichtig, sagen Dirk Hollenbach und Matthias Mayr vom Münchner FUNtainment. Die beiden sind selbst leidenschaftliche Pokémon-Spieler. Mayr hat sich sein Lieblings-Pokémon Karnimani aus der zweiten Generation – ein Krokodil-artiges Pokémon – sogar auf der Haut verewigt.

Bei Hollenbach und Mayr in München finden diese Turniere zum Beispiel immer freitags statt. Einsteiger und Anfänger jeder Altersklasse können sich treffen, Karten tauschen, sich das Spiel erklären lassen und fachsimpeln. Bei den nicht hochkompetitiven, aber ordentlich ausgeführten Turnieren können sie dann ihre Kartendecks und Einsatzmöglichkeiten testen.

„Niedliche, freundschaftliche Präsenz“

Für den Japaner Atsuo Nakayama liegt der Erfolg von Pokémon nicht nur in der Innovation, in der Breite des Angebots mit Spielen, Filmen oder Figuren begründet. Der Soziologe mit Fokus auf dem Unterhaltungsbusiness hält insbesondere die Treue der Fans für den wichtigsten Erfolgsfaktor der Marke Pokémon: „Anstatt etwas Furchteinflößendes oder Bedrohliches dazustellen, haben sie die Monster in eine niedliche, freundschaftliche Präsenz verwandelt, die immer an deiner Seite ist.“

Pokémon-Universum wird immer größer

Praktischerweise ist das Pokémon-Universum zudem unendlich. Alle paar Jahren werden im Spielsystem von Nintendo neue Regionen eröffnet. In diesen leben dann zwar auch altbekannte Pokémons, aber eben auch regional spezielle und neu gedruckte und erfahrene Charaktere.

Das Gefühl, etwas zu verpassen, ist also gar nicht gegeben. Durch regelmäßige Erweiterungen und Neuerscheinungen stecken neue und alte Fans immer mittendrin. So sind es mittlerweile mehr als Tausend Pokémons. Es ist ein riesiges Geschäft, das dran hängt. Im Jahr 2024 lag der Reingewinn von Pokémon bei etwa 400 Millionen US-Dollar.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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