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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Netzwelt > Firmengeheimnisse gestohlen? Apple verklagt OpenAI
Netzwelt

Firmengeheimnisse gestohlen? Apple verklagt OpenAI

Benjamin Lehmann
Zuletzt aktualisert 13. Juli 2026 09:47
Von Benjamin Lehmann
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3 min. Lesezeit
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Bei Softwarefragen arbeiten Apple und OpenAI zusammen: Wenn der Apple-Assistent „Siri“ nicht weiter weiß, kann ChatGPT von OpenAI einspringen. Aber in Sachen Hardware treffen sie sich demnächst vor Gericht. Denn iPhone-Hersteller Apple wirft OpenAI vor, Firmengeheimnisse gestohlen zu haben. OpenAI entwickelt offenbar gerade ein eigenes Gerät, das – einem iPhone nicht unähnlich – speziell für die Nutzung einer KI entwickelt wird.

Inhaltsübersicht
Hardware-Chef von OpenAI verklagtZugriff von OpenAI über mitgenommenen Apple-ComputerApple-Design-Urgestein Ive involviertApple verklagt auch Ive und Tan-Firma Io ProductsWeiter Zusammenarbeit bei der KI?

Hardware-Chef von OpenAI verklagt

Zwei ranghohe Ex-Mitarbeiter von Apple sollen die Geheimnisse bei ihrem Wechsel zu OpenAI mitgenommen haben. Einer der beiden ist Tang Tan. Er war bei Apple einer der führenden Designer und arbeitet jetzt bei OpenAI als Hardware-Chef. In dieser Funktion spielt er eine zentrale Rolle bei der Arbeit an dem neuartigen Gerät. Vor seinem Wechsel arbeitete Tan mehr als 20 Jahre bei Apple und verantwortete vor seinem Wechsel das Design des iPhones und der Computer-Uhr Apple Watch.

Apple wirft Tan vor, vertrauliche Informationen zum Vorteil von OpenAI missbraucht zu haben. Er habe zudem Apple-Mitarbeiter aufgefordert, zu Gesprächen für einen möglichen Job bei OpenAI Bauteile von Apple mitzubringen – darunter Batterien und Geräte-Gehäuse in verschiedenen Farben.

Zugriff von OpenAI über mitgenommenen Apple-Computer

Der andere verklagte Ex-Mitarbeiter war bei Apple ein ranghoher Ingenieur. Er soll laut Klage über einen mitgenommenen Firmen-Computer nach seinem Wechsel zu OpenAI auf vertrauliche Apple-Daten zugegriffen haben.

Apple-Design-Urgestein Ive involviert

Auch Jony Ive, der langjährige Design-Visionär von Apple, der mit dem 2011 verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs unter anderem maßgeblich die Form des iPhones und des MacBook-Laptops geprägt hatte, ist in die Entwicklung des neuen KI-Gerätes involviert. Das könnte OpenAI dabei geholfen haben, attraktiver für weitere Apple-Beschäftigte zu werden. Laut der Klage sind inzwischen mehr als 400 ehemalige Apple-Mitarbeiter bei dem ChatGPT-Entwickler angestellt.

Apple verklagt auch Ive und Tan-Firma Io Products

Ive selbst wird in der Klage nicht erwähnt. Allerdings hat Apple neben OpenAI auch die von ihm und Tan mitgegründete Firma io Products verklagt. OpenAI hatte die Firma 2025 für rund 6,5 Milliarden Dollar gekauft. Die Klage gegen io soll verhindern, dass über das Unternehmen weiter Apple-Geheimnisse verwendet würden, hieß es in der Klage.

In einer ersten Stellungnahme hat OpenAI dem Finanzdienstleister Bloomberg gesagt, man habe kein Interesse an Geheimnissen anderer Unternehmen. Die Firma bleibe fokussiert darauf, innovative Technologie zu entwickeln

Weiter Zusammenarbeit bei der KI?

Unklar ist, welche Auswirkungen die Klage auf die Zusammenarbeit von Apple und OpenAI bei der Nutzung Künstlicher Intelligenz auf dem iPhone und anderen Apple-Geräten haben wird. Nach Medienberichten soll OpenAI vor einigen Monaten eine Klage gegen Apple mit dem Vorwurf des Vertragsbruchs erwogen haben: Die Partnerschaft haben sich demnach schlechter entwickelt als von der KI-Firma erwartet.

Mit Informationen von dpa

 

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Von Benjamin Lehmann
Benjamin Lehmann schreibt für das Ressort Netzwelt der WirtschaftsRundschau. Mit seinem Fachwissen in digitalen Technologien und Internetkultur informiert er über aktuelle Trends und Innovationen und bietet den Lesern wertvolle Einblicke in die digitale Welt.
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