Nach dem Tod von Dolly Parton haben zahlreiche Musikerinnen, Musiker, Filmschaffende und Politiker der Country-Ikone Tribut gezollt. Parton starb am Dienstag im Alter von 80 Jahren in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee. Nach Angaben ihres Pressesprechers erlag sie einem Krebsleiden.
Die US-Sängerin Taylor Swift ließ über die Branchenmagazine „Variety“ und „The Hollywood Reporter“ verbreiten: „Eine Welt ohne Dolly fühlt sich nicht möglich, nicht real und nicht richtig an.“ Aber aufgrund ihrer „grenzenlos großzügigen Art, wie sie ihre Zeit auf dieser Erde verbrachte, und der zahllosen Leben, die sie zum Besseren verändert hat, wird ihr Vermächtnis für immer weiterleben“.
„Kleine Nachrichten voller Ermutigung und Unterstützung“
R&B-Sängerin Beyoncé, die Parton zu einer Mitwirkung an ihrem Grammy-prämierten Country-Album „Cowboy Carter“ eingeladen hatte, schrieb auf ihrer Website: „Du warst der Maßstab. Der Nordstern. Kühn und brillant. Talentiert und unbeirrbar. Du hast so viele Lektionen darüber erteilt, wie man ganz man selbst sein kann.“
Der Ex-Beatle Paul McCartney würdigte Partons Gesang und ihr Songwriting. Sie sei eine äußerst kluge Geschäftsfrau gewesen, „die den Wert ihrer Musik verstand – und vor allem die Wirkung, die sie auf die Menschen in aller Welt hatte“. Es sei eine große Ehre für ihn gewesen, als sie seinen Song „Let It Be“ gesungen habe. Und auch die Sängerin Kelly Clarkson betonte Partons musikalisches Vermächtinis. „Sie hat uns ein großartiges künstlerisches Werk hinterlassen.“
Die Schauspielerin Jane Fonda erinnerte an Partons einnehmende Art. „Sie war gleichzeitig ein freches, verspieltes Mädchen aus den Bergen Tennessees und eine tiefgründige, gefühlvolle Denkerin, die durch Menschen hindurch bis zu ihrem wahren Wesen sehen konnte.“ Parton sei nie schlafen gegangen, „bevor sie und ihre Freunde nicht so sehr gelacht hatten, dass sie die Beine zusammenkneifen mussten“.
Auch die Schauspielerin Reese Witherspoon betonte die menschliche Seite von Dolly Parton: „Während meiner gesamten Karriere schickte sie mir kleine Nachrichten voller Ermutigung und Unterstützung. Sie schrieb mir, ich solle für die Menschen in meinem Leben ein Licht sein und auf meine Engel hören.“ Dolly Parton sei im Showgeschäft die wohl einzige Person gewesen, „der man nacheifern konnte“, teilte die Schauspielerin Elizabeth Banks mit: „Das ist heute wirklich schwer. Dolly Parton war Sie war die freundlichste, liebevollste, talentierteste, großzügigste, inklusivste, widerstandsfähigste und zäheste Person. Sie war unbestreitbar eine Naturgewalt.“
Dolly Parton hielt sich mit politischer Positionierung zurück
US-Präsident Donald Trump würdigte Parton auf seiner Plattform Truth Social als „eine der größten Country-Sängerinnen und weit darüber hinaus“. Ihr Tod sei „ein wahrer Verlust für Millionen von Menschen“, schrieb er. „Es hat nie jemanden wie sie gegeben, und das wird es auch nie wieder geben.“ Trump erklärte außerdem, dass er angeordnet habe, die US-Flaggen im ganzen Land ab Dienstagabend für eine Woche auf Halbmast zu setzen.
Zu Lebzeiten hielt sich Dolly Parton mit politischer Positionierung zurück. Als 2016 die Nachricht die Runde machte, sie würde sich für eine Präsidentschaft von Hillary Clinton einsetzen, schrieb sie auf Facebook, dass sie sich weder für Clinton noch für Donald Trump ausgesprochen habe. „Ich habe noch nicht entschieden, wen ich wähle, aber wir werden so der so von PMS geplagt sein: presidential mood swings!“
Und auch in einem Interview mit USA Today aus dem Jahr 2020 blieb sie dieser Linie treu. „Ich mag es nicht, politisch vereinnahmt zu werden. Auch weil ich Fans aus beiden Lagern habe: Republikaner und Demokraten.“
Mit Informationen von AP

