Zehn Jahre sind seit „24K Magic“ vergangen, dem letzten regulären Studio-Album von Bruno Mars. Und weil der US-Sänger und -Songwriter sehr vorsichtig damit ist, was er von sich in der Öffentlichkeit zeigt, weiß man gar nicht so genau, warum das so lang gedauert hat. Was sicher eine Rolle spielt: Bruno Mars ist ein unglaublicher Perfektionist. Er arbeitet oft jahrelang an neuen Songs und macht sich viele Gedanken, ob das wirklich zündet, was er sich da ausdenkt.
Bruno Mars: Mehr als das Gesicht auf dem Album
Er spielt auch viele Instrumente selbst. Auch deshalb dauert der kreative Prozess bei ihm viel länger als bei manchen anderen Superstars. Weil er eben nicht in ein Studio geht und sich von einem Produzenten ein paar Songs vorspielen lässt und sich dann was aussuchen darf. Er schreibt seine Songs mit Freunden, spielt zum Beispiel selbst Gitarre bei „Locked out of Heaven“, oder das Schlagzeug bei „Uptown Funk“.
Neues Soloalbum „The Romantic“
Bruno Mars will auch nicht immer den Druck haben, Superstar sein zu müssen. Er hat 2021 ein wunderschönes Album zusammen mit seinem Buddy Anderson Paak gemacht, sehr spezielle Soul- und Funk-Sachen. Das hat nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen wie seine Solo-Sachen, ist aber total hörenswert. Mit seinem neuen Solo-Album „The Romantic“ muss er nun aber wieder als Superstar abliefern.
Auf dem Cover ist er gezeichnet mit seinen Locken und einem Tuch, das er sich um die Stirn gebunden hat – da haben viele Leute erstmal an Jimi Hendrix gedacht. Aber wenn man das Album hört, merkt man, dass es in eine ganz andere Richtung geht. Bruno Mars hat sich dieses Mal nicht – wie sonst – an seinen Vorbildern Prince, James Brown, Michael Jackson und Stevie Wonder orientiert, sondern an „Chicano Soul“. Das war die Musik der Mexikaner in Texas und Los Angeles, die 50er- und 60er-Jahre Soul, R’n’B und Oldies mit lateinamerikanischen Einflüssen vermischt.

