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Netzwelt

Windows 10 geht in Rente: Das müssen Nutzer jetzt wissen

Benjamin Lehmann
Zuletzt aktualisert 2. Januar 2025 14:49
Von Benjamin Lehmann
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4 min. Lesezeit
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Der Countdown läuft: In weniger als zwei Jahren stellt Microsoft den Support für Windows 10 ein. Zeit, sich mit den Alternativen zu beschäftigen. Was bedeutet das Ende von Windows 10 konkret für Nutzer?

Inhaltsübersicht
Ist das wirklich das Ende von Windows 10?Muss ich für Windows 11 bezahlen?Was, wenn mein PC zu alt für Windows 11 ist?Kann ich einfach bei Windows 10 bleiben?Wie bereite ich mich am besten auf den Umstieg vor?Welche Alternativen gibt es zum Windows 11-Upgrade?Fazit: Was ist jetzt zu tun?

Ist das wirklich das Ende von Windows 10?

Ja, am 14. Oktober 2025 endet der Support für Windows 10. Das bedeutet konkret: keine Sicherheitsupdates mehr, keine neuen Funktionen und kein technischer Support. Spätestens bis zu diesem Termin sollte man Windows 10 in den wohlverdienten Ruhestand schicken. IT-Sicherheitsexperte Thorsten Urbanski vom Sicherheitsunternehmen Eset warnt eindringlich davor, bis zum letzten Moment zu warten: „Andernfalls setzen sich Nutzer erheblichen Sicherheitsrisiken aus und machen sich anfällig für gefährliche Cyberangriffe und Datenverluste.“

Muss ich für Windows 11 bezahlen?

Die gute Nachricht zuerst: Für die meisten Windows 10-Nutzer ist das Upgrade kostenlos. Voraussetzung ist eine gültige Windows 10-Lizenz, entweder als „digitale Lizenz“ oder mit einem von Microsoft anerkannten Installationsschlüssel. Wer allerdings noch Windows 7 oder 8/8.1 nutzt, muss erst auf Windows 10 upgraden – das könnte zusätzliche Kosten verursachen. Übrigens: Nach Angaben von Eset gibt es in Deutschland noch über eine Million „Windows-Dinosaurier“, die mit völlig veralteten Versionen wie Windows 8.1, 8, 7 oder sogar XP arbeiten.

Was, wenn mein PC zu alt für Windows 11 ist?

Hier liegt der Haken: Microsoft hat die Systemanforderungen für Windows 11 deutlich erhöht. Viele ältere PCs erfüllen diese nicht. In diesem Fall können Sie einzelne Komponenten aufrüsten, sofern das möglich ist. Manchmal führt aber kein Weg an einem neuen PC vorbei. Microsoft hat zwar einen kostenpflichtigen erweiterten Support für Windows 10 angekündigt, der erstmals auch für Privatanwender verfügbar sein wird. Allerdings warnt Urbanski: „Die Kosten sind jedoch hoch und steigen mit jedem Jahr der Nutzung um das Doppelte.“ Alternativen wie Linux sind daher einen Blick wert.

Kann ich einfach bei Windows 10 bleiben?

Technisch ist das möglich – aber nicht empfehlenswert. Ohne Updates wird Ihr System zunehmend zur Zielscheibe für Cyberangriffe und Malware. Auch Datenschutzverletzungen werden wahrscheinlicher. Mit der Zeit werden Sie zudem Leistungseinbußen bemerken und neue Software könnte Probleme bereiten. Besonders für Unternehmen können sich auch rechtliche Probleme ergeben, wenn sie ein nicht mehr unterstütztes Betriebssystem einsetzen.

Wie bereite ich mich am besten auf den Umstieg vor?

Der beste Weg führt über gründliche Vorbereitung: Prüfen Sie zunächst mit dem „PC Health Check“ von Microsoft, ob Ihr PC Windows 11 unterstützt. Sichern Sie dann Ihre wichtigen Daten und erstellen Sie eine Übersicht Ihrer Programme, um deren Windows 11-Kompatibilität zu prüfen. Kalkulieren Sie auch ein realistisches Budget für mögliche Hardware-Upgrades ein. Interessant: Beim vergleichbaren Support-Ende von Windows 7 im Jahr 2020 waren deutsche Nutzer deutlich besser vorbereitet als heute.

Welche Alternativen gibt es zum Windows 11-Upgrade?

Es gibt durchaus interessante Optionen: Linux ist kostenlos und läuft oft auch auf älterer Hardware sehr gut. Wer ohnehin mit Apple liebäugelt, für den könnte jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Umstieg auf einen Mac sein. Microsoft wird zwar eine kostenpflichtige Supportverlängerung anbieten, aber die steigenden Kosten machen diese Option langfristig unattraktiv.

Fazit: Was ist jetzt zu tun?

Die Zeit drängt, aber Panik ist trotzdem fehl am Platz. Sie haben bis Oktober 2025 Zeit für eine wohlüberlegte Entscheidung. Die kostenlose Upgrade-Option auf Windows 11 macht den Wechsel für viele Nutzer attraktiv. Wer neue Hardware braucht, kann die Übergangszeit nutzen, um in Ruhe nach passenden Angeboten zu suchen. Wichtig ist vor allem, nicht zu lange zu warten – denn Cybersicherheit sollte bei der Entscheidung an erster Stelle stehen.

 

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Von Benjamin Lehmann
Benjamin Lehmann schreibt für das Ressort Netzwelt der WirtschaftsRundschau. Mit seinem Fachwissen in digitalen Technologien und Internetkultur informiert er über aktuelle Trends und Innovationen und bietet den Lesern wertvolle Einblicke in die digitale Welt.
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