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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > So teuer sollen Kita, Kindergarten und Hort in München werden
Wirtschaft

So teuer sollen Kita, Kindergarten und Hort in München werden

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 16. Juli 2026 17:47
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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Einnahmen von gut 34 Millionen Euro erwartet

Laut Angaben der Stadt sind die Ausgaben für den Bereich Kita zuletzt stark gestiegen – von rund 12 Millionen Euro im Jahr 2023 auf 32,6 Mio. Euro im Jahr 2025. Durch die neuen Gebühren für die Kinderbetreuung erhofft sich das Rathaus jährliche Mehreinnahmen von insgesamt voraussichtlich gut 34 Millionen Euro. Erwägt wird darüber hinaus, dass die neuen Kitagebühren bis ins Jahr 2030 jedes Jahr um durchschnittlich vier Prozent steigen sollen.

Inhaltsübersicht
Einnahmen von gut 34 Millionen Euro erwartetÄnderungen bei Verpflegungsgeld und GeschwisterermäßigungOpposition im Münchner Stadtrat läuft SturmMünchen aber weiterhin vergleichsweise günstigOB-Krause verweist bei neuen Gebühren auf Staatsregierung – die dementiert

Änderungen bei Verpflegungsgeld und Geschwisterermäßigung

Hinzukommt eine Anhebung des täglichen Verpflegungsgeldes in den städtisch geförderten Kindertageseinrichtungen ab Herbst 2027 um 2 Euro auf dann 8 Euro. Bei 21 angesetzten Verpflegungstagen im Monat ergeben sich daraus monatliche Kosten von 140 Euro für Eltern. Die Landeshauptstadt München rechnet hier noch einmal mit zusätzlichen Einnahmen in Höhe von 11,6 Millionen Euro.

Anpassungen soll es auch bei der Ermäßigung für Geschwisterkinder geben. War bislang für das zweite Kind in städtischen Kitas die Einkommenkategorie ausschlaggebend, die zwei Stufen unter der eigenen lag, soll es künftig die nächstfolgende sein. Bei privaten Trägern sollen die Kosten dagegen nicht mehr um 50 Prozent reduziert werden, sondern nur noch um 35 Prozent. Vom dritten Kind an bezahlen Eltern wie bisher keine Gebühren. Die vollständige Befreiung von Besuchsentgelten für das dritte und alle weiteren Kinder soll aber erhalten bleiben.

Opposition im Münchner Stadtrat läuft Sturm

Im nächsten Schritt sollen nun Elternbeiräte, Träger sowie weitere Entscheidungsträger zu den geplanten Anpassungen befragt werden. Hierfür ist eine Anhörung für September geplant. Auf Basis der Ergebnisse soll dann voraussichtlich im Dezember ein finaler Beschluss fallen.

Aus der Opposition im Münchner Stadtrat kam die Aufforderung an Elternvertretungen, sich dem Vorhaben entgegenzustellen: „Lasst euch das so nicht gefallen!“, appellierte die CSU-Stadträtin Alexandra Gaßmann. Durch die neue Gebührenstaffelung würden vor allem Familien aus der Mittelschicht belastet. Auch die Münchner Linken-Stadtratsfraktion kritisierte in einer Pressemitteilung, dass künftig Busfahrer und Teilzeitpflegekräfte für den Besuch ihrer Kinder in Kitas zahlen müssten.

München aber weiterhin vergleichsweise günstig

Die Stadt betont hingegen, dass München noch immer vergleichsweise niedrige Gebühren erheben würde. In den anderen bayerischen Großstädten Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Ingolstadt, Würzburg und Erlangen seien die Kosten teils weitaus höher. So würden in Erlangen mit 589 Euro seit dem 1. Juli bei einer maximalen Besuchszeit von neun Stunden die höchsten Gebühren verlangt, in Würzburg kämen auf Eltern immerhin noch 332 Euro zu.

OB-Krause verweist bei neuen Gebühren auf Staatsregierung – die dementiert

Auslöser der Umstellung in München war nach Aussage von Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) unter anderem die Entscheidung der bayerischen Staatsregierung, den 100-Euro-Zuschuss vom Freistaat für die Kinderbetreuung an Kommunen zum Jahresende zu streichen.

Dieser Darstellung widerspricht das Bayerische Familienministerium allerdings vehement. Die Kita-Träger würden weiter die Förderung erhalten, seien künftig jedoch nicht mehr verpflichtet, den Zuschuss an die Eltern weiterzugeben. Die 100 Euro blieben aber im System, so Familienministerin Ulrike Scharf (CSU).

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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