Ohrenschmerzen nach dem Schwimmen
Die Schwimmbad-Otitis, auch Taucher- oder Surferohr genannt, ist eine Entzündung des äußeren Gehörgangs. Wasser im Ohr schafft ein feuchtwarmes Milieu, die Haut weicht auf, Keime können leichter eindringen. Typisch sind Juckreiz, Schmerzen sowie ein geröteter oder geschwollener Gehörgang. Halten die Beschwerden an oder werden sie stärker, sollte man sie ärztlich abklären lassen. Behandelt wird je nach Ursache, etwa mit entzündungshemmenden oder antibiotischen Ohrentropfen.
Zur Vorbeugung sollten die Ohren nach dem Baden sorgfältig getrocknet werden – am besten mit einem Handtuch. Ein Föhn kann helfen, wenn er nur auf niedriger Stufe und mit genügend Abstand verwendet wird.
Brennende Augen nach dem Baden
Rote, brennende und tränende Augen entstehen meist nicht durch Chlor allein, sondern durch Chloramine: Verbindungen aus Chlor und organischen Stoffen wie Harnstoff oder Keimen. Sie reizen die Schleimhäute und können Infektionen begünstigen. Daraus kann sich eine Bindehautentzündung entwickeln. Lässt das Brennen trotz befeuchtender Augentropfen nach einem Tag nicht nach oder kommen Schmerzen, Eiter oder Sehprobleme hinzu, sollte man besser zum Augenarzt gehen.
Chlorallergie – wenn Chlor Haut und Atemwege reizt
Eine Chlorallergie im eigentlichen Sinne ist sehr selten. Chlor und chlorhaltige Verbindungen können aber Haut und Atemwege reizen – vor allem bei Menschen mit trockener Haut, Asthma oder Allergien.
Fußpilz im Schwimmbad: Wo das Risiko besonders hoch ist
Fußpilzerreger lauern vor allem in Nassräumen und Umkleiden. Nach dem Baden ist die Haut oft aufgeweicht und dadurch anfälliger für Erreger. Badeschuhe und gründliches Abtrocknen, besonders zwischen den Zehen, senken das Risiko. Wer sich Fußpilz eingefangen hat, sollte die Infektion konsequent mit einem Antipilzmittel behandeln; bei hartnäckigen Beschwerden ist ärztlicher Rat sinnvoll.
Durchfall nach dem Baden: Wenn Keime im Wasser schuld sind
Im Wasser können auch Darmkeime wie E. coli vorkommen. Bei bestimmten Krankheitserregern können schon geringe Mengen verunreinigten Wassers reichen, um Magen-Darm-Beschwerden auszulösen. Badewasser sollte deshalb möglichst nicht geschluckt werden.
Blasenentzündung nach dem Schwimmen
Darmkeime wie E. coli können außerdem Beschwerden im Intimbereich und Harnwegsinfekte begünstigen – besonders bei Frauen. Jucken, Brennen oder Schmerzen im Intimbereich können auf eine Infektion hinweisen. Ist die Scheidenflora geschwächt, haben Erreger leichteres Spiel. Gelangen Bakterien in die Harnblase, kann daraus eine Blasenentzündung entstehen.
Whirlpool-Dermatitis: Hautausschlag nach dem Baden
In schlecht gewarteten Whirlpools können sich Keime im warmen Wasser besonders schnell vermehren. Mögliche Folge ist eine Dermatitis: ein juckender Hautausschlag, häufig mit roten Flecken, Papeln oder Pusteln, der kurz nach dem Baden auftreten kann. Die Beschwerden klingen oft von selbst wieder ab; bei starken oder anhaltenden Symptomen sollte man sie ärztlich abklären lassen.
Welche Keime im Badesee vorkommen können
Ein Badesee ist kein Freibad, natürliches Wasser kein Trinkwasser: Es wird weder aufbereitet noch desinfiziert. Auch bei guter Badegewässerqualität können Keime vorkommen – vor allem dort, wo sich viele Wasservögel aufhalten oder nach Starkregen Einträge ins Wasser gelangen. Wer Wasser schluckt oder mit gereizter Haut badet, kann sich deshalb Beschwerden wie Durchfall, Erbrechen, Übelkeit, Fieber oder Hautausschläge einfangen.

