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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Hitzewelle treibt Absatz von Klimaanlagen in die Höhe
Wirtschaft

Hitzewelle treibt Absatz von Klimaanlagen in die Höhe

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 13. Juli 2026 11:47
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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Die jüngsten Hitzewellen treiben den Absatz privater Klimaanlagen in die Höhe. Inzwischen verfügten 23,4 Prozent der Haushalte über eine solche Anlage, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe am Sonntag unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox. Vor einem Jahr waren es demnach noch 17,9 Prozent.

Inhaltsübersicht
Klimaanlagen: Das erhoffen sich die KäuferMonoblock-Geräte sind die erste WahlExperte gibt Tipps gegen die HitzeGrüne fordern Klimaanlagen für Schulen, Kliniken, Altenheime

Klimaanlagen: Das erhoffen sich die Käufer

Noch deutlicher ist dem Bericht zufolge der Anstieg bei den Kaufabsichten. 24,9 Prozent der Haushalte planen demnach die Anschaffung einer Klimaanlage. Im Juli 2025 waren dies 13,8 Prozent. Für 51,7 Prozent der Haushalte kommt ein Kauf allerdings weiterhin nicht infrage.

„Die außergewöhnliche Hitzewelle der vergangenen Wochen hat das Interesse an Klimaanlagen deutlich erhöht“, sagte Verivox-Energieexperte Thorsten Storck den Funke-Zeitungen. „Viele Haushalte haben ihre Kaufentscheidung offenbar nicht länger aufgeschoben, zeitweise waren mobile Klimageräte vielerorts ausverkauft.“

Monoblock-Geräte sind die erste Wahl

Der Umfrage zufolge dominieren dabei mobile Geräte. 69,2 Prozent nutzten einen sogenannten Monoblock, bei dem die warme Luft über einen Abluftschlauch nach draußen geleitet wird, hieß es. Fest installierte Split-Anlagen kämen auf einen Anteil von 30,8 Prozent. Split-Anlagen bestehen aus einer Innen- und einer Außeneinheit.

Der Boom bei den Klimaanlagen dürfte auch den Stromverbrauch in die Höhe treiben. Für eine Split-Anlage müssen Haushalte laut Verivox jährliche Stromkosten zwischen 40 und 90 Euro einplanen. Bei den in der Anschaffung günstigeren mobilen Monoblock-Geräten sei mit jährlichen Stromkosten von 100 bis 150 Euro zu rechnen.

Experte gibt Tipps gegen die Hitze

Storck betonte, auch ohne Klimaanlage lasse sich die Wohnung wirksam vor Hitze schützen. „Am besten schützen Außenjalousien oder Rollläden – wenn man sie tagsüber schließt, halten sie die Sonne draußen“, sagte der Experte. Wer diese nicht habe, könne Sonnenschutzfolien an den Fenstern anbringen. Auch Ventilatoren kühlten zwar nicht die Luft, aber die Luftbewegung fühle sich angenehmer an.

Für die repräsentative Umfrage befragte das Marktforschungsinstitut Innofact im Juli 2026 im Auftrag von Verivox 1.000 Menschen im Alter von 18 bis 69 Jahren.

Grüne fordern Klimaanlagen für Schulen, Kliniken, Altenheime

Die bayerischen Grünen halten Klimaanlagen ohnehin für sinnvoll, wie sie jüngst deutlich machten. Auch weil die nächste Hitzewelle bevorsteht, forderte Grünen-Landtagsfraktionschefin Katharina Schulze Sofortausgaben in Höhe von 200 Millionen Euro für Klimaanlagen in Schulen, Kitas, Kliniken und Altenheimen. Dafür solle das Geld verwendet werden, das der Freistaat in diesem Jahr aus dem Länderfinanzausgleich zurückbekommt.

„Bayern soll allein in diesem Jahr 200 Millionen Euro zusätzlich vom Bund bekommen“, sagte Schulze der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und forderte: „Dieses Geld darf nicht im Staatshaushalt versickern. Damit muss die Staatsregierung endlich für Abkühlung sorgen bei Kindern, älteren und kranken Menschen. Deswegen müssen diese Millionen unbürokratisch und direkt an die Gemeinden und Landkreise weitergegeben werden, damit sie Kitas, Schulen, Altenheime und Krankenhäuser mit Klimaanlagen ausstatten können.“

Der Juni war in Bayern der zweitheißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – das hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Messungen zuletzt mitgeteilt.

Mit Informationen von AFP und dpa.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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