Das schwere Unwetter am Dienstagabend hat bei den Landwirten in Mittelfranken vermutlich Schäden in Millionenhöhe verursacht. Wie der Direktor des Bayerischen Bauernverbandes in Mittelfranken, Ottmar Braun, auf Nachfrage von BR24 erklärt, haben Hagel, Starkregen und Sturmböen vor allem Landwirte rund um Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, Erlangen-Höchstadt, den Norden Nürnbergs und Teile des Nürnberger Landes getroffen.
Schäden quer durch alle Pflanzenarten
Teilweise seien dort mehr als 45 Liter Regen pro Quadratmeter herabgekommen. Die ausgetrockneten Böden hätten das Wasser nicht aufnehmen können und es sei zu Erosionen gekommen. Verbunden mit großen Hagelkörnern und starken Böen seien Schäden quer durch alle Pflanzenarten zu vermelden – von Getreide über Sonderkulturen wie Tee, Tabak und Meerrettich, bis hin zu Mais.
Doppel betroffen: Ernteausfall und Schäden an Gebäuden
Hagel und Sturm hätten zudem zahlreiche landwirtschaftliche Gebäude beschädigt. Landwirte seien dadurch oft doppelt betroffen. Einige Ernten gelten als Totalausfall. Derzeit läuft vielerorts die Dokumentation der Schäden, sagt Braun. Auch wenn die noch nicht abgeschlossen sei, rechnet er mit Schäden „im siebenstelligen Bereich“.

