WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Tupperware ist insolvent: Was bedeutet das für die Kunden?
    18. September 2024
    Schaeffler: Arbeitsplätze durch Fusion mit Vitesco in Gefahr?
    12. Juni 2024
    DAX, Gold, Bitcoin: Alles auf Rekordhoch – Wie kann das sein?
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Gestrichene Lufthansa-Flüge: Bleiben Kunden auf Kosten sitzen?
    23. April 2026
    Spritpreise belasten Unternehmen: „Für viele der Genickbruch“
    23. April 2026
    Lieferengpässe bei Arznei – Wie ist die aktuelle Lage?
    23. April 2026
    Bar oder Karte: Wie zahlt Bayern?
    23. April 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    John Ternus übernimmt Apple – und eine riesige Aufgabe
    21. April 2026
    Humanoide Roboter sind jetzt schneller als Menschen – na und?!
    21. April 2026
    Schlechtes Handynetz? Neue Funkloch-App liefert den Beweis
    20. April 2026
    #Faktenfuchs: Wie viele Fake-Profile gibt es auf Social Media?
    17. April 2026
    Amazon kauft Satelliten-Firma Globalstar: Was steckt dahinter?
    15. April 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Änderungen beim Hautkrebs-Screening: Was gilt, was soll kommen?
    23. April 2026
    Dinosaurier: Neue Art in Patagonien entdeckt
    23. April 2026
    Lyriden-Sternschnuppen erreichen heute Nacht ihren Höhepunkt
    22. April 2026
    Lyriden-Sternschnuppen erreichen heute Nacht ihren Höhepunkt
    22. April 2026
    Kreatin für Muskelkraft: Für wen das Mittel sinnvoll ist 
    22. April 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    Die Mona Lisa kann nichts dafür: Dan Browns „Da Vinci Code“
    23. April 2026
    Isabelle Huppert brilliert in „Die reichste Frau der Welt“
    23. April 2026
    Warum das Biopic „Michael“ die Missbrauchsvorwürfe ausspart
    22. April 2026
    Klaus Kinski und Werner Herzog: Was geschah wirklich?
    22. April 2026
    „The Boys“: Wie „Homelander“ den US-Imperialismus demontiert
    21. April 2026
  • Lesezeichen
Gerade: Was hilft wirklich gegen hohe Benzinpreise?
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Was hilft wirklich gegen hohe Benzinpreise?
Wissen

Was hilft wirklich gegen hohe Benzinpreise?

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 23. April 2026 16:47
Von Michael Farber
Teilen
5 min. Lesezeit
Teilen

 

Wir sind abhängig vom Öl. Wird es knapp und die Nachfrage bleibt, wie sie ist, zeigt sich das in hohen Preisen an Tankstellen. Das ist der übliche Marktmechanismus.

Inhaltsübersicht
Kurzfristig hilft es, die Nachfrage zu drosselnWas auch effektiv ist: Langsamer fahrenAutofahrer handeln emotionalIrgendwann wird ein Verbot zur akzeptierten VerkehrsregelPolitik muss Menschen langfristig vorbereiten

Die hohen Kraftstoffpreise dürften deshalb niemanden überraschen, sagt Markus Friedrich, Professor für Verkehrsplanung der Uni Stuttgart: „Wir diskutieren ein Thema, das seit 1973 immer wieder diskutiert wird. Man kann sich die Frage stellen, warum es noch nicht gelöst ist.“

Es gäbe seit vielen Jahren Möglichkeiten, um die Abhängigkeit zu bekämpfen, sagt er: Elektrofahrzeuge oder kleinere Autos. Trotzdem taucht das Thema in Krisen immer wieder auf, wird diskutiert und verschwindet dann ungelöst von der politischen Agenda.

Kurzfristig hilft es, die Nachfrage zu drosseln

Langfristig wird das Umstellen auf Elektromobilität das Land unabhängiger vom Ölpreis machen, genauso wie das Ausbauen von erneuerbaren Energien. Aber so weit ist Deutschland noch nicht. In der aktuellen Krise kann man trotzdem etwas tun, sagen Ökonomen: Den Marktmechanismus nutzen und die Nachfrage drosseln. Ein Tankrabatt sei da „eher kontraproduktiv“, weil er den Anreiz zum Spritsparen senke, sagt Mark Andor, Professor für Ökonomie an der Ruhr-Universität Bochum, dem Science Media Center.

Was also kurzfristig helfen würde: Weniger Autofahren. Ein Beispiel: Stefan Gössling, Professor für Tourismus an der Uni Lund, hat errechnet, dass allein die Abschaffung des Dienstwagenprivilegs kurzfristig zu einem Rückgang von bis zu 7,5 Prozent im Treibstoffverbrauch (externer Link) führen könnte.

Was auch effektiv ist: Langsamer fahren

Die Internationale Energieagentur (IEA) hatte schon im März Maßnahmen wie Tempolimits und mehr Homeoffice (externer Link) vorgeschlagen, um den Energieverbrauch zu senken. Viele europäische Länder haben solche Maßnahmen bereits eingeführt. In Deutschland würde laut Deutscher Umwelthilfe eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/h auf Autobahnen und 80 km/h außerorts bis zu 4,7 Milliarden Liter Kraftstoff jährlich sparen (externer Link). Mark Andor hält das zwar für optimistisch gerechnet, aber es hätte einen messbaren Effekt und könne schnell und kostengünstig realisiert werden.

Außerdem profitieren davon nicht nur der Spritpreis, sondern auch Luftqualität und Klima. Und jeder einzelne Autofahrer, rechnet Friedrich vor: „Der Vorteil, den Sie dadurch haben, dass Sie zum Beispiel statt 130 nur 100 fahren, entspricht ungefähr einer Ersparnis von 14 Euro die Stunde. Sie brauchen länger, aber Sie verbrauchen auch weniger Sprit.“ Je nach Fahrzeug variieren die Ersparnisse.

Autofahrer handeln emotional

Klingt logisch. Nur handeln Menschen nicht immer logisch. Gerade beim Autofahren gehe es um mehr als darum, wie man von A nach B kommt, sagt Wolfgang Fastenmeier, Professor für Psychologie des Verkehrswesens an der Psychologischen Hochschule Berlin. „Der eine will sportlich fahren, der andere will ganz hundertprozentig regeltreu fahren.“ Gerade die Geschwindigkeit hätte für viele Menschen auch mit Themen wie Freiheit und Individualität zu tun.

Diese Emotionen im Straßenverkehr, die müssten berücksichtigt werden. „Wenn sowas eingeschränkt wird, ist klar: Das führt zwangsläufig zu Ablehnung, da will man eben nicht gegängelt sein.“ Deshalb hält Fastenmeier ein Tempolimit nicht für zielführend. Trotz aller Effizienz beim Spritverbrauch. Und trotz der Studien, die zeigen, dass ein Großteil der deutschen Bürger einem Tempolimit zustimmen würde (externer Link). Aus psychologischer Sicht würden Verbote meistens überschätzt.

Irgendwann wird ein Verbot zur akzeptierten Verkehrsregel

Markus Friedrich ist da anderer Meinung. Mit allgemeinen Regeln, an die sich alle halten müssen, sei es leichter, Pläne umzusetzen. Das sei auch eine Frage der Gerechtigkeit. Das Wort Tempolimit sei allerdings zu einem politischen Statement geworden „und das macht es so schwierig, hier zu vernünftigen Lösungen zu kommen.“

Trotzdem ist er überzeugt davon, dass sich Menschen an ein Tempolimit gewöhnen werden. So wie sie auch frühere politisch diskutierte Neuregelungen zu schätzen gelernt haben, wenn sie den Mehrwert erstmal selbst erfahren haben. Er erinnert an die Einrichtung der ersten Fußgängerzonen. Oder an Tempo-30-Zonen in Wohngebieten. „Ich weiß nicht, ob es irgendwelche Autofahrer gibt, die ernsthaft sagen, da sollte man wieder 50 fahren. Dort wohnen die Menschen. Heute ist es Teil unserer Kultur geworden.“

Politik muss Menschen langfristig vorbereiten

Es sei die Aufgabe der Politik, die Menschen auf Veränderungen vorzubereiten, die kommen werden, sagt Friedrich. Auch damit wir uns nicht weiterhin dem Ölpreis ausliefern und bei der nächsten Preissteigerung an den Tankstellen wieder verzweifelt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

 

Dir gefällt vielleicht

Änderungen beim Hautkrebs-Screening: Was gilt, was soll kommen?

Dinosaurier: Neue Art in Patagonien entdeckt

Lyriden-Sternschnuppen erreichen heute Nacht ihren Höhepunkt

Lyriden-Sternschnuppen erreichen heute Nacht ihren Höhepunkt

Kreatin für Muskelkraft: Für wen das Mittel sinnvoll ist 

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
Vorheriger Artikel Gestrichene Lufthansa-Flüge: Bleiben Kunden auf Kosten sitzen?
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

Gestrichene Lufthansa-Flüge: Bleiben Kunden auf Kosten sitzen?
Wirtschaft 23. April 2026
Änderungen beim Hautkrebs-Screening: Was gilt, was soll kommen?
Wissen 23. April 2026
Dinosaurier: Neue Art in Patagonien entdeckt
Wissen 23. April 2026
Die Mona Lisa kann nichts dafür: Dan Browns „Da Vinci Code“
Kultur 23. April 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?