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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Schauspieler und Musicalstar Tim Curry ist tot
Kultur

Schauspieler und Musicalstar Tim Curry ist tot

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 26. August 2026 19:47
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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Seine außergewöhnliche Singstimme und sein breites Grinsen machten ihn weltbekannt: Der britische Schauspieler Tim Curry, unter anderem bekannt aus dem Film „Rocky Horror Picture Show“, ist tot. Curry sei am Mittwoch im Alter von 80 Jahren in seinem Haus in Los Angeles gestorben, teilte seine langjährige Managerin und Freundin Marcia Hurwitz mit.

Inhaltsübersicht
Currys Filmrolle Dr. Frank N. Furtner erlangte KultstatusMultitalent: Schauspieler, Musicaldarsteller und Synchronsprecher

Angaben zur Todesursache gab es zunächst nicht. Der Schauspieler hatte seit einem schweren Schlaganfall vor mehr als einem Jahrzehnt mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und mied die Öffentlichkeit.

Currys Filmrolle Dr. Frank N. Furtner erlangte Kultstatus

Der Schauspieler und Sänger kam 1946 als Timothy James Curry in der Grafschaft Cheshire zur Welt. An der Universität Birmingham studierte er Schauspiel. Nach ersten Erfolgen beim Hippie-Musical „Hair“ wurde Curry von „Rocky Horror“-Erfinder Richard O’Brien für die Hauptrolle in der Show verpflichtet. 

Als außerirdischer Wissenschaftler und Transvestit Dr. Frank N. Furter feierte Curry zunächst auf der Theaterbühne und anschließend in der 1975 erschienenen Verfilmung des Musicals „The Rocky Horror Picture Show“ seinen Durchbruch. Die schrille Horror-Parodie mit Curry, Susan Sarandon und Richard O’Brien floppte zunächst an den Kinokassen, entwickelte sich später jedoch zum Kultfilm und wurde besonders in mitternächtlichen Vorführungen gezeigt.

Bis heute wird der Film regelmäßig in Kinos gezeigt. Bei vielen Vorführungen verkleiden sich Fans als Figuren aus dem Film, singen die Lieder mit und tanzen zum „Time Warp“. Mehr als vier Jahrzehnte nach dem Original kehrte Curry 2016 für eine Fernseh-Neuverfilmung der „Rocky Horror Picture Show“ zurück und übernahm darin die Rolle des Erzählers.

Multitalent: Schauspieler, Musicaldarsteller und Synchronsprecher

Curry hatte seine Karriere im Londoner West End begonnen und war später in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen – meist als Bösewicht. Zu seinen bekanntesten Rollen gehörte neben Frank N. Furter der mörderische Clown Pennywise in der Fernseh-Miniserie „Es“ nach dem Roman von Stephen King aus dem Jahr 1990. „Ich spiele gerne die kurioseren Seiten des menschlichen Geistes und Verhaltens, auch weil sie ein bisschen interessanter sind“, sagte Curry 1993 der Nachrichtenagentur AP.

Außerdem spielte Curry unter anderem in der Musical-Verfilmung „Annie“, der Krimikomödie „Clue“ und der Action-Komödie „3 Engel für Charlie“. Daneben arbeitete er über Jahrzehnte als Theater- und Synchronsprecher. Auch am Broadway gehörte Curry zu den Superstars. Als Mozart in „Amadeus“ oder als King Arthur in „Spamalot“ feierte er große Erfolge. Auch am Londoner West End stand er regelmäßig auf der Bühne. Obendrein versuchte er sich als Popstar. Doch seine eigenen Alben – „Read My Lips“ (1978), „Fearless“ (1979) und „Simplicity“ (1981) – waren keine kommerziellen Erfolge.

Im vergangenen Jahr veröffentlichte er seine Autobiografie „Vagabond“, die er als Hörbuch einsprach.

Mit Informationen von dpa, AFP und AP

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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