WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Börsen-Ticker: DAX verliert, im Fokus Douglas und Aroundtown
    29. Mai 2024
    Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet
    29. Mai 2024
    Unternehmen in Schieflage: Stadt Kelheim hilft Faserhersteller
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Hormus-Sperre: Können Containerschiffe nicht andere Wege nutzen?
    22. April 2026
    Würden weniger Krankenkassen wirklich mehr Geld einsparen?
    22. April 2026
    Lieferung per Luft: Kommt das Paket bald mit der Drohne?
    22. April 2026
    Warum es so schwer ist, Büros in Wohnungen umzuwandeln
    22. April 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    John Ternus übernimmt Apple – und eine riesige Aufgabe
    21. April 2026
    Humanoide Roboter sind jetzt schneller als Menschen – na und?!
    21. April 2026
    Schlechtes Handynetz? Neue Funkloch-App liefert den Beweis
    20. April 2026
    #Faktenfuchs: Wie viele Fake-Profile gibt es auf Social Media?
    17. April 2026
    Amazon kauft Satelliten-Firma Globalstar: Was steckt dahinter?
    15. April 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Lyriden-Sternschnuppen erreichen heute Nacht ihren Höhepunkt
    22. April 2026
    Lyriden-Sternschnuppen erreichen heute Nacht ihren Höhepunkt
    22. April 2026
    Kreatin für Muskelkraft: Für wen das Mittel sinnvoll ist 
    22. April 2026
    „Versuchskaninchen“? Erster neuer G9-Jahrgang schreibt Abi
    22. April 2026
    Was bringen Vogelzählungen und Bürgerforschung tatsächlich?
    22. April 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    Warum das Biopic „Michael“ die Missbrauchsvorwürfe ausspart
    22. April 2026
    Klaus Kinski und Werner Herzog: Was geschah wirklich?
    22. April 2026
    „The Boys“: Wie „Homelander“ den US-Imperialismus demontiert
    21. April 2026
    Kommissar Rex ermittelt wieder
    21. April 2026
    Papst Leo XIV.: Ringen um Pazifismus in der katholischen Kirche
    21. April 2026
  • Lesezeichen
Gerade: „Null-Bock-Tage“ – ein Trend, der die Arbeitswelt voranbringt?
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > „Null-Bock-Tage“ – ein Trend, der die Arbeitswelt voranbringt?
Wirtschaft

„Null-Bock-Tage“ – ein Trend, der die Arbeitswelt voranbringt?

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 13. Oktober 2024 08:51
Von Christin Freitag
Teilen
4 min. Lesezeit
Teilen

 

Ein normaler Arbeitstag, der Wecker klingelt, aber man fühlt sich nicht gut. Schlapp, ausgelaugt, unmotiviert. Vielleicht hat man viele private Dinge im Kopf, die jetzt eigentlich wichtiger wären. Einige Firmen in Großbritannien ermöglichen ihren Angestellten für diesen Fall „Reset-Days“, in Deutschland häufig etwas schief übersetzt als „Null-Bock-Tage“: Man ist nicht krankgeschrieben oder im Urlaub, man verdient Geld – und arbeitet trotzdem nicht.

Inhaltsübersicht
„Nicht nachvollziehbar und nicht üblich“Gewerkschaft ver.di: „Viele Mitglieder würden sich freuen“Was würden eigentlich die Kollegen sagen?

In Deutschland gibt es diese Möglichkeit seit Jahren bei der Berliner Firma Einhorn, die Kondome und Periodenprodukte herstellt. Dort wird das Angebot dem Unternehmen nach genutzt, aber nicht ausgenutzt – die Produktivität leide nicht, der Arbeitgeber bekomme das Vertrauen zurück. Auch bei IT-Firmen wie Microsoft oder LinkedIn können Angestellte laut der britischen Unternehmensberatung MTD Training „Null-Bock-Tage“ nehmen.

„Nicht nachvollziehbar und nicht üblich“

Ein echter Trend in Deutschlands Arbeitswelt ist das Ganze bisher nicht. Das soll es auch nicht werden, findet die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw). „Es bleibt natürlich jedem Unternehmen überlassen, wie viele zusätzliche freie Tage es seinen Mitarbeitern gewährt und wie diese genannt werden“, sagt vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt auf BR24-Anfrage. „‚Null-Bock-Tage‘ sind für uns allerdings nicht nachvollziehbar und in bayerischen Unternehmen auch nicht üblich.“

Brossardt zufolge bestehen in Deutschland bereits ausreichend Möglichkeiten, sich falls nötig von der Arbeit abzumelden. „Wer sich nicht arbeitsfähig fühlt, kann sich krank melden“, betont der vbw-Hauptgeschäftsführer. Im Übrigen könne Urlaub oder Zeitausgleich genommen werden. „Es besteht also kein Bedarf, zusätzliche freie Tage einzuführen.“

Generell beobachtet die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft laut Brossardt mit Sorge, „dass die öffentliche Diskussion zunehmend davon geprägt ist, wie es gelingt, weniger zu arbeiten“. Stattdessen brauche es wieder „eine Haltung der Wertschätzung von Arbeit“ – angesichts des Arbeits- und Fachkräftemangels sowie der schwierigen konjunkturellen Lage. Bei der Zahl der freien Tage würden Deutschland und Bayern ohnehin weltweit im Spitzenfeld liegen.

Gewerkschaft ver.di: „Viele Mitglieder würden sich freuen“

Komplett anders sieht das die Dienstleistungs-Gewerkschaft ver.di in Bayern. Auf BR24-Anfrage teilt ein ver.di-Sprecher mit: Man begrüße den Vorschlag zur Einführung zusätzlicher freier Tage, an denen sich Beschäftigte um private Angelegenheiten kümmern können, ohne zu arbeiten oder sich krankmelden zu müssen. „Viele unserer Mitglieder würden sich sehr über ‚Null-Bock-Tage‘ freuen“.

Aus ver.di-Sicht würden solche „Sonderfreizeit-Tage“ die Attraktivität vieler Arbeitgeber deutlich verbessern. Das Konzept sei „eine Chance, die Work-Life-Balance der Beschäftigten zu verbessern und gleichzeitig die Arbeitszufriedenheit zu steigern“. Im Vergleich zu einer klassischen Krankmeldung wäre der psychische Druck auf die Betroffenen geringer und es könne flexibler auf Herausforderungen des Alltags reagiert werden – „ohne das zum Teil vorherrschende schlechte Gefühl einer Krankmeldung“.

Die Gewerkschaft appelliert daher an die Arbeitgeber im Freistaat, „diesen Vorschlag ernsthaft in Betracht zu ziehen und in einen Dialog mit den Arbeitnehmervertretungen zu treten“, um die mögliche Umsetzung zu diskutieren.

Was würden eigentlich die Kollegen sagen?

Klar ist allerdings auch: Für hippe Startups aus Berlin gelten andere Regeln als für große Industriebetriebe oder den Dienstleistungssektor. Handwerker, die ihre Kollegen wegen eines „Null-Bock-Tags“ alleine auf der Baustelle lassen? Erzieherinnen, die sich wegen eines „Null-Bock-Tags“ nicht um die Kinder in ihrer Gruppe kümmern? Aus heutiger Sicht klingt das zumindest schräg.

Gut möglich, dass „Sonderfreizeit-Tage“ oder ähnliche Modelle mit anderem Namen auch künftig eine geringere Rolle spielen werden als die schon viel weiter verbreitete Vier-Tage-Woche. Das Fazit von vbw-Hauptgeschäftsführer Brossardt aus Sicht der bayerischen Wirtschaft lautet: „Wer öfter einen ‚Null-Bock-Tag‘ braucht, sollte überprüfen, ob er die richtige Beschäftigung gewählt hat.“

 

Dir gefällt vielleicht

Hormus-Sperre: Können Containerschiffe nicht andere Wege nutzen?

Würden weniger Krankenkassen wirklich mehr Geld einsparen?

Lieferung per Luft: Kommt das Paket bald mit der Drohne?

Warum es so schwer ist, Büros in Wohnungen umzuwandeln

Zeitgewinn oder Effizienzdruck? So verändert KI unsere Arbeit

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Christin Freitag
Follow:
Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
Vorheriger Artikel Geplante Depot-Förderung: Werden die Deutschen Aktiensparer?
Nächster Artikel Über 80 Prozent der bayerischen Lehrer gehen früher in Pension
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

Lyriden-Sternschnuppen erreichen heute Nacht ihren Höhepunkt
Wissen 22. April 2026
Warum das Biopic „Michael“ die Missbrauchsvorwürfe ausspart
Kultur 22. April 2026
Lyriden-Sternschnuppen erreichen heute Nacht ihren Höhepunkt
Wissen 22. April 2026
Hormus-Sperre: Können Containerschiffe nicht andere Wege nutzen?
Wirtschaft 22. April 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?