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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Immer mehr Photovoltaik: Wie das Stromnetz dafür fit werden kann
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Immer mehr Photovoltaik: Wie das Stromnetz dafür fit werden kann

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 2. Oktober 2024 06:54
Von Christin Freitag
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5 min. Lesezeit
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Auf dem Dach der Schuhfabrik Meindl in Kirchanschöring nahe Traunstein produziert eine große Photovoltaikanlage Strom – viel davon verbrauchen die eigenen Maschinen. Aber wenn es mal einen Stromüberschuss gibt, dann darf ihn Schuhfabrikant Lukas Meindl zum größten Teil nicht ins Stromnetz einspeisen. Was ihn massiv ärgert: „Das ist nicht nachhaltig. Wir nutzen die Energie nicht voll.“

Inhaltsübersicht
In Bayern gibt es besonders viele Mini-StromnetzeAuch großes Bayernwerk „massiv gefordert“Viele Photovoltaik-Betreiber werden ausgebremstRegionalwerk will Problem mit Stromspeicher lösenBayernwerk reagiert nach BR-Anfrage

In Bayern gibt es besonders viele Mini-Stromnetze

Zuständig für das lokale Stromnetz von Kirchanschöring ist ein sehr kleiner Verteilnetzbetreiber. Davon gibt es gerade in Bayern besonders viele: mehr als 200. Die Energieversorgung Schmid in Kirchanschöring entstand vor 100 Jahren aus einer Mühle. Wolfgang Schmid ist Eigentümer und gleichzeitig einziger Mitarbeiter – das Kirchanschöringer Stromnetz betreibt er sogar im Nebenerwerb: „Es ist ja sehr klein vom Netzbereich her. Wir haben nur das Dorf.“

Schmid hat neben der großen PV-Anlage auf der Schuhfabrik noch eine Anfrage für einen Freiflächen-Solarpark auf dem Tisch liegen. All den Sonnenstrom müsste er an das große Bayernwerk weiterleiten – und dafür, so bisher die offizielle Auskunft des Konzerns, eine lange Stromleitung zu einem entfernten Einspeisepunkt bauen. Unmöglich, sagt Schmid: „Das bereitet einem schlaflose Nächte. Bei unserem Firmenumsatz, wenn ich zehn Millionen investieren soll, das geht nicht.“

Auch großes Bayernwerk „massiv gefordert“

Auf BR-Anfrage schreibt das Bayernwerk, die Fragen um Netzverknüpfungspunkte seien gesetzlich geregelt, im vorliegenden Fall deshalb eben der Netzbetreiber im Dorf zuständig. Und generell sei das Bayernwerk als größter Netzbetreiber in Bayern „massiv gefordert von der Energiewende“. Es gebe bis 2026 mehr als fünf Milliarden Euro aus und habe binnen eines Jahres 88.000 Photovoltaikanlagen angeschlossen. Es brauche Geduld: „Die Klimaneutralität in Bayern soll bis 2040 umgesetzt werden. Und so lange wird es auch dauern, bis alle Leitungen stehen, bis alles so weit passt.“

Viele Photovoltaik-Betreiber werden ausgebremst

Das Beispiel Meindl ist alles andere als ein Ausnahmefall. Inzwischen ist es laut Bernhard Strohmayer vom Bundesverband neue Energiewirtschaft (BNE) die Regel, dass Anlagen nicht rechtzeitig ans Netz kommen, weil es an Netzkapazität fehlt: „Viele, die progressiv vorangehen wollen im Photovoltaik-Ausbau, sind konfrontiert mit der Langsamkeit von Netzbetreibern.“

Probleme gebe es sowohl mit kleinen Netzbetreibern, die mit den neuen Herausforderungen der Energiewende überfordert sind, als auch mit großen. Die hätten es vielfach versäumt, rechtzeitig ihre internen Prozesse zu verändern und genug Personal einzustellen. Zwar gebe es Aussicht auf Besserung, weil die Ampelregierung in Berlin Neuregelungen plant, um den Netzanschlussprozess zu vereinfachen. Aber es bleibe noch viel zu tun.

Regionalwerk will Problem mit Stromspeicher lösen

In Kirchanschöring mischt noch ein weiterer Akteur mit, der die Situation lösen könnte: das Regionalwerk Chiemgau. Ein Zusammenschluss von 31 Kommunen in Chiemgau und Rupertiwinkel, die das Thema Energie wieder mehr in eigene Hände nehmen wollen. Vorstand Michael Perkmann sagt: „Ich bin hoffnungsfroh.“

Das Regionalwerk plant, ins Kirchanschöringer Gewerbegebiet einen großen Stromspeicher zu bauen, der tagsüber Stromüberschüsse aus der Photovoltaik aufnimmt und abends wieder abgibt. Dazu käme idealerweise ein neuer regelbarer Trafo, der es erlaubt, die bestehenden Leitungen besser auszunutzen. Laut BNE würden es solche intelligenten Bauteile an vielen Stellen erlauben, aus dem bestehenden Strom-Verteilnetz noch mehr herauszuholen. Gerade Bayern habe da noch Nachholbedarf – aber damit auch noch ein Potenzial, das man heben könnte.

Bayernwerk reagiert nach BR-Anfrage

Für das Problem in Kirchanschöring zeichnet sich inzwischen sogar eine noch schnellere Lösung ab: Ein paar Tage nach der Anfrage des Bayerischen Rundfunks hat das Bayernwerk dem örtlichen Netzbetreiber mündlich mitgeteilt, dass man den Strom von der Schuhfabrik Meindl wahrscheinlich doch noch über den bestehenden Verknüpfungspunkt im Bayernwerk-Netz aufnehmen könne. Bis 2030 soll in der Gegend außerdem ein neues Umspannwerk in Betrieb gehen, das die Probleme dann endgültig zu lösen verspricht.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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