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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Generation Z fleißiger als gedacht – Studie widerlegt Klischee
Wirtschaft

Generation Z fleißiger als gedacht – Studie widerlegt Klischee

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 18. Februar 2025 15:53
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Zur Jahrtausendwende haben junge Leute immer weniger ihr eigenes Geld verdient. Doch das hat sich in den vergangenen zehn Jahren geändert.

Inhaltsübersicht
Erwerbsbeteiligung der Jungen hat deutlich zugenommenForscher: Gen Z entspricht nicht dem KlischeeGen Z: Studenten arbeiten häufiger nebenbeiKürzeres Studium, schneller in Arbeit

Ist die Erwerbsbeteiligung der 20- bis 24-Jährigen in den Jahren 1995 bis 2015 konstant gesunken, steigt diese seitdem wieder an. Heute arbeiten rund drei Viertel der Generation Z und damit sechs Prozentpunkte mehr als 2015, wie Daten des Mikrozensus der Bundesagentur für Arbeit und der Bevölkerungsstatistik des Statistischen Bundesamtes zeigen (externer Link).

Erwerbsbeteiligung der Jungen hat deutlich zugenommen

Bei den Älteren, also den 25- bis 64-Jährigen, hat die Erwerbsbeteiligung im gleichen Zeitraum zwar auch ihren langfristigen Aufwärtstrend fortgesetzt und ist um 2,8 Prozentpunkte geklettert – auf 86,9 Prozent. Aber die Daten zeigen: Die Erwerbsbeteiligung der Jungen hat noch deutlich stärker zugenommen.

Allerdings beschränkt sich die Analyse allein auf die Bevölkerung mit deutscher Staatsangehörigkeit. Ab 2015 setzte eine starke Fluchtmigration insbesondere von jungen Menschen ein, deren Einbeziehung die Ergebnisse stark verzerren würde, so Studienmacher.

Forscher: Gen Z entspricht nicht dem Klischee

„Dass die Generation Z viel fordert, aber wenig arbeitet, ist ein verbreitetes Vorurteil“, sagt IAB-Forschungsbereichsleiter Enzo Weber. IAB steht für das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. „Die jungen Leute sind fleißig wie lange nicht mehr“, so Weber weiter.

Zur Generation Z gehören nach gängiger Definition Menschen, die zwischen 1995 und 2010 geboren sind. Sie gelten als sogenannte „Digital Natives“, sind also aufgewachsen mit Smartphones, sozialen Netzwerken sowie Streaming-Diensten. Ihnen wird oft nachgesagt, dass ihnen die sogenannte Work-Life-Balance wichtig ist, also flexible Arbeitszeiten und genügend Freizeit.

Gen Z: Studenten arbeiten häufiger nebenbei

Von 2015 bis 2023 hat die Vollzeitbeschäftigung unter den 20- bis 24-Jährigen zugenommen, noch stärker aber die Teilzeitbeschäftigung. Und das liegt vor allem an immer mehr Studenten, die neben ihrem Studium jobben. Die Erwerbsquote unter Studenten hat laut IAB zwischen 2015 und 2023 um fast 20 Prozentpunkte zugenommen auf 56 Prozent. Grund dafür könnten den Experten zufolge die gestiegenen Kosten etwa für die Miete eine Rolle spielen.

Die Erwerbsquote unter allen Nicht-Studenten von 20 bis 24 Jahren ist zwar auch geklettert, aber nur um 1,6 Prozentpunkte.

Kürzeres Studium, schneller in Arbeit

In der Studie wird auch auf kürzere Studienzeiten verwiesen. Ab 2002 wurde mit der Bologna-Reform ein neues Studiensystem eingeführt. Studenten können seitdem zwischen kürzeren Bachelor-Studiengängen und einem längeren Studium inklusive Master wählen. Teilweise dürfte der Anstieg bei der Erwerbsbeteiligung also darauf zurückzuführen sein, dass manche Studierende bereits nach dem Bachelorabschluss einer Erwerbstätigkeit nachgehen.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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