Der neuseeländische Schauspieler Sam Neill ist tot. Das teilte seine Familie in sozialen Medien mit. Der Star aus Filmen wie „Jurassic Park“ und „Das Piano“ wurde 78 Jahre alt. Seinen Tod in der australischen Küstenmetropole Sydney am Montag beschrieb die Familie als „plötzlich und unerwartet“. Neill sei im Kreise seiner Familie mit derselben Würde aus dem Leben getreten, die sein ganzes Leben geprägt habe.
Eine Todesursache wurde nicht genannt. Neill hatte 2023 öffentlich gemacht, dass bei ihm eine seltene Form des Non-Hodgkin-Lymphoms diagnostiziert worden war. Nach Angaben seiner Familie war er zum Zeitpunkt seines Todes krebsfrei.
Als Paläontologe Alan Grant: „Jurassic Park“ macht Neill weltbekannt
„Jurassic Park“ von Steven Spielberg gehört zu den weltweit bekanntesten und erfolgreichsten Filmreihen der Kinogeschichte. Und mittendrin sein Gesicht: Sam Neill spielte den kinder- und computerhassenden Paläontologen Alan Grant in insgesamt drei Kinofilmen, bereits der erste machte den Neuseeländer weltbekannt. Zuvor war er bereits als Antichrist im Horrorfilm Omen III (1981) aufgefallen. In dem 3-fach Oscar-prämierten Drama „Das Piano“ (1993) spielte er den kaltherzigen, eifersüchtigen Ehemann der Hauptfigur.
Weitere wichtige Rollen waren „Jagd auf Roter Oktober“ (1990) und der Science-Fiktion-Klassiker „Event Horizon – Am Rande des Universums“ (1997). Die jüngere Generation kennt Sam Neill vor allem als Polizisten aus der Krimiserie „Peaky Blinders – Gangs of Birmingham“ (2013–2014).
Schauspieler, Winzer und Farmer
Neill war zudem Winzer. Unter dem Markennamen Two Paddocks produzierte er Pinot Noir und Riesling in der Region Central Otago auf der Südinsel Neuseelands. In den sozialen Medien veröffentlichte er oft Bilder seiner Farmtiere, von denen viele liebevoll nach Prominenten und Freunden benannt wurden, etwa Laura Dern, das Huhn, Kylie Minogue, die Ente, und Helena Bonham Carter, die Kuh.
„Einer der Großen“ geht
Der neuseeländische Premierminister Christopher Luxon hat sich bestürzt über den Tod von Schauspielstar Sam Neill gezeigt. Er würdigte Neill in einer Erklärung, die er in sozialen Medien veröffentlichte, als „einen der Großen“. Weiter schrieb Luxon: „Er begann zu einer Zeit, als es kaum eine Filmindustrie gab, von der man sprechen konnte.“ Mehr als 50 Jahre lang habe Neill neuseeländische Geschichten in die Welt getragen. Sein Talent habe dazu beigetragen, die Filmindustrie des Landes zu dem zu machen, was sie heute sei.
Mit Informationen von AP

