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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Giftnudel und Gauschdara: 90 bairische Schimpfnamen gezeichnet
Kultur

Giftnudel und Gauschdara: 90 bairische Schimpfnamen gezeichnet

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 4. Dezember 2024 16:48
Von Uta Schröder
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4 min. Lesezeit
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Auf dem Kopf einer alten Frau tummeln sich unzählige Schlangen. In der linken Hand hält sie den Spaghetti-Teller, in der rechten die Würzmischung „Mordzarella“, mit Totenkopfbild darauf. Auf gut bairisch ist sie eine „Giftnudel“, also ein uncharmantes, zänkisches Weibsbild. Der „oida Kraudara“ trägt einen Kohlkopf auf dem Kopf, sein Bart besteht praktischerweise aus Sauerkraut und die Gabel hat er schon im Anschlag. In Acryltusche auf Büttenpapier sind sie allesamt Erfindungen von Illustrator Hans Reiser: „Das ist ein Thema, das ist unerschöpflich. Für jeden satirischen Zeichner ist das eine Fundgrube.“

Inhaltsübersicht
Fast drei Jahre Arbeit stecken in den BildernBairisches Schimpfnamen-Buch für die ganze Familie

Fast drei Jahre Arbeit stecken in den Bildern

Insgesamt 90 bairische Schimpfnamen hat der Künstler Hans Reiser illustriert: Fast drei Jahre Arbeit stecken in diesen präzise ausgearbeiteten Bildern. Momentan betreut der 73-Jährige seine Ausstellung in Gmund am Tegernsee. Der Titel im Jagerhaus lautet: „Loamsiada, Doagaff, Siasskasa“, bairische Schimpfnamen. Und gleichzeitig ist dazu ein Buch erschienen, darin werden die Schimpfnamen nach bestem Wissen und Gewissen erklärt: Der „Loamsiada“ ist ein Langweiler, der nichts auf die Reihe kriegt, der „Doagaff“ ist ein besonders begriffsstutziger Mensch und der „Siasskasa“ ist ein Süßholzraspler, ein Schöntuer, eben einer, der den Kas, den Käse, süß machen möchte.

Irgendwie kennt jeder solche Menschen. Auch der „Gauschdara“ begegnet einem hin und wieder. Hans Reiser malt ihn stolpernd, mit Coffee to go, den er in seiner Hektik halb verschüttet, mit Schweißperlen auf der Stirn, und Brille, die schief sitzt. Keine Zeit für gar nichts. Sein Hut besteht aus einem Ziffernblatt. Das Rädchen eines Uhrwerks fliegt durch die Luft.

Er selbst sei ein „Gauschdara“, das habe ihm erst kürzlich seine Frau gesagt, erzählt Reiser, „weil ich momentan relativ angespannt bin und mir pressiert’s. Ich bin wahnsinnig ungeduldig, weil ich eigentlich am liebsten male, momentan muss ich viel organisatorisches Zeug machen“.

Bairisches Schimpfnamen-Buch für die ganze Familie

Aber was haben eigentlich der Schmetterling, der Spatz, der Mistkäfer oder die Fliegen auf Hans Reisers Bildern zu suchen? Sie sind so filigran und naturgetreu gemalt, als wären sie direkt einem Naturkundebuch entsprungen. Manche Dinge seien einfach nur schmückendes Beiwerk, sagt Reiser. „Manchmal denk’ ich mir, dann mal ich da noch einen Schmetterling hin. Ob der jetzt dazu passt oder nicht, ist mir wurscht, Hauptsache er macht ein schönes Bild.“

Seine Hauptakteure wiederum müssen nicht schön sein, sonst wäre die „oide Schäsn“ keine alte, aufgetakelte Frau, und der „Dipfäscheisser“ kein Korinthenkacker mehr. Wichtig ist Hans Reiser etwas anderes: Es sollte nicht zu derb und auch nicht beleidigend wirken. Sein Bairisches Schimpfnamen-Buch ist für die ganze Familie. Man hört die Kinder schon kichern, wenn sie bei der Giftnudel die fiesen, sagen wir’s lieber auf bairisch: die „gscheaden Gsichter“ entdecken. Die Nudelgesichter mit ihren spitzen kleinen Zähnen erinnern mehr an Piranhas als an Spaghetti. „Ich neige zur Opulenz, bei mir muss es was zu sehen geben“, sagt der Künstler.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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