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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Einsatz für Frieden: Tausende bei Ostermärschen in Bayern
Kultur

Einsatz für Frieden: Tausende bei Ostermärschen in Bayern

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 8. April 2026 11:48
Von Uta Schröder
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4 min. Lesezeit
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Auch in diesem Jahr haben Friedensaktivisten wieder mit zahlreichen Ostermärschen in ganz Bayern für mehr Diplomatie geworben. Der traditionelle Höhepunkt fand heute am Karsamstag statt. In mehreren Städten gingen die Menschen auf die Straße, um ihre Ablehnung gegen Krieg und militärische Aufrüstung öffentlich zu machen.

Inhaltsübersicht
Aktuelle Konflikte im Iran und dem Nahen Osten prägen OstermärscheKritik an hohen Verteidigungsausgaben in AugsburgDemonstranten in Würzburg richten sich gegen Kürzung von SozialleistungenFriedliche Ostermärsche in Ansbach und ErlangenForderung in Aschaffenburg: „Gute Bildung statt Wehrpflicht“

Aktuelle Konflikte im Iran und dem Nahen Osten prägen Ostermärsche

Der Fokus lag vor allem auf aktuellen Konflikten wie dem Krieg im Iran oder dem andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Aktivisten gingen dabei auch mit der Bundesregierung hart ins Gericht. Sie warfen der Koalition von Union und SPD vor, zu wenig Engagement für die Beilegung internationaler Konflikte zu zeigen.

Die vermutlich größte Kundgebung fand in der bayerischen Landeshauptstadt statt. Laut dem Veranstalter nahmen in München mehr als 2.000 Demonstranten teil. Die Polizei sprach im BR-Interview von 550 Menschen. Der Ostermarsch lief unter dem Motto „Völkerrecht statt Faustrecht – Gemeinsam für Frieden und Gerechtigkeit!“.

Kritik an hohen Verteidigungsausgaben in Augsburg

In Augsburg versammelten sich nach Angaben der Organisatoren etwa 450 Menschen zu einer Kundgebung am Moritzplatz, die Polizei zählte rund 340 Personen. Am anschließenden Demonstrationszug durch die Innenstadt nahmen den Beamten zufolge dann etwa 240 Menschen teil. Es blieb alles friedlich.

Zu der Friedensdemonstration aufgerufen hatte das Bündnis der Augsburger Friedensinitiative. Unter dem Motto „Milliarden für Menschen statt für Waffen“ forderten die Veranstalter in ihrer Ankündigung etwa geringere Militärausgaben und einen „entschlossenen diplomatischen Einsatz für ein Ende des russischen Angriffskrieges und einen nachhaltigen Frieden für die Ukraine“.

Demonstranten in Würzburg richten sich gegen Kürzung von Sozialleistungen

Weitere Aktionen gab es unter anderem in Ingolstadt, Erlangen, Ansbach, Traunstein und in Würzburg. In der unterfränkischen Stadt etwa kamen rund 300 Menschen am Hauptbahnhof zusammen, um dann gemeinsam zu einer Kundgebung am Unteren Markt zu marschieren. Auf dem Weg sangen unter anderem Anti-Kriegs-Lieder wie „Bella Ciao“.

Themen dort waren neben atomarer Abrüstung und Kritik am Kriegsdienst auch die Kürzung von Sozialleistungen. Die Aktivisten kritisierten zudem die Politik von US-Präsident Trump und riefen zur Befreiung Kubas auf.

Friedliche Ostermärsche in Ansbach und Erlangen

Ziel des Ansbacher Ostermarsches ist es nach Informationen der Veranstalter, ein „klares Zeichen für Frieden und europäische Emanzipation setzen“. Laut Polizei protestierten dabei 170 Teilnehmer unter dem Motto „friedensfähig statt kriegstüchtig“. Der Marsch in Erlangen stand unter dem Motto „Sozialstaat statt Militarismus“. Es protestierten dabei rund 200 Teilnehmer. Wie ein Sprecher der Polizei auf BR-Anfrage mitteilte, hat es dabei keine Zwischenfälle gegeben.

Forderung in Aschaffenburg: „Gute Bildung statt Wehrpflicht“

Am Aschaffenburger Ostermarsch nahmen circa 100 Menschen teil. Dort kam ein breites Bündnis verschiedener Organisationen zusammen, um „gegen die zunehmende Militarisierung unserer Gesellschaft“ zu mobilisieren, wie die Linkspartei mitteilte. Sie rief die Bundesregierung zu „guter Bildung statt Wehrpflicht“ auf. Die Demonstrationen liefen laut Polizei friedlich ab.

Für Ostermontag sind ebenfalls weitere Demonstrationen angekündigt – dann unter anderem in Nürnberg und Landshut. Bundesweit finden rund um Ostern mehr als 100 Ostermärsche statt. Die Ostermärsche in Deutschland gibt es seit den 1960er Jahren.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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