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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Flaute im Frühling: Keine Erholung am bayerischen Arbeitsmarkt
Wirtschaft

Flaute im Frühling: Keine Erholung am bayerischen Arbeitsmarkt

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 31. März 2026 11:49
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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Die Arbeitslosenquote ist von Februar auf März um 0,2 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent gesunken. Die Zahl der Arbeitslosen ging um 11.758 zurück. Im März 2025 hatte die Quote noch bei 4,1 Prozent gelegen. Damals waren es 9.826 Arbeitslose weniger als im März dieses Jahres.

Inhaltsübersicht
„Abbau statt Aufwind“Keine Trendwende in SichtSchwaben bleibt Spitze – Mittelfranken SchlusslichtVollbeschäftigung ist noch möglichOberbayern macht die DurchschnittsquoteDemografie lässt Beschäftigung schrumpfen

„Abbau statt Aufwind“

Der Chef der bayerischen Arbeitsagenturen, Markus Schmitz, spricht von „Abbau statt Aufwind“. Die Frühjahrsbelebung werde von der konjunkturellen Flaute spürbar ausgebremst. Mit knapp 330.000 Arbeitslosen sei der höchste Stand in einem März seit dem Jahr 2010 zu verzeichnen.

Keine Trendwende in Sicht

Auch wenn sich die negative Entwicklung auf dem bayerischen Arbeitsmarkt verlangsame, könne man noch nicht von einem Richtungswechsel sprechen. „Einmal arbeitslos bleibt es derzeit schwierig, eine neue Arbeit zu finden“, fasst Schmitz die aktuelle Situation zusammen. Diese Einschätzung wird auch durch die Zahl der gemeldeten offenen Stellen untermauert. Mit derzeit 102.313 Job-Angeboten ist die Nachfrage nach Arbeitskräften im Vergleich zum Vorjahr deutlich – nämlich um knapp ein Zehntel – gesunken. Der größte Rückgang ist dabei in der Zeitarbeit und im Handel zu verzeichnen.

Schwaben bleibt Spitze – Mittelfranken Schlusslicht

Im Vergleich der bayerischen Regierungsbezirke hat Schwaben mit 3,7 Prozent erneut die niedrigste Arbeitslosenquote. Dabei profitiert die Region weiterhin vom gesunden Branchenmix. Das zeigt sich auch im geringen Rückgang bei der Arbeitskräftenachfrage. Mit aktuell 15.739 offenen Arbeitsstellen ist nur ein Minus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. In fast allen anderen Regierungsbezirken sind die Rückgänge im zweistelligen Prozentbereich.

Die höchste Arbeitslosenquote weist erneut der Regierungsbezirk Mittelfranken mit 4,8 Prozent auf. Die Situation wird hier vor allem von der Großstadt Nürnberg geprägt, wo fast die Hälfte aller mittelfränkischen Arbeitslosen registriert sind. Aktuell verzeichnet die Frankenmetropole eine Arbeitslosenquote von 7,4 Prozent. Der Transformationsprozess in der Industrie hat auch hier seine Auswirkungen.

Vollbeschäftigung ist noch möglich

Immerhin liegt in 13 der 96 kreisfreien Städte und Landkreise in Bayern die Arbeitslosenquote unter drei Prozent. Unterhalb dieses Schwellenwerts spricht man von Vollbeschäftigung. Die Spreizung reicht von 2,3 Prozent im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen bis 8,2 Prozent in der Stadt Hof.

In Hof ist die Arbeitslosenquote gegenüber dem Februar sogar noch einmal um 0,1 Prozentpunkte gestiegen. Auch die unterfränkischen Industriestädte Aschaffenburg und Schweinfurt haben mit 7,8 bzw. 7,6 Prozent hohe Arbeitslosenquoten. Hier zeigt sich die große Abhängigkeit von der Autoindustrie. Nach Einschätzung von Markus Schmitz wird diese schwierige Situation auch noch längere Zeit anhalten.

Oberbayern macht die Durchschnittsquote

Die Regierungsbezirke Schwaben (3,7 %), Oberpfalz (4,0 %) und Unterfranken (4,1%) liegen unter dem bayerischen Durchschnitt von 4,2 Prozent. Oberbayern liegt mit 4,2 Prozent im Durchschnitt – ein gutes Drittel aller Arbeitslosen ist im größten bayerischen Regierungsbezirk gemeldet. Niederbayern (4,3 %), Oberfranken (4,5 %) und Mittelfranken (4,8 %) liegen über dem bayerischen Mittelwert.

Demografie lässt Beschäftigung schrumpfen

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Bayern liegt inzwischen bei 5,93 Millionen. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Minus von 13.000 Beschäftigten. Nach Angaben der BA liegt dies vor allem am demografischen Wandel. Die geburtenstarken Jahrgänge würden zunehmend das Rentenalter erreichen bzw. Vorruhestandsregelungen in Anspruch nehmen. Dieser Effekt werde nur unzureichend durch Zuwanderung kompensiert.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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