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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Trotz Gewinneinbruch – BMW bleibt vor Audi
Wirtschaft

Trotz Gewinneinbruch – BMW bleibt vor Audi

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 7. Mai 2025 15:48
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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BMW hat im ersten Quartal 2025 etwas weniger Fahrzeuge verkauft als im Vorjahreszeitraum. Der Absatz sank um 1,4 Prozent auf 586.117 Neuzulassungen. Der Umsatz knickte um 7,8 Prozent ein, auf 33,8 Milliarden Euro. Der Gewinn ging im ersten Quartal um 26,4 Prozent zurück, auf unter 2,2 Milliarden Euro.

Inhaltsübersicht
Hersteller leiden unter schwachem Geschäft in ChinaBMW bleibt vor AudiZipse setzt im Zollstreit auf VernunftKeine Werksschließungen erwartet

Hersteller leiden unter schwachem Geschäft in China

Auch BMW kann sich nicht von der negativen Entwicklung in China lösen. Die Nachfrage nach neuen Fahrzeugen leidet nach wie vor unter der dort herrschenden Immobilienkrise. Gefragt sind auf dem weltweit größten PKW-Markt darüber hinaus zunehmend Elektroautos heimischer Hersteller und immer weniger Autos mit klassischen Verbrennungsmotoren. Der Absatz brach zum Jahresauftakt in China um mehr als 17 Prozent ein.

Auch der bayerische Konkurrent Audi hat massive Absatzprobleme in China. Zwar gab es hier im ersten Quartal kein so starkes Minus wie bei den Münchnern, dafür verkauften die Ingolstädter auch in Europa und den USA zum Jahresauftakt weniger Neuwagen. Deshalb ging der Absatz der VW-Tochter insgesamt stärker zurück als bei BMW – und zwar um 3,3 Prozent auf 388.756 Neuzulassungen.

BMW bleibt vor Audi

Wenn man die Quartalszahlen der beiden bayerischen Konzerne miteinander vergleicht, schneiden die Münchner auch sonst weiter besser ab. Zwar fiel der Gewinneinbruch bei Audi im ersten Quartal nicht so kräftig aus wie bei BMW, das lag aber nur daran, dass bereits das Ergebnis im Vorjahreszeitraum bei Audi schwach war.

Auch ist BMW mit seinen Elektroautos nach wie vor deutlich erfolgreicher als die Ingolstädter. Mittlerweile hat fast jedes fünfte Fahrzeug des Konzerns einen Elektromotor. Bei Audi sind es trotz eines kräftigen Anstiegs im ersten Quartal 12 Prozent. Hinzu kommt, dass BMW anders als Audi ein großes Werk in den USA hat und damit die negativen Auswirkungen der aggressiven Zollpolitik des US-Präsidenten Donald Trump zum Teil ausgleichen kann.

Zipse setzt im Zollstreit auf Vernunft

Zwar werden sich die höheren Zollsätze im laufenden Quartal erheblich auf das Ergebnis auswirken, wie es heißt. Doch der BMW-Vorstand rechnet offensichtlich mit einer deutlichen Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte. Denn es wird für das Gesamtjahr mit einem Vorsteuerergebnis auf Vorjahresniveau gerechnet.

Konzernchef Oliver Zipse und Finanzvorstand Walter Mertl gehen davon aus, dass sich die Lage im Zollstreit ab Sommer entspannt, wie beide bei der Vorstellung der Bilanzzahlen ausführten. Zipse erwartet, dass die nordamerikanische Freihandelszone wieder installiert wird. Die Abhängigkeiten seien zu groß. Offenbar werden hier in den USA auch politische Gespräche geführt, die Zipse aber nicht weiter kommentieren wollte, außer dass er erklärte, dass sie „konstruktiv“ seien.

Allgemein meinte der BMW-Konzernchef, man versuche in Gesprächen allen Beteiligten klarzumachen, dass die Welt unwiederbringlich hoch vernetzt sei. Das könne man nicht zurückdrehen. Das sei anders als in den 1970er- oder 1980er-Jahren.

Keine Werksschließungen erwartet

Besonders in Niederbayern stehen große Werke des Autoherstellers. Dort beobachtet die Politik die schlechten Zahlen relativ gelassen. Werner Bumeder (CSU), Landrat in Dingolfing-Landau, betont, dass die Prognosen eine mittelfristige Erholung zeigen. Eine Gefährdung für das dortige, europaweit größte Werk mit 20.000 Mitarbeitenden sehe er nicht. BMW habe sich klar zu seinen Standorten in Niederbayern bekannt. Ähnlich äußerten sich auch die Landräte der anderen Landkreise auf BR-Anfrage.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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