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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Fit für die Zukunft? Bayerns Staatsmuseen werden neu organisiert
Kultur

Fit für die Zukunft? Bayerns Staatsmuseen werden neu organisiert

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 15. Juli 2026 16:46
Von Uta Schröder
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2 min. Lesezeit
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Die staatlichen Museen in Bayern stehen vor der größten Strukturreform seit Jahrzehnten. Bis Anfang 2029 sollen die bislang 18 staatlichen Museen zu zehn größeren Organisationseinheiten zusammengefasst werden. Ziel ist mehr wirtschaftliche Eigenständigkeit und eine effizientere Verwaltung. Diese Pläne stellte der bayerische Kunstminister Markus Blume (CSU) am Mittwoch im Kulturausschuss des Bayerischen Landtags vor.

Inhaltsübersicht
Bayerische Staatsgemäldesammlungen verschwinden als OrganisationZusammenschlüsse auch in FrankenZentralisierung sieht Opposition kritisch

Künftig sollen die Museen Einnahmen aus Vermarktung, Veranstaltungen oder Sponsoring leichter selbst erwirtschaften und für den Betrieb einsetzen können.

Bayerische Staatsgemäldesammlungen verschwinden als Organisation

Zu den größten Veränderungen gehört das Ende der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen als eigenständige Organisation. Die Alte und die Neue Pinakothek bleiben künftig gemeinsam organisiert. Die Pinakothek der Moderne wird dagegen eigenständig. Sie soll künftig zusätzlich die Sammlung Goetz sowie die Ausstellungen des Deutschen Theatermuseums übernehmen. Hintergrund ist, dass das Theatermuseum an seinem bisherigen Standort am Münchner Hofgarten wegen denkmalrechtlicher Vorgaben nur eingeschränkte Ausstellungsmöglichkeiten hat.

Zusammenschlüsse auch in Franken

Auch außerhalb Münchens werden Museen neu gebündelt. So sollen das Museum für Franken in Würzburg und das Neue Museum Nürnberg künftig unter einem organisatorischen Dach zusammenarbeiten – obwohl beide inhaltlich sehr unterschiedlich ausgerichtet sind. Das Museum für Franken beherbergt unter anderem die bedeutende Riemenschneider-Sammlung, das Neue Museum Nürnberg konzentriert sich auf Kunst und Design der Moderne.

Weitere Änderungen betreffen kleinere Einrichtungen: Das Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke soll an die Ludwig-Maximilians-Universität München wechseln. Die Staatliche Münzsammlung München wird Teil des Bayerischen Nationalmuseums.

Zentralisierung sieht Opposition kritisch

Bei der Opposition stößt die Reform nicht nur auf Zustimmung. Die SPD-Landtagsabgeordnete Katrin Weitzel begrüßte zwar, dass die einzelnen Museen ihre Direktorinnen und Direktoren behalten sollen. Kritisch sieht sie jedoch, dass wirtschaftliche und personelle Entscheidungen künftig zentral getroffen werden sollen. Sie bezweifelt, dass sich Personalfragen sinnvoll von einer gemeinsamen Organisationseinheit aus steuern lassen. Gerade bei Museen seien solche Entscheidungen eng mit den einzelnen Häusern verbunden.

Die Reform soll bis zum 1. Januar 2029 abgeschlossen sein. Für die Neuorganisation plant der Freistaat Ausgaben von rund fünf Millionen Euro.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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